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Kein Sex im Königreich Fitzek

18/04/2013

Folgende, vom „Bibliothekar Franz Frommheld“ erzählte Geschichte ist natürlich nicht ernst gemeint, es handelt sich um eine Groteske, um reine Satire:

der_geile_bub

Anklicken und kompletten Artikel lesen!

Völlig ernst gemeint und – zumindest in Teilen – tatsächlich passiert ist hingegen das, was sich Peter Fitzek in jener Schule geleistet hat, in der sein Sohn die 4. Klasse besucht. Fitzek fasste die Ereignisse (wie sie aus seiner Sicht stattfanden) ellenlang und voller Empörung zusammen und veröffentlichte sie auf der Homepage seiner „Neudeutschland“-Sekte.

Auch in Fitzeks Text geht es um sexuelle Aufklärung, auch bei ihm wird gestritten, gezetert und gekratzt:

Schlumpinchen

Peter Fitzek wehrte sich verzweifelt gegen eine  1,83 cm kleine Frau! 

Nachfolgend einige Zitate aus Fitzeks Artikel:

Am 5.4.2013 kam es in Wittenberg – in der Grundschule „Friedrich Engels“ – zu einem Ereignis, welches das heutige System der Entrechtung gut beweist.

Wenn ausgerechnet Peter Fitzek von Entrechtung spricht, so ist Vorsicht geboten, zumal er seine eigenen Jünger (als sie einmal nicht mehr so wollten, wie er will) in ein Zimmer einschließen ließ, um sie gegen ihren Willen einer „Gerichtsverhandlung“  zu unterziehen.

Vielleicht sollte er sich darüber informieren, was die Begriffe Freiheitsberaubung  und Selbstjustiz bedeuten.

Einige Zeit zuvor erhielt sie [die Lehrerin] jedoch von mir und meiner ehemaligen Partnerin die Anweisung, unseren Sohn aus dem Klassenzimmer oder nach Hause zu schicken. Wir waren nicht einverstanden mit dieser für uns viel zu frühen „Aufklärung“. Diese klare Anweisung wurde von der Direktorin nicht geachtet.

Dazu bestand auch kein Anlass. Der Lehrplan wird von den zuständigen Kultusministerien festgelegt, darüber hinaus gibt es die allgemeine Schulpflicht: Kinder dürfen nicht nur zur Schule gehen, sie müssen es auch! Was im Lehrplan steht, wird gelehrt! Einfluss können die Sorgeberechtigten nur in bestimmten Fällen nehmen, z. B. in Bezug auf den Religionsunterricht.

Die Mitglieder der Legislative werden vom Volk in freier und geheimer Wahl bestimmt, somit sind Schulpflicht und Lehrpläne demokratisch legitimiert. Inwiefern hier eine „Entrechtung“ bewiesen sein soll, erschließt sich wohl nur demjenigen, der intellektuell in der untersten Liga spielt.

An dem besagten Tag wollte ich mir also ansehen, was als Grundlage für den „Aufklärungsunterricht“ benutzt wird. Ich ging mit meinem Sohn vor dem Beginn der ersten Stunde in den Klassenraum und ließ mir das Buch zeigen.

Dieses Verhalten ist typisch für Fitzek: Er fühlt sich offensichtlich berufen, jederzeit und überall aufzutauchen, um seinen Standpunkt nicht nur zu vertreten, sondern ihn auch umgehend durchzusetzen. Dass er dabei andere Menschen „entrechtet“, scheint ihm aufgrund ausgeprägter Egomanie gar nicht in den Sinn zu kommen. Wie aber würde er öffentlich zetern, wenn ein Mitarbeiter einer Behörde in sein „Königreich Deutschland“ käme, um dort ungefragt Unterlagen einzusehen!

In seinem Text gibt Fitzek übrigens zu, dass er gegenüber seinen Sohn das Sorgerecht gar nicht ausüben darf. Er war also in keiner Weise legitimiert, gegenüber der Schulleitung Forderungen zu stellen, geschweige denn, ungebeten im Klassenraum zu erscheinen.

Eine der beiden Frauen stellte sich gar auf das Buch mit der Behauptung, es wäre ihr Eigentum. Die 1,83 cm große Direktorin zerrte an mir, kratzte mich im Gesicht und versuchte mich daran zu hindern, im Klassenraum das Buch anzusehen.

Da ist der „Großkampfmeister“ Fitzek wohl an eine Frau geraten, die stärker ist, als er selbst. Man kann sich bildlich vorstellen, wie er  ängstlich zurückgewichen ist, sich dabei die Hände schützend vor das Gesicht haltend. Es war wohl damals einfacher, als er eine wehrlose Mitarbeiterin des Rathauses Wittenberg am Arm packte und dabei verletzte. Soll er doch bei seinem nächsten Erscheinen in der Schule seine „Neudeutsche Garde“ mitbringen, damit diese ihn vor der Frau Direktorin beschützt!

Übrigens ist diese Direktorin, Fitzeks Maßangabe zufolge (siehe Bild oben), noch nicht einmal 2 cm groß: So eine Art Schlumpfinchen sozusagen. Peter Fitzek – ein „Staatschef“, der nicht zwischen Meter und Zentimeter unterscheiden kann…

So ein heftiges Verhalten kann wohl nur ein echtes Schuldbewusstsein auslösen.

Nach dieser „Logik“ müsste das „heftige Verhalten“, was Peter Fitzek häufig selbst an den Tag legt, ebenfalls durch Schuldgefühle ausgelöst werden: besagter Vorfall im Rathaus Wittenberg, Einsperren der eigenen Klientel, sowie Fitzeks Kontrollverluste, die von ehemaligen Sektenmitgliedern beschrieben werden.

Aber für Geld verkaufen manche Menschen wohl auch ihre Seele dem Teufel.

Und manche Leute verkaufen „Seminare“, in denen nur Lügen, Verschwörungstheorien und völkerrechtlicher Blödsinn an den Mann gebracht werden.

Zum Glück kam ich nicht allein, sondern mit Martin als Zeugen. Er nahm das Ganze auf Video auf. Ich warf ihm das Buch zu und er floh auf den Schulhof. Ich folgte ihm und wir fotografierten das Buch ab. Ich ließ einen Zettel und 50 Euro Pfand für diese Zeit dort im Regal.

Jemand, der derart kindische Albernheiten betreibt, bezeichnet sich allen Ernstes als „Oberster Souverän“ und rechnet sich Chancen aus, Beherrscher Deutschlands zu werden!? Im Übrigen hat das geschilderte Verhalten wiederum mit der eingangs erwähnen „Entrechtung“ zu tun: Menschen werden gegen ihren Willen gefilmt und deren erklärtes Privateigentum „zwangsentliehen“. Was Peter Fitzek dem Staat vorwirft, das betreibt er in Wirklichkeit selbst. Nicht der Staat entrechtet, Fitzek entrechtet!

Einem Leser des Blog „Niederrheiners“ ist noch eine weitere bemerkenswerte Widersinnigkeit aufgefallen:

gelernter_koch

Peter Fitzek tut genau das, was er anderen vorwirft!

One Comment leave one →
  1. Mahamaya permalink
    22/04/2013 15:08

    „Und manche Leute verkaufen „Seminare“, in denen nur Lügen, Verschwörungstheorien und völkerrechtlicher Blödsinn an den Mann gebracht werden.“

    Nicht nur das. In den Seminaren wird sicher auch einiges an medizinischem Blödsinn verkauft, nach allem was ich über diesen Verein weiß. Schlimm wird es, wenn dann hilfesuchende Menschen solch einen Quatsch glauben und darauf vertrauen. Wäre interessant mal juristisch zu prüfen, inwiefern gewissen „Heiler“ und „Therapeuten“ im „Königreich“ gegen das Heilpraktikergesetz vestoßen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Alternativmedizin und Naturheilkunde, im Gegenteil. Aber solche Leute bringen die Alternativmedizin in Verruf. Allerdings verstoßen die wahrscheinlich gegen so viele Gesetze, dass das Heilpraktikergesetz noch das geringste Problem ist (Stichwort: Verfassungsfeindlichkeit).

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