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Königreich Deutschland: Reichsbürger am Rande des Nervenzusammenbruchs

20/02/2017
Martin Schulz, Benjamin Michaelis, Königreich Deutschland

Unbeholfen wie Dick und Doof, aber nicht so lustig: Martin Schulz und Benjamin Michaelis (rechts)

„Roter Alarm“ in Wittenberg. Die Anhänger des Peter Fitzek jammern wieder einmal öffentlich – diesmal wohl aus gutem Grund…

Am 18.02.2017 meldeten sich Martin „Freiherr von“ Schulz und Benjamin „Freiherr von“ Michaelis mit einem YouTube-Video zu Wort. Die beiden bekamen ihre lachhaften Adelstitel von „König“ Peter Fitzek verliehen, sind also Hochstapler – sie wissen auch nicht, dass in Deutschland der Adelsstand bereits 1919 abgeschafft wurde.

Im Video verkünden sie den Zuschauern, dass sich „viel Neues“ ereignet habe im „Königreich Deutschland“. Man holt aber – szenenüblich – erst einmal weit aus:

„Seit über vier Jahren gibt es nun schon das Königreich Deutschland“, behauptet Martin Schulz. Man muss ihm zugutehalten, dass er tatsächlich nicht weiß, dass es ein „Königreich Deutschland“ nie gab. Hätte er genug Geld, um beispielsweise nach Uruguay zu reisen, so könnte er dort in einem Lexikon lesen, dass im Prinzip nur ein einziges Deutschland existiert: die República Federal de Alemania…

„Unsere Vision ist eine bessere, eine friedvolle Welt!“, fährt Schulz unverdrossen fort. Den Aufbau einer solch friedvollen Welt kann natürlich nur einer garantieren: der wegen mehrfach gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Peter Fitzek!

Überhaupt – es um die ganze Welt. Drunter machen es die Handvoll Leute nicht, die in einem heruntergekommenen Krankenhaus von jenem Geld leben, das Peter Fitzek jahrelang veruntreut hat.

Benjamin Michaelis stellt die rhetorische Frage, ob das „Königreich Deutschland“ mit seinem „zinsfreien Geldwesen“ eine Bedrohung für das „Bankenkartell“ sei. Nein, da kann der „Freiherr“ ganz beruhigt sein: Peter Fitzek wird wohl zwischen einer und drei Millionen EUR veruntreut haben, für das „Bankenkartell“ ein Betrag, der als Tagesverlust bei Spekulationen allenfalls im Promillebereich aufgefallen wäre.

Auf einem virtuellen Monitor werden die 600 Verwirrten gezeigt, die vor Jahren bei der „Krönung“ des Peter Fitzek anwesend waren. Menschen, die Größtenteils längst nicht mehr zur Anhängerschaft der Fitzek-Sekte zählen dürften. Derzeit ist Anhängerschaft des „Königreichs“ derart ausgedünnt, dass man sich eigene Fans kreiert: z. B. die YouTube-Kunstfigur „Lena Luterna“ – ein Profil, das eigens angelegt wurde, um zu allem, was Schulz & Michaelis von sich geben, zu applaudieren:  https://www.youtube.com/channel/UClBrnbHZFKLURhm2hPo5qQw

Reichsbürger und ihre aggressiven Taten, ihre Demokratiefeindlichkeit und ihr grenzenloser Hass auf den deutschen Staat werden inzwischen deutschlandweit medial diskutiert. Der Verfassungsschutz und andere Behörden sind ebenfalls auf die Umtriebe dieser Spinner aufmerksam geworden, Gerichte urteilen nicht mehr so milde wie bisher. Umso unverständlicher ist es, dass die Anhänger der wohl bedeutendsten Reichsbürgergruppierung – der „Königreich-Deutschland-Sekte“ des Peter Fitzek – kostenfrei in einem ehemaligen Krankenhaus am Rande der  Lutherstadt Wittenberg leben. Das Treiben dort ist illegal bis kriminell, die Behörden jedoch schauen mit trüb-teilnahmslosen Blick zu.

Der Abwickler des „Königreichs“, Notar und Rechtsanwalt Dr. Stefan Oppermann, hat nun endlich etwas getan, um die Spinnertruppe zu vertreiben. Niederländische Investoren planen offensichtlich den Bau von Gewächshäusern im großen Stil. Die Übernahme der Immobilie durch die Holländer dürfte – auch dank europäischer Fördermittel – eine durchaus realistische Option sein.

Obst und Gemüse sollen ja gesund sein, wenn der Stadt Wittenberg dabei noch Steuern und Arbeitsplätze zugutekommen, umso besser. Einen Peter Fitzek und seine Saubande braucht die Welt jedenfalls so dringend wie ein Darmausgang nässende Hämorriden braucht.

Die „Aktuelle Kamera“ mit Peter Fitzek

24/01/2017

Die Nachrichtensendung der Ostzone hatte „Aktuelle Kamera“ geheißen, weshalb es eine Selbstverständlichkeit ist, dass die DDR-Fans aus dem „Königreich Deutschland“ ihrem höchsteigenen Machwerk einen daran angelehnten Namen verpassten: „KRD-Aktuell“.

Die Schreibweise ist seltsam eigenwillig, zumal mit dem Bindestrich im Osten Deutschlands ansonsten gern gespart wird. Bei „KRD-Aktuell“ ist einer vorhanden, dort wirkt er allerdings recht deplatziert.

Es handelt sich bei „KRD-Aktuell“ mitnichten um eine Nachrichtensendung, vielmehr handelt es sich um eine gelungene wenn auch unfreiwillige Parodie auf das große Vorbild „Aktuelle Kamera“.

In den DDR-„Nachrichten“ wurde bisweilen maßlos übertrieben, meist hingegen ganz ordinär gelogen. Die Sprecher lasen frei erfundene Produktionszahlen und Außenhandelsbilanzen vom Blatt ab, angebliche Höchstleistungen der volkseigenen Arbeiter und Bauern wurden in den Himmel gelobt – wobei diese Leute bei steigender Belastung sowie längeren Arbeitszeiten zunehmend glücklicher wurden.

Ute Kowalski, Benjamin Michaelis und Martin Schulz präsentieren „KRD-Aktuell“ noch plumper, noch verlogener. Neben frei erfundenen Erfolgsgeschichten wird die peinliche Inkompetenz der Fitzek-Jünger aufgezeigt: Prozentrechnung – schlechthin Statistik – ist nicht so ihr Ding!

Die Intention der amateurhaften Propagandashow kann dann auch ein Zwölfjähriger leicht durchschauen. Der große Meister aller Klassen, der Göttliche, der Unbezwingbare – er sitzt seit Monaten im Knast, und eine Änderung dieses Zustandes ist nicht zu erwarten. Es ist sogar damit zu rechnen, dass Peter Fitzek nahtlos von der Untersuchungshaft in den Strafvollzug wechselt. Die Vorsitzende Richterin am Landgericht Halle ist dem Vernehmen nach nicht gut auf ihn zu sprechen.

Fitzeks Anhänger machen für gewöhnlich nicht viel. Sie leben in den Tag hinein, in dem wohligen Bewusstsein, einer Elite anzugehören, die erst Deutschland, dann die Welt und später das ganze Universum in eine leuchtende Zukunft führen wird. Ab und zu fällt ihnen ein, dass sie dafür auch mal was tun müssen. Vielleicht haben sie auch ganz simpel ein diesbezüglichen Kassiber aus dem „Roten Ochsen“ erhalten.

Jedenfalls wird die Fitzek-Bande hin und wieder aktiv und diverse Dokumente und Videoclips werden ins Netz geschossen, in der Hoffnung, dass es doch endlich mal mit der Befreiung des Führers und der anschließenden Machtergreifung klappen muss.

Hoffnungsträger ist derzeit „KRD-Aktuell“, das Magazin für den ungepflegten Wahnsinn. Irgendwann wird bei der Fitzek-Sekte temporär Ernüchterung einkehren – mit 700 YouTube-Klicks (und mit 10.000 ebenfalls nicht) lässt sich das dämonische System Bundesrepublik keinesfalls zerstören.

Aber auch dafür werden Ute Kowalski, Benjamin Michaelis und Martin Schulz dann eine Lösung parat haben. Sie drehen einfach einen anderen Videoclip! Und der wird es dann bringen. Garantiert.

Oliver Kalkofe als Reichsbürger-König Peter Fitzek und auch als Reichskanzler Norbert Schittke

27/12/2016

Ein echtes Highlight zum Jahresende: Der unübertroffene Oliver Kalkofe in zwei Paraderollen – erst als Reichsdeppenkönig Peter Fitzek, anschließend als Oberspinner Norbert Schittke. 

Peter Fitzek: Kaum Neues vom „Weinenden König“…

08/12/2016
Königreich Deutschland

„Königreich Deutschland“, die Abzocker-Sekte des Peter Fitzek

Pünktlich am Nikolaustag konnte Peter Fitzek ein denkwürdiges Jubiläum feiern. Ein komplettes halbes Jahr Knast lag nun hinter ihm. Seine Chancen, auch die Weihnachtsfeiertage über im Gefängnis zu verbringen, stehen bislang nicht schlecht.

Peter Fitzek ähnelt einem Tanzbären, wenn er nach wie vor mit Fuß- und Handfesseln im Gerichtssaal aufmarschiert. Er versucht die peinliche Demütigung mit seinem penetranten Dauergrinsen zu überspielen, und später, wenn seine Hände befreit sind, hämmert er auf sein Notebook ein, um wenigstens den Anschein zu erwecken, die Situation irgendwie unter Kontrolle zu haben.

Und er versucht sich als das zu präsentieren, was er allzu gerne sein möchte – als Ankläger. So fragte er vorgeladene Zeugen (Beamte der BaFin, den staatlich bestellte Abwickler Rechtsanwalt Oppermann) mehrfach nach irgendwelchen „Verantwortlichen“. Es geht ihm dabei um Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen in den Räumlichkeiten der Königreich-Deutschland-Sekte.

„Verantwortlich sein“ heißt für Fitzek stets auch „verantwortlich gemacht werden“  – was allerdings nur für andere gilt, nicht etwa für ihn selbst. Die Vorsitzende Richterin freilich sieht keinen Raum für derartig Gockelverhalten, zumal Fitzeks Fragen nichts mit dem zu haben, was man ihm vorwirft: Untreue!

Auch weiterer Blödsinn wurde fix vom Gericht abgebügelt. Ein verblendeter Anhänger schreibt im „KRD-Blog“:

Peter (Fitzek) beginn damit, neue Beweisanträge zu stellen: (So) soll seitens des Gerichts festgestellt werden, […] dass die Schreiben der BaFin aufgrund der fehlenden Formalitäten (sic!) lediglich Entwürfe waren.

[…] zum zweiten (Beweisantrag) kommt es schon nicht mehr. In meiner Erinnerung reden seine Anwälte und auch die Vorsitzende Richterin plötzlich abwechselnd auf ihn ein. Ich beobachte Peter (Fitzek) genau. Er sitzt auf seinem Platz und ist ungewöhnlich still.

Kein Wunder, denn König Fitzek ist platt wie eine Flunder. Er ist es seit Jahren gewohnt, dass Anhänger ihm bedächtig lauschen, ihm jede Lüge, sei sie auch noch so grottendumm, abnehmen. Nicht das Maß aller Dinge zu sein, ist eine Erfahrung, von der er glaubte, sie nie wieder machen müssen.

Erst einen Augenblick später, als Peter (Fitzek) zu sprechen beginnt und weint, wird mir klar, dass ich gerade innig mit ihm mitfühle …

„Wie ich hier vor Gericht und in der Öffentlichkeit derzeit dargestellt werde,  belastet mich emotional sehr! Dass es [das Geld] nicht in meiner Tasche ist, würde ich gern mal darlegen wollen, stattdessen muss ich hier still dasitzen und zuhören, welche Dinge da über mich verbreitet werden. Am Tag der Aussagen der BaFin-Zeugen hatte ich bis 19:30 Uhr Tränen in den Augen.“

Tränen jämmerlichsten Selbstmitleids. Fitzek hält seine Geldgier für eine heilige Tugend … und seine Verschwendungssucht für eine gottgegebene Begabung. Kein Wunder, dass bei einem derartigen Selbstbild heiße Tränen zu fließen beginnen. Er hat ja nur Gutes getan.

Wie es seinen engsten Anhängern vor Ort, in Wittenberg, geht, interessiert Fitzek offenbar weniger. Er hat sie den Berichten zufolge mit keinem Wort erwähnt. Auch für die Anleger, die er um Hunderttausende erleichtert hat, findet er kein Wort des Bedauerns.

Fitzek hat nur ein Thema, und das heißt Fitzek.

Gegen die Dummheit der Fitzek-Anhänger kämpfen selbst die Götter vergebens

30/11/2016

In Halle plätschert das Untreueverfahren gegen Peter Fitzek vor sich hin. Das anfängliche Interesse der Medien hat nachgelassen, lediglich ein von allen guten Geistern verlassener Fitzek-Fanatiker berichtet noch regelmäßig aus dem Gerichtssaal. Der MDR hat nun einen kurzen – dafür aber mit vielen spitzen Bemerkungen versehenen – Beitrag zum Prozessauftakt abgeliefert.

Gerichtsreporter Hanno Neustadt zog hierbei ein erstklassiges Fazit, das nachfolgend zu sehen & hören und auch nachzulesen ist:

Peter Fitzek hat 45 Minuten am Stück gesprochen: Über die Vorsehung, den lieben Gott, der ihn auserwählt hätte, Gutes zu tun. Und wer wäre er denn, dass er, wenn ihm die Menschen Geld regelrecht anbieten – aufdrängen! -, das nicht anzunehmen und für gute Zwecke zu verwenden?

Also sehr salbungsvoll. Komischerweise aber, zu den eigentlichen Tatvorwürfen hat er sich gar nicht eingelassen, stattdessen rumschwadroniert. Der psychiatrische Gutachter, der auf der anderen Seite saß, hat sich fast die Finger wundgetippt. Weil: Das war ein sehr skurriler Auftritt!

Ich habe jeden Moment erwartet, dass der Angeklagte einen Napoleon-Hut rausholt und sich aufsetzt. Das war schon sehr, sehr bizarr, auch surreal – anders kann man das gar nicht bezeichnen, vor allem weil bei dem Angeklagten offenbar wurde, dass er tatsächlich an das glaubt, was er da erzählt.

Hat Fitzek gesagt, wo das Geld ist?

Mit keiner Silbe! Er hat 45 Minuten geredet, hat sich über die Rolle der Bundesrepublik ausgelassen, dass er doch eigentlich diesen Staat durch etwas Besseres ersetzen wolle, dass er bleibende Werte angesichts der Bankenkrise schaffen wolle. Er sei von der Vorsehung dazu ausersehen worden. Er könne sich gegen die Vorsehung nicht wehren. Aber – er hat mit keinem Wort irgendetwas über dieses Geld erzählt, wo es geblieben ist!

Es wurde abgehoben – nicht von seiner Reichsbank, sondern von einer ganz normalen Bank in Wittenberg. Ja, und dann war es weg! Und wo es geblieben ist, das kann er nicht sagen.

Veruntreutes Geld

Die Millionen lagerten einst nicht in der „Königlichen Reichsbank“, sondern ganz schnöde in einer BRD-GmbH-Bank, wo es laut Fitzek doch angeblich so unsicher aufgehoben ist.

Das Komische ist ja, dass die Leute, die ihm Geld gegeben haben, gar nicht böse auf ihn sind.

Überhaupt nicht, nicht im Geringsten. Es gibt keinen Nebenkläger in diesem Verfahren, also will gar keiner wissen, wo dieses Geld geblieben ist. Seine Anhänger saßen ja im Publikum, sie sind ihrem „König“ treu ergeben.

Zu verstehen ist das eigentlich nicht. Wenn jemand mein Geld nimmt und sagt, ich lege es sicher an, und das Geld ist plötzlich verschwunden, und zwar so, dass der Fall vor Gericht landet, dann würde ich gerne wissen wollen, wo dieses Geld geblieben ist.

Es scheint so, dass Fitzek über seine Anhänger doch eine gewisse Macht hat. Das deckt sich mit gewissen Aussagen des Verfassungsschutzes, die ihn in die Nähe eines Gurus rücken, eines Sektenführers. Leute, die unglaublich viel Macht und Einfluss über andere Menschen manipulativ gewinnen können.

In der Tat macht Fitzek den Eindruck, dass er simple Gemüter sehr gut überzeugen kann. Und es gibt ja diese Menschen auch, die ihm vor Gericht, bei einer Untreueanklage, treu zur Seite stehen.

Man kann’s mit Schiller sagen (Die Jungfrau von Orleans): „Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“

Peter Fitzek in Handschellen

Peter Fitzek: Die Handschellen stehen ihm besser als Zepter und Reichsapfel.

Mordende Reichsbürger: Möglicherweise Polizisten involviert

23/11/2016
Reichsbürger ermorden Polizisten

Reichsbürger-Sympathisanten in der Polizei

Als im letzten letzten Oktober ein Polizist von einem Reichsbürger ermordet wurde, berichteten die Medien darüber, dass sogar Polizeibedienstete mit den kruden Ideen der Staatsleugner sympathisieren. In Bayern kam es zu Suspendierungen.

Nun stellte sich heraus, dass der mutmaßliche Mörder – Wolfgang Plan – selbst guten Kontakt zu Staatsbediensteten hatte:

Die zwei Polizisten, ein 49-jähriger Oberkommissar und ein 50-jähriger Hauptkommissar aus dem Polizeipräsidium Mittelfranken, chatteten offenbar schon seit einiger Zeit mit dem „Reichsbürger“ aus Georgensgmünd, der am 19. Oktober auf SEK-Beamte geschossen hat. Weil eine solche Nähe zur Ideologie der „Reichsbürger“ Zweifel an der Verfassungstreue der beiden Beamten aufkommen ließ, wurden sie mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, erklärte Mittelfrankens Polizeipräsident Johannes Rast am Mittwoch (23.11.16).

Es scheint grotesk, dass ausgerechnet Beamte – die es aufgrund ihrer Ausbildung eigentlich besser wissen müssten – die Existenz des deutschen Staates anzweifeln. Insgesamt halten sich die Zahlen hierzu, wie auch die Polizeigewerkschaft betont, in Grenzen:

Trotz der beiden heute suspendierten Beamten sieht die deutsche Polizeigewerkschaft keine größere Bewegung innerhalb ihrer Reihen. Bereits vorher hatte die Gewerkschaft zehn sogenannte Reichsbürger bei sich ausgemacht. „Bei über 30.000 Polizisten sind wir noch nicht stark betroffen“, erklärte der bayerische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Hermann Benker, im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

Was die Bevölkerung im Gesamten angeht, so könnten die Zahlen jedoch erschreckender sein. Deutsche Gerichtsvollzieher gehen davon aus, dass 40.000 Personen vom reichsideologischen Gedankengut befallen sind. Die Thüringer Allgemeine schreibt:

Beim Bezirksvertretertreffen neulich in Königswinter habe jeder der 60 Anwesenden „Kontakte zu fünf bis zehn Reichsbürgern“ angegeben, sagt Frank Neuhaus, Gerichtsvollzieher in Arnsberg. Hochgerechnet auf 940 Gerichtsvollzieher in NRW, ergibt das mindestens 4500 Reichsbürger. Die aktuelle offizielle Zahl des NRW-Verfassungsschutzes lautet: 300. In Deutschland gibt es 4000 Gerichtsvollzieher. Manche, wie der Bundesgeschäftsführer Hüermann, kennen keinen einzigen Reichsbürger, andere 30.

40.000 Staatsleugner sind wohl auch wahrscheinlicher, als jene anderen Zahlen, die gern in den Medien wiedergegeben werden. Immer wieder hört man davon, dass es mal 80 oder mal 400 Reichsbürger in diesem bzw. jenem Bundesland gäbe. Wer sich bei YouTube, Facebook oder sonstwo im Internet umsieht, kann sich denken, dass sich reichdeutsche Massenwahn in Deutschland nicht auf einige Hundert Personen beschränkt.

Reichsdeppen-Kommentar der Woche

17/11/2016

Momentan tut sich nicht allzu Aufregendes an der Reichsdeppen-Front (abgesehen davon, dass das Agieren der Justiz und Behörden deutlich konsequenter geworden ist … und Peter Fitzek sich im Knast eine dicke Backe eingefangen hat).

Zur Feier des Tages wurde von der Regel abgewichen, hier im Blog keine Reichsidioten-Kommentare zu veröffentlichen. Besonders deshalb, weil sich da mal jemand schnippisch-überlegen fühlte und daher auch ein Recht auf eine verbale Abreibung hatte.

kommentar_der_woche

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