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Dennis Gaidetzka lässt unliebsame Google-Suchergebnisse entfernen

14/02/2018
Dennis Gaidetzka

In europäischen Google-Ergebnissen lässt sich nichts Anrüchiges mehr über Dennis Gaidetzka finden…

Jahrelang hetzte Dennis Gaidetzka auf seinem „KRD-Blog“ gegen den eigenen Staat, der ihm ein Leben in Wohlstand, Freiheit und Frieden hatte zukommen lassen. Selbst kann Gaidetzka jedoch keine Kritik vertragen: Unliebsame Google-Suchergebnisse lässt er löschen. An seine reichsdeutsche Vergangenheit möchte er nicht mehr erinnert werden.

Was geschehen ist, ist geschehen. Lange Zeit publizierte Dennis Gaidetzka braunesoterischen Blödsinn und frönte seiner Affenliebe zum durchgeknallten Wittenberger „Messias“ und „König von Deutschland“ Peter Fitzek. Er hatte sich damit selbst ins Rampenlicht gestellt und es somit selbst auch selbst zu verantworten, dass man ihn mit Fitzek und anderem reichsdeutschen Schwachfug in Verbindung bringen konnte.

Inzwischen hat er sein unsägliches Blog gelöscht und möchte von seiner geistigen Irrung und Verwirrung nichts mehr wissen. Gaidetzka nahm sein vermeintliches „Recht auf Vergessen“ in Anspruch und verlangte von Google, dass alle Bilder und Informationen zu seiner reichsdeutschen Vergangenheit gelöscht werden. Mit Erfolg.

Google kam Gaidetzkas Wunsch der Einfachheit halber nach, denn „…es ist nicht einfach, […]  jeden Antrag individuell [zu] prüfen und zwischen dem Recht des Einzelnen auf Schutz seiner personenbezogenen Daten und dem Recht der Öffentlichkeit auf Zugang zu diesen Informationen und ihrer Verbreitung abwägen [zu] müssen.“ Glück für Gaidetzka.

Nun wird er von Google behandelt wie ein 15-Jähriger, der mal ein Fahrrad gestohlen hat, worüber es Informationen im Internet gibt, und weshalb er keinen Ausbildungsplatz findet. Dass solche Informationen gelöscht gehören, ist klar.

Anders ist die Sache bei Gaidetzka gelagert. Der ist zwar ein armes Würstchen, aber so arm dann auch wieder nicht. Er hat sich weder für den Schwachsinn und die Lügen entschuldigt, die er verbreitet hat, und ebenfalls hat er sich nicht öffentlich von seinem einst heiß verehrten Guru Peter Fitzek distanziert.

Stattdessen schreit er nun nach jenem Datenschutz, die die Bundesrepublik Deutschland und die EU gewähren. Zwei Gebilde, für die Gaidetzka zuvor nur Hohn und Verachtung übrig hatte.

Nun, wo er endlich kapiert hat, dass er von Anfang an auf dem falschen Pferd saß, sieht sie Sache offensichtlich anders aus. Erbärmlich.

 

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Der desolate Zustand der „Ich bin kein Reichsbürger“-Szene

04/01/2018
Adrian Ursaches Nazi Unterstützer

Feuchte Augen, feuchter Hosenlatz: „Ich bin kein Reichsbürger!“

Sie alle sind keine Reichsbürger … und waren auch nie welche gewesen: beispielsweise die Knastbrüder Peter Fitzek, Wolfgang Plan, Adrian Ursache…

Aber ob Reichsbürger oder nicht – eigentlich interessiert das immer weniger. Und auch die Anhängerschaft schmilzt vor sich hin, während gleichzeitig einst hochmotivierte Unterstützer klamm und heimlich das Weite suchen.

Einst verließen rund 150 Reichsdeppen ihr warmes, Hartz-IV-finanziertes Zuhause, um den großen Meister Adrian Ursache tatkräftig dabei zu unterstützen, die „BRD“ zu vernichten. Handelt es sich bei der „BRD“ doch immerhin um ein widernatürliches Krebsgeschwür, das von Deutschland Besitz ergriffen hat. Sowas muss weg, jawoll! Adrian Ursache hatte oft genug bewiesen, dass er Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Gerichtsvollzieher und sogar ein ganzes Polizeiaufgebot einschüchtern kann. Der wird auch mit der „BRD“ fertig, die ohnehin seit 1949 stets unmittelbar vor dem Untergang steht und seitdem nur noch wild um sich schlägt, das war die einhellige Meinung.

Es war dann allerdings der vermeintliche Held Adrian Ursache, der wild um sich schoss. Sein Weg führte ihn erst ins Haftkrankenhaus und schließlich in die reguläre Untersuchungshaft. Und das, obwohl er doch angekündigt hatte, sogar schwangere Frauen abmurksen zu wollen. Seine Fans mochten die Schmach nicht hinnehmen. Im Dezember gab es eine „große“ Solidaritätsdemo, zu der allerdings nicht mehr die 150 anfänglichen Anhänger kamen, sondern lediglich ein „harter Kern“, bestehend aus vielleicht zwölf Leuten.

Besonders tat sich ein Prachtexemplar von Reichsbürger hervor, eine feiste Säufervisage mit feuchten Augen und offensichtlich auch feuchtem Hosenlatz. Seine üblichen, „diese BRD“ betreffenden Äußerungen sind nicht erwähnenswert, weil allzu YouTube bekannt, interessant eher seine antisemitischen Auswürfe, z. B. dahingehen, dass wir von einem Zionistenregime regiert werden.

Wikipedia zufolge bezeichnet Zionismus „…eine Nationalbewegung und nationalistische Ideologie von Juden, die auf einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zielt…“.

Seltsam ist nur, dass unsere Bundesregierung, also unser Zionistenregime, die Palästinenser, die dem jüdischen Staat in ihrer überwiegenden Mehrheit negativ gegenüberstehen, jährlich mit Millionenbeträgen sponsert. Seltsam überdies, dass die Deutsche Botschaft sich in Tel Aviv und nicht in Kyritz an der Knatter, der Hauptstadt Israels, befindet. Die Amerikaner sind hier vorgeprescht, die angeblichen USA-Vasallen, die „BRD“, schloss sich hingegen ausgerechnet der Erdoganschen Kritik an.

Im Übrigen ist der Suffkopp, der auf dem scheußlichen Bild ganz oben zu sehen ist, ein erbärmlicher Feigling. Wenn er Juden meint, soll er auch Juden sagen und sich nicht hinter einem Begriff wie Zionismus verstecken, den er ohnehin nicht versteht.

Untergang Königreich Deutschland

Wird von den besten Freunden der Reichsbürger, den Russen, zum Verkauf angeboten: Das KRD-Blog!

Ein anderer Feigling ist Dennis Gaidetzka. Er hat sich klamm und heimlich von seinem Führer Peter Fitzek verabschiedet. Der einst glühende Fitzek-Verehrer hat seine Fanseiten, das KRD-Blog, seinen Facebook- und Twitter-Account geschlossen. Keine Worte der Erklärung, kein gar nichts. Das hat der König nicht verdient, das muss man sogar als Kritiker der deutschen Spinner-Szene sagen! Wenigstens einen Beitrag mit der Überschrift: „Du hast mich verführt, Fitzek, du dreckiger, stinkender Betrüger!“, hätte Gaidetzka noch veröffentlichen können.

Was gibt die Szene sonst noch her? Mario Romanowski, Ingo Schulz und Rüdiger Klasen sind stammelnde Idioten und uninteressant. Auch Peter Frühwald ist so langweilig, dass seine Anhänger offensichtlich entschlafen sind. Er ist keines Sterbenswörtchens mehr wert. Die Szene ist insgesamt zwar noch groß, brabbelt aber in kollektiver Schwachsinnigkeit lediglich das nach, was man ohnehin auf YouTube, WordPress und einschlägigen Foren tausendfach hört. Die Reichsdeppenrundschau wird also nicht allzu viel zu berichten haben.

Auf Sternstunden braucht man im Jahr 2018 also nicht zu hoffen. Ebensowenig auf zahlreiche Reichsdeppenrundschau-Beiträge…

Dennis Gaidetzka ein überzeugter Reichsbürger

Reichsbürger Dennis Gaidetzka: Der Fitzek-Fanatiker machte sich feige aus dem Staub…

Ein veritabler Kotzbrocken

24/10/2017
Polizistenmörder Wolfgang Plan

Grinsender Mörder: Wolfgang Plan

Diejenigen, die den deutschen Staat leugnen, machen viel Getue um ihr Menschsein. Sie seien nicht „auf hoher See verschollen“, „keine Person“ … sondern eben „Mensch“. Und so gesehen viel menschlicher als all jene „Schlafschafe“, die noch nicht „aufgewacht“ seien.

Diese Leute sind eben ganz anders als die Bundesrepublik Deutschland, die ihren Bürgern Sozialleistungen zukommen lässt wie kein Staat jemals zuvor, die andere Länder massiv mit Entwicklungshilfe unterstützt, und die großzügig Migranten einreisen lässt, um diese vor Krieg, Krisen und Armut zu schützen.

Wie aber genau ist es um die moralische Überlegenheit der zitierten Staatsleugner bestellt? Was tun Reichsbürger, Selbstverwalter und DDR-Fans im Einzelnen, um ihrer selbst attestierten Nächstenliebe Ausdruck zu verleihen?

Nun, sie pöbeln in plumper Regelmäßigkeit Angestellte des deutschen Staates an; sie verletzen, wie Peter Fitzek es getan hat, Kinder in Straßenverkehr und werden gegenüber Frauen gewalttätig. Drohen, nötigen und beleidigen gehört zum Tagesgeschäft.

Und sie schießen – das ist der Höhepunkt reichsdeutscher „Menschlichkeit“ – auf Polizeibeamte, verletzen und töten sie. Adrian Ursache und Wolfgang Plan sind diesbezüglich die Vorreiter jener Szene, die vom Verfassungsschutz (tagesformabhängig) auf 10.000 bis 15.000 Personen geschätzt wird. Die Reichsdeppenrundschau geht von 40.000 Personen aus … und von bis zu 100.000 Befürwortern und Sympathisanten.

Unabhängig davon, wie die Zahlen aussehen mögen: Aus der Szene hat sich bislang niemand von der Schießwütigkeit eines Adrian Ursache und eines Wolfgang Plan distanziert. Im Gegenteil! In verschiedenen Foren und in den einschlägigen Blogs halluziniert man von einer staatlicher Verschwörung. Die Täter, so meint man, hätten nur aus einem gewissen Notstand heraus gehandelt.

Adrian Ursache wird wohl für einige Jahre hinter Gittern verschwinden, Wolfgang Plan wurde heute zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Die vor Gericht vorgebrachten Ausflüchte halfen den beiden Revolverhelden bisher nicht wirklich weiter.

Wolfgang Plan hat besonderen Symbolwert für die reichsdeutsche Szene und deren moralische Verkommenheit. Er ist das Sinnbild des selbstgefälligen, selbstgerechten Staatsleugners – ein veritabler Kotzbrocken, der sich herausnimmt, rücksichtlos auf alles eindreschen zu dürfen, was ihm nicht in den Kram passt. Gleichzeitig mochte er (ebenfalls szenetypisch) nicht auf eine depperte Selbsterhöhung verzichten:

Reichsdeutsche Wichtigtuerei

Die wahnhafte Selbstbeweihräucherung des Wolfgang Plan (zum Vergrößern anklicken).

 

Rechtsanwältin Susanne Koller lächelt verzückt, als ihr der Polizistenmörder Wolfgang Plan die Hand reicht.

Wolfang Plan wurde gestern aufgrund seiner am 19. Oktober 2016 an einen jungen Polizeibeamten begangenen Bluttat verurteilt.

Dass die lebenslange Haft in der reichsdeutschen Unterstützer-Szene auf Unverständnis stößt, war nicht anders zu erwarten. Dass Plans Rechtsanwältin Susanne Koller eine bizarr wirkende Begeisterung für ihren Mandanten entwickelte, stößt hingegen unangenehm auf:

Die Verteidigerin will nun umgehend Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Sie bezeichnete das Urteil politisch motiviert. Vor Journalisten sagte sie, „uns wurde zugetragen, es bestand eine gewisse Erwartungshaltung der Politik und Behörden über den Ausgang des Verfahrens“. Dieser habe das Gericht offenbar nicht standgehalten. Quelle

Dass Anwälte vom Wahn ihrer Mandanten angesteckt werden können, ist spätestens seit den 70er-Jahren bekannt, als sich gewisse Juristen mehr oder weniger mit den kranken Ideen der RAF-Terroristen solidarisierten. So gesehen mag man sich einfach damit begnügen, dass Frau Koller im Laufe des Verfahrens einen Koller bekam.

Nomen est omen? In Fernsehinterviews machte Frau Koller des Öfteren den Eindruck, als ob sie einen Koller habe…

Wolfgang Plan selbst hat Glück gehabt. Das Gericht mochte in seinem häuslichen Amoklauf keine besondere Schwere der Schuld erkennen. Damit kann er nach 15 Jahren wieder auf freien Fuß kommen.

Das Affentheater des Adrian Ursache

22/10/2017

Affentheater im Landgericht Halle

„Ich bin kein Reichsbürger“, behauptete Adrian Ursache, als am 9. Oktober 2017 am Landgericht Halle das Verfahren wegen versuchten Mordes gegen ihn eröffnet wurde, nur um dann bei jedem Verhandlungstermin die altbekannten Reichsbürger-Argumente bis zum Erbrechen runterzuleiern.

Seine Zwischenbemerkungen dauerten jeweils ca. 15 Minuten, seine morgendlichen „Eröffnungsworte“ zogen sich sogar bis zu einer Stunde hin. Ein Verhalten, dass man auch von anderen Reichsbürgern kennt, insbesondere von Peter Fitzek.

Adrian Ursache wurde anfangs von zwei Pflichtverteidigern vertreten, er selbst hat nun Martin Kohlmann als Wahlverteidiger verpflichtet:

Karl Martin Kohlmann […] ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (Pro Chemnitz, DSU, früher Republikaner). […] Zu seinen Mandaten zählt auch der ehemalige Vorsitzende der NPD Günter Deckert. […] Martin Kohlmann ist Mitglied der Burschenschaft Arminia zu Leipzig. (Wikipedia)

Gleich bei seinem ersten Auftritt am 19.10.2017 legte sich Kohlmann für seinen Mandanten kräftig ins Zeug:

[…] Kohlmann, der für die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz im Stadtrat seiner Heimatstadt sitzt, (lobt) einen von Adrian Ursache erneut gehaltenen Vortrag zu verfassungsrechtlichen Fragen als „zum Teil fundiert“ und „beeindruckend“. Das Gericht sei gefordert, die von seinem Mandanten aufgeworfenen Fragen zu beantworten. In diesem Zusammenhang nennt Kohlmann das Verfahren einen „politischen Prozess“. (Mitteldeutsche Zeitung)

Dem Anwalt ist offenbar entgangen, dass Adrian Ursache nicht wegen seiner politischen Ansichten vor Gericht steht, sondern wegen des Verdachts, Straftaten begangen zu haben, die ganz ordinär im StGB zu finden sind.

Wenn man sich Kohlmanns Vita anschaut, so verwundert es nicht, dass er das abstoßende Affentheater, das Adrian Ursache in Halle veranstaltet, für „beeindruckend“ hält und sogar von einem „politischen Prozess“ spricht.

Rechtsanwalt Hartwig Meyer zeigte entsprechend sein Befremden über die Äußerungen des neu hinzugekommenen Kollegen:

Er fühle sich „wie im Kindergarten“, sagt der Pflichtverteidiger aus Berlin, „wir haben hier aber einen Strafprozess zu führen“. Wenn versucht werde, die Suche nach der Wahrheit über das Tatgeschehen am 25. August vergangenen Jahres in Reuden zu einem politischen Prozess zu machen, dann „dient das dem Angeklagten nicht“. Dessen am Vormittag einmal mehr vorgetragenen „völlig rechtsirrige Einlassungen“ hemmten nur den Verfahrensfortgang. „Er hat, soweit ich weiß, nicht Jura studiert“, sagt Meyer, „wenn ihn diese Fragen interessieren, empfehle ich die Einschreibung an einer Universität, wo er Staatsrecht studieren sollte.“

Adrian Ursache und seine im Zuschauerraum anwesenden Anhänger zeigten sich daraufhin empört und artikulierten dies deutlich. Immerhin sind sie überzeugt davon, eine der ganz großen tiefgründigen Wahrheiten entdeckt zu haben … und tapfere Kämpfer für die Gerechtigkeit zu sein.

Während sich Pflichtverteidiger Hartwig Meyer unbeeindruckt von den sachfremden Einlassungen des Adrian Ursache und auch des neuen Wahlverteidigers zeigt, scheint der 2. Pflichtverteidiger, Manuel Lüdke durch den penetrant vorgetragenen Blödsinn seines Mandanten ein wenig weichgekocht zu sein:

Da der Prozess später zweifelsfrei in ein „verfassungsrechtliches Nachverfahren“ münden werden, rege er an, dem Angeklagten die immer wieder verlangte Auskunft über die Rechtmäßigkeit der Klage zu geben.

Ansonsten muss das, was am 19.10.2017 in Halle noch geschah, ein übler Schock für Adrian Ursache und die gesamte Reichsbürger-Szene gewesen sein:

Das Gericht unterbricht, berät sich und nach seiner Rückkehr verkündet (der Vorsitzende) Stengel, was er bereits mehrfach angedroht hatte: Der Angeklagte wird wegen Störung der Beweisaufnahme von der Verhandlung ausgeschlossen.

Adrian Ursache sitzt zu den anberaumten Gerichtsterminen also vorerst allein in einem Raum und kann niemanden mit seinen Volksreden beglücken, seine glühenden Verehrer können nicht seinen wundervollen Worten lauschen. Das muss gewiss die schlimmste Strafe für Adrian Ursache sein, schlimmer als 10 Jahre im Gefängnis – ein übler Verstoß gegen die Menschenrechte!

Für alle anderen, die keine Reichsbürger sind, ist es gewiss kein unangenehmer Gedanke, dass diesem Typen für einige Zeit keine Bühne für seine dummfrechen Äußerungen geboten wird. </div></td>

„Der Westen“ und die Reichsbürger

13/10/2017

Das Nachrichtenportal „Der Westen“ gehört zur Funke Mediengruppe, die ihren Sitz in Essen hat. Wer die Internetseite aufruft und den Begriff „Reichsbürger“ in das Suchfeld eingibt, findet eine Anzahl recht interessanter Artikel.

Gelberschein.org: Deutscher Gruß und schmutzige Toiletten

gelberschein.org: Sonnenstaatland-Agenten lüfteten die braunen Geheimnisse

Reichsbürger fahren konsequent (aber mit mäßigen Erfolg) die Linie, die Bundesrepublik Deutschland und ihre Organe als „faschistisch“ zu bezeichnen. Mit Vorliebe ist auch von „Hitlergesetzen“ die Rede, die „bedauerlicherweise“ heute noch in Kraft wären. Die Staatsleugner wollen damit natürlich davon ablenken, dass sie selbst politisch ganz rechts zu verorten sind. Die Hanseln von „gelberschein.org“ rufen beispielsweise gern „Heil Hitler“ und zeigen – wenn sie sich unter sich wähnen – sehr gern ihre braune Gesinnung. Apropos „braun“: Reichsbürger haben offensichtlich Probleme bei der Klo-Benutzung, wie der verlinkte Artikel zeigt.

Der Mensch Marcel Heße

Marcel Heße: Ist der abartige Mörder auch Reichsideologe?

Ist Marcel Heße Reichsbürger? Die Antwort auf eine Frage lässt das vermuten.“, titelt „Der Westen“. Die vorgebrachten Argumente sind aber recht schwach: Zwar weisen Reichsbürger gern und penetrant darauf hin, dass sie Menschen sind, um damit ihre vermeintlich moralische Überlegenheit zu demonstrieren, aber nicht jeder, der diese Masche nachahmt, ist deshalb auch ein Reichsbürger. Viele Jugendliche stoßen im Netz auf den überall kursierenden Besatzungsblödsinn und „Juristischer Person“-Quatsch und plappern ihn nach, ohne wirklich Reichsideologen zu sein. Im Übrigen argumentiert der Westen hier selbst nach Reichsbürger-Art: Wer seinen Vor- und Zunamen nenne, sei eine „juristische Person“.

Reichsdeutsches Benzin in der Kraftdroschke

Die Axel-Stoll-Ecke in der Tankstelle von nebenan…

Ein Tankwart verkauft Nazi-Propaganda … und als das Ganze öffentlich wird, stellt er sich blöd. Aber vielleicht ist der Mann wirklich unschuldig und lediglich NPD-Mitglied…

Rewe und das „BRD-Verwaltungskonstrukt“

Lesen bildet … manchmal nicht

Ob sich auch beim Lebensmittelkonzern REWE Reichsbürger breitgemacht haben oder die Einkäufer einfach nur doof sind, wird sich wohl nicht vollends klären lassen.

„Adrian Ursache macht den Eindruck eines Geistesgestörten“

11/10/2017

MDR-Gerichtsreporter Hanno Neustadt berichtete in der Vergangenheit bereits über die Verhandlung gegen den Bundesbürger Peter Fitzek, der überzeugt davon ist, in naher Zukunft Deutschland sowie den Rest der Erde zu beherrschen … und nebenher Gottes Sohn zu sein. Nun bekam es Neustadt mit einer Knalltüte von ähnlichem Kaliber zu tun – mit Adrian Ursache.

Reichsbürger entwickeln ein quasi-religiöses Verhältnis zum Deutschen Reich, zur DDR und zur Russischen Föderation. Das gehört offenbar genauso zu ihrem Krankheitsbild wie der irrationale und schier grenzenlose Hass auf die Bundesrepublik Deutschland.

Der gebürtige Rumäne Adrian Ursache („Ich bin kein Reichsbürger!“) wollte die Verfassung der DDR sogar im Alleingang wieder in Kraft setzen. Dazu fand er jedoch niemals Zeit, zumal er ununterbrochen damit beschäftigt war, Behördenmitarbeiter pöbelnd davon zu überzeugen, dass Deutschland nach wie vor von den (West-)Alliierten besetzt sei.

Umso aggressiver er dabei agierte, umso größer wurde auch seine Anhängerschaft. Die Dummen unseres Landes lagen ihm zu Füßen; sie stimmten ihm im Internet zu, und sie kamen in Scharen zu seinen „Events“.

Vielleicht war es dieser vermeintlich gewaltige Erfolg, der Adrian Ursache zu übelsten Morddrohungen verleitete und ihn im August 2016 schließlich zu einer scharfen Waffe greifen ließ, mit der er dann auf einen Polizeibeamten feuerte. Der Polizist überlebte nur Dank glücklicher Umstände.

Adrian Ursache stand nachweislich mit einem Gesinnungsgenossen in Kontakt, der es ebenfalls auf Repräsentanten des Staates abgesehen hatte, mit dem Reichsbürger Wolfgang Plan. Dem gelang es am 19. Oktober 2016 einen SEK-Beamten tödlich zu verletzen.

Sowohl Wolfgang Plan als auch Adrian Ursache glaubten möglicherweise, dass die Mehrheit hinter ihrem Gedankengut stünde, weshalb solche Gewalttaten eine Initialzündung für eine Revolution sein könnten, die letztlich zum – von Reichsbürgern erwünschten – Untergang der Bundesrepublik führt.

Eine solche Verkennung der gesellschaftlichen Situation ist nicht allein mit jener Dummheit erklärbar, mit der Staatsleugner für gewöhnlich geschlagen sind. Stattdessen dürfte eine Wahnerkrankung im Sinne des ICD-10 vorliegen.

Auch Hanno Neustadt spricht im MDR davon, dass bei Adrian Ursache keine stringente Argumentation zu erkennen sei. Der Angeklagte habe den Gerichtssaal sogar in eine Art Tollhaus verwandelt:

„Niemand konnte sich des Eindrucks erwehren, dass es sich um einen Geistesgestörten handelt!“

Hinzuzufügen ist, dass diese offensichtliche geistige Störung mit einer massiven Eigen- und Fremdgefährdung einhergeht.

Adrian Ursache – Opfer einer Verschwörung … oder Opfer seiner eigenen Dummheit?

09/10/2017
Adrian Ursache vor Gericht

Laut NTV-Artikel sind Grundgesetz und Verfassung zwei verschiedene paar Schuhe.

Offensichtlich agiert Adrian Ursache, nach wie vor Idol der Rechsdeppen-Szene, vor Gericht nicht ganz so aggressiv wie in jenen YouTube-Videos, in denen zu sehen ist, wie er Angestellte des Staates bedrängt und beleidigt.

Der mit dunkelgrauem Anzug, Schlips und schwarzem Hemd bekleidete Angeklagte gibt sich vor Gericht selbstsicher. Während der gut dreistündigen Verhandlung am ersten Prozesstag, die der 42-Jährige komplett stehend in Fußfesseln verbringt, zitiert U. immer wieder demonstrativ aus dem Grundgesetz und der Verfassung.  Quelle NTV.

Dass er aus dem Grundgesetz und der Verfassung zitiert klingt seltsam, zumal das Grundgesetz ja die Verfassung des deutschen Staates ist. Nach Adrian Ursaches Leseart existieren jedoch mehrere „Fassungen“ des Grundgesetzes, wobei nur „jene aus dem Jahre 1949 gültig“ ist, weil sie von den Alliierten genehmigt worden sei. Dauerhaft gültig, bis in die heutige Zeit, wäre hingegen die DDR-Verfassung, weil die DDR ein liebenswertes, gerechtes und legitimes Gebilde gewesen wäre (welches im Grunde genommen sogar noch existiert, allerdings gegenwärtig nur durch Adrian Ursaches Wirken handlungsfähig ist).

Ansonsten ist Ursache nunmehr also „Opfer“. Und dass er mit der Reichsbürger-Bewegung nichts zu tun habe, werden wir bestimmt demnächst auch noch hören.