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Reichsdeppen-Horde fällt über Gerichtsvollzieher her: Presse- und Medienspiegel

28/12/2012

Das MDR-Magazin „Exakt“ berichtet über das sogenannte DPHW, das sich in SA-Manier über Recht und Gesetz stellt. Im Dezember 2012 wurde ein Gerichtsvollzieher überfallen – man wollte eine Zwangseintreibung bei einem „Kameraden“ verhindern.

Der Bericht einen kurzen Überblick über weitere Reichsspinner, die sich mit ihrem Gefasel von der „BRD GmbH“ immer tiefer in den Wahn reden. Gezeigt wird der selbstverliebte Peter Fitzek, der, angesprochen auf seine Übergriffe gegen Frauen, den Behörden offen mit seiner „Neuen deutschen Garde“ droht.

Auch die Presse berichtete über die kriminellen Aktivitäten des „DPHW“ („Deutsches Polizeihilfswerk“), wie nachfolgender Überblick zeigt. Bleibt zu hoffen, dass die Behörden und die Justiz möglichst bald aus dem Tiefschlaf erwachen und diesen illegalen Stammtischverein verbieten.

Brutaler Fall von Selbstjustiz in Sachsen: Falsche Polizei verhaftet Gerichtsvollzieher

BILD-Zeitung, 6.12.2012

Dresden – Bislang waren es gewaltfreie Nationalisten, die in ihrer Fantasie noch im Deutschen Reich lebten. Doch plötzlich nimmt der Spuk aggressive Formen an! In Bärwalde, einem Ortsteil von Radeburg, „verhafteten“ vor zwei Wochen rund 20 selbst ernannte „Polizisten“ einen Gerichtsvollzieher, der dort eine Zwangsvollstreckung durchführen wollte. „Die Personen trugen alte Polizei-Uniformen, Ausweise des Deutschen Reiches und gaben sich als ,private Polizei‘ aus“, so ein Sprecher der echten Polizei. Die wurde alarmiert und musste den Gerichtsvollzieher befreien. Quelle und weiterlesen.

Ermittlungen gegen angebliche Polizisten in Sachsen
BILD-Zeitung, 11.12.2012

Die Sonderkommission Rechtsextremismus ermittelt nach einem Angriff auf einen Gerichtsvollzieher in Bärwalde (Kreis Meißen) gegen eine Gruppe angeblicher Polizisten. «Es gibt ein Verfahren gegen mehrere Personen», sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag auf dpa-Anfrage. Quelle und weiterlesen.

Die Berliner „Tageszeitung“ weist daraufhin, dass das sächsische Innenministerium die Internet-Legastheniker nunmehr ernst nimmt:  

Eigene Polizei für „Reichsbürger“
taz, 27.12.2012

… der Vorgang erscheint ebenso skurril wie alarmierend. Als ein Gerichtsvollzieher im Namen des Amtsgerichtes Meißen eine Forderung zwangsvollstrecken wollte, empfingen ihn am Grundstück mindestens 15 Männer in blauen Fantasieuniformen des „Deutschen Polizeihilfswerks“ DPHW. […] Die Aktion lenkte schlagartig den Blick auf das DPHW, das bislang nur Insidern durch Internet-Verlautbarungen in krausem Deutsch und wirre Briefe des ehemaligen Polizeigewerkschaftsfunktionärs Volker Schöne bekannt war. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst. Das ist eine neue Qualität“, sagte Sprecher Frank Wend vom Sächsischen Innenministerium. Quelle und weiterlesen.

Die „Lausitzer Rundschau“ warnt davor, dass die Attacken der Querulanten weitergehen:

Wenn Hilfspolizisten Recht und Gesetz spielen: Sachsens Politik nach Vorfall bei Dresden alarmiert / Auch Brandenburg sieht Verbindungen in rechtsextreme Szene
Lausitzer Rundschau, 11.12.2012

In einem Örtchen in Sachsen taucht eine Gruppe in selbst gemachten Polizeiuniformen auf und nimmt einen Gerichtsvollzieher fest. Ein abstruser Fall, der eine Gruppe bisher belächelter Querulanten zum ernsten Problem macht. Zumal die seltsamen Vorfälle weitergehen. Quelle und weiterlesen.

„DAZ online“ berichtet über das Strafverfahren, dass von der Staatsanwaltschaft eingeleitet wurde:

Ermittlungen gegen angebliche Polizisten in Sachsen – Verdacht der Amtsanmaßung
DAZ Online, 11.12.2012

Dresden. Die Sonderkommission Rechtsextremismus ermittelt nach einem Angriff auf einen Gerichtsvollzieher in Bärwalde (Kreis Meißen) gegen eine Gruppe angeblicher Polizisten. […] Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen mehrere Beschuldigte wegen Amtsanmaßung und Freiheitsberaubung unter Verdacht. Quelle und weiterlesen.

Die Berliner Zeitung rechnet (im Zusammenhang mit dem Übergriff auf den Gerichtsvollzieher) gekonnt mit der schmuddligen, reichsdeutschen Szene ab:

Sie nennen sich Reichsbürger
Berliner Zeitung, 11.12.2012

Verhaltensauffällige, ergraute Männer […] Die Bundesrepublik sei nur eine Art alliiertes Geschäftsmodell, eine Firma, welche die Welt mit Gütern versorge. […] Wer so denkt, lebt in einem Paralleluniversum namens Unfug und dürfte im Küchenschrank keine Tassen mehr vorfinden. Man stellt eigene Pässe aus, eigene Führerscheine. Wer so denkt, lässt auch keinen Gerichtsvollzieher in seine Wohnung und befindet sich im permanenten Kriegszustand mit der Realität. […] Ganz so harmlos wie spinnert sind diese Leute womöglich doch nicht. […] Laut Verfassungsschützern neigen die querulatorisch veranlagten und von pseudohistorischen Wahnvorstellungen heimgesuchten Reichsbürger schlicht zu Zank und Streit. Quelle und weiterlesen.

Die „mz-web.de“ berichtet von einem mutmaßlichen Farbbeutelanschlag der Reichsdeppen:

Sachsen: Hilfspolizei nimmt das Recht in die eigene Hand
mz-web.de, 10.12.2012

„Zahlreiche führende Mitglieder der Reichsbürgerbewegung waren zuvor Funktionäre der extremen Rechten“, sagt Köditz. Und auch Johannes Lichdi von den Grünen sieht Verbindungen in diese Ecke. Er hatte gleich nach Bekanntwerden des Falls eine parlamentarische Anfrage an die sächsische Regierung gestellt, um zu ergründen, welches rechtsextreme Potenzial hinter dem „DPHW“ steckt. Die Reaktion der Szene folgte prompt. „Farbanschlag auf mein Regionalbüro in Meißen – nachdem wir rechte Attacke auf Gerichtsvollzieher öffentlich machten“, twittert Lichdi am Montag. Quelle und weiterlesen.

Die Badische Zeitung stellt die Dummheit der reichsdeutschen Spinner deutlich in den Vordergrund:

Ein Volk, ein Reich, ein Häuflein Spinner: In Sachsen machen gerade einige Leute Ärger, die glauben, es gebe die Bundesrepublik nicht / Möglicherweise gibt es eine Verbindung zur rechten Szene.
Badische Zeitung, 14.12.2012

Die „neue Qualität“ liegt darin, dass das Häuflein Spinner, das gerne Fantasieuniformen trägt, es nicht mehr dabei beließ, hin und wieder mal einen über den Durst zu trinken. Sie gehören zu einer sonderbaren Bewegung, die der Ansicht ist, dass Angela Merkel nicht regiert, dass der Bundestag den Mund halten sollte, dass die Gesetze und jeder Personalausweis und Führerschein ungültig sind. Sie nennen sich Reichsbürger, das DPHW wird in ihren Dunstkreis gerechnet. Wie viele es genau sind, weiß kein Mensch, es gibt sie in Ost- wie in Westdeutschland. Der Verfassungsschutz in Niedersachsen rechnet sie zu den Rechtsextremisten, hält sie für Sektierer und für weniger bedeutend. Quelle und weiterlesen. Quelle und weiterlesen.

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