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Reichsdeutsche und DPHW müssen erneut schwere Niederlage einstecken

19/04/2013
Razzia_bei_reichsdeutschen

Razzia bei Reichsdeutschen – Bild anklicken um Artikel zu lesen!

Die Online-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung berichtet:

Die sächsische Polizei geht weiter gegen die selbsternannten „Reichsdeutschen“ im Freistaat vor.

Das operative Abwehrzentrum für Extremismusbekämpfung (OAZ) habe am 16.04.2013, zusammen mit Beamten des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG), mehrere Privat- und Geschäftsräume durchsucht. Es seien Beweismittel gefunden worden, die für ein laufendes Verfahren von Bedeutung sein könnten.

So beschlagnahmte das OAZ unter anderem Phantasiedokumente des „Deutschen Reichs“ und mehrere Dienstausweise des sogenannten Deutschen Polizeihilfswerks (DPHW).

Insbesondere zwei „Reichsdeutsche“, die zum Netzwerk des DPHW gehören, seien das Ziel der Operation gewesen.

Einer der beiden Männer im Fokus der Ermittler soll auch gewalttätig geworden sein. Angesichts der gefundenen Dokumente stehen die beiden Personen nun im Verdacht der Urkundenfälschung.

Dass die Angelegenheit auch in Zusammenhang mit Peter Frühwald steht, zeigt ein Blick in dessen „StaSeVe“-Blog:

Frühwald – selbst eine der skurrilsten Figuren der „reichsdeutschen“ Szene – berichtete bereits Anfang April von einem sächsischen Spediteur, bei dem die Polizei vorstellig geworden war. Es ging angeblich um eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr.

Dietmar Sch. soll die Zusammenarbeit mit der Polizei verweigert haben, und zwar mit dem Argument, dass er „exterritorial“ zum deutschen Staat stünde und deshalb nicht unter dessen Gesetzgebung falle.

Offensichtlich ist Dietmar Sch. auf Peter Frühwald hereingefallen, der seit Jahren die hanebüchene Desinformation verbreitet, dass sich jedermann in eine „staatliche Selbstverwaltung“ begeben könne. Sobald dies geschehen sei, brauche man weder Bußgelder noch sonstige Schulden begleichen. Frühwald weiß allerdings, dass das eine Lüge ist, denn er selbst zahlt kleinlaut Forderungen, wenn die Staatsmacht vor seiner Türe steht.

Die Antwort auf die Frage, warum Dietmar Sch. es ausgerechnet mit den Beamten des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) zu tun bekam, findet sich möglicherweise hier:

http://www.dpvm.de/staseve-und-die-bag.html

Offenbar hat Dietmar Sch. seine Fahrer angewiesen, grundsätzlich keine Autobahn-Maut zu entrichten. In dem langen Artikel wird folglich beschrieben, wie man mit dem BAG und der Autobahnpolizei erfolgreich Katz‘ und Maus spielt.

Hier wird deutlich, wie unsinnig sich staatliche Stellen verhalten, wenn sie  gegenüber Rechtsbrechern nicht konsequent durchgreifen. Statt den LKW-Fahrer (nachdem er sich beharrlich weigerte die Maut zu zahlen und sogar frech weiterfuhr) vorübergehend festzunehmen und sein Fahrzeug von der Autobahn zu entfernen, lässt man sich weiterhin ihm auf der Nase herumtanzen.

Der „reichsdeutsche“ Fahrer glaubt anschließend, seinen eigenen Worten nach, ein „Spiel“ gewonnen zu haben. Allerdings ist zwischen den Zeilen auch zu lesen, dass möglicherweise eine Polizistin verletzt wurde: diese sei von einem herbeigerufenem Notarzt gründlich untersucht worden. „Einer der beiden Männer im Fokus der Ermittler soll auch gewalttätig geworden sein“, schrieb die Leipziger Volkszeitung.

Bei der Durchsuchung der Privat- und Geschäftsräume des Dietmar Sch. könnte es sich also um ein Nachspiel der Ereignisse auf der Autobahn handeln. Dass ein Zusammenhang zum DPHW besteht, macht die Angelegenheit  umso prekärer: das DPHW gilt als mutmaßlich kriminelle Organisation, gegen zahlreiche Mitglieder laufen bereits Ermittlungsverfahren.

DPHW-Mitglieder, die Gerichtvollzieher überfallen und LKW-Fahrer, die keine Mautgebühren entrichten … Mit solchen Aktionen wollten die „Reichsdeutschen“ offensichtlich die Machtlosigkeit des deutschen Staates beweisen und eine Lawine ins Rollen bringen, denn in lächerlicher Verkennung der Realität nehmen diese Leute an, dass sich eine Mehrheit der Bevölkerung das Deutsche Reich oder die DDR zurückwünscht.

Tatsächlich aber zeichnet  sich nunmehr ein Fiasko für das DPHW (das es eigentlich schon nicht mehr gibt) und für die Reichsdeutschen ab.

Kein Wunder, dass Peter Frühwald auf seinem chaotisch gestalteten „StaSeVe“-Blog wie ein Rohrspatz schimpft: Raubüberfall auf Spedition

Es hilft ihm auch nichts, dass er gebetsmühlenartig Polizei und Gerichte als „Firmen“ bezeichnet: seine amateurhafte, groteske Auslegung des Völkerrechts wird dadurch nicht richtiger.

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5 Kommentare leave one →
  1. 19/04/2013 21:35

    Auch wenn es nicht zum Thema gehört (du darfst den Kommentar auch wieder löschen): Es wäre schön, wenn du den Link auf das Anti-Reichsdeppen-Forum anpassen könntest, da das alte nicht mehr verfügbar ist.
    http://reichling.xobor.de/

  2. Tofkas01 permalink
    20/04/2013 15:24

    Wenn damals wirklich eine Polizistin verletzt wurde (der Fahrer also gewalttätig wurde) ist die Polizei wahrscheinlich abgezogen um einer weiteren Eskalierung vorzubeugen. Man hatte ja offensichtlich die Personalien des Fahrers und die Daten des LKWs.

    Ich arbeite selber in der Speditionsbranche, und manchmal ist es schon witzig, was für Flitzpiepen heutzutage Fuhrunternehmer und LKW-Fahrer werden. Wahrscheinlich dürfte Unterschlagung von Mautgebühren der Hauptanklagepunkt sein (im Normalfall sind es in dieser Branche Unterschlagungen von Sozialbeiträgen).

    Ich frage mich allerdings wirklich, wie eine solche Nuss wie dieser Dietmar Sch. längerfristig unternehmerisch tätig sein kann. Der müsste eigentlich schon längst über seine eigene Naivität gestolpert sein.

  3. teobaldtiger permalink
    20/04/2013 17:43

    Oberreichsdepp Frühwald lässt sich aber nicht von solchen „Aktionen“ einschüchtern (oder er wartet darauf, selber abgeholt zu werden?). Besonders lustig ist seine Aussage, die Firma Polizei Leipzig sei da zur Durchsuchung „schwer bewaffnet“ angerückt – stellt dann aber angeblich zugespielte Bilder auf „staseve“, die ganz normale Bereitschaftspolizisten und ganz normale Mannschaftswagen zeigen, die grundsätzlich für solche Aktionen angefordert werden (vor allem wenn man begründet Angst hat, die Beschuldigten könnten gewalttätig werden – was ja hier eindeutig der Fall ist).

    http://staseve.wordpress.com/2013/04/16/kriminelle-polizeiaktion-bei-der-spedition-schneider-bilder/

    Noch eine Anmerkung zu Eurer Kritik am Verhalten der Polizei im Rahmen der „BAG Aktion“: Ich denke die Polizei hat da schon wohl überlegt gehandelt! Der Spediteur hat ja selber beschrieben, wie aggressiv er da aufgetreten ist! Da das nicht begleichen der LKW Maut nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt, war eigentlich kein Grund vorhanden, e Spediteur oder den LKW auf dem Rastplatz fest zu setzen – vokalem, weil man ja alle Daten hatte! Da hat man wohl ein defensives Vorgehen vorgezogen. Besonders weil man eine weitere Eskalation und dadurch womöglich Gefährdung Dritter (mit einem LKW kann man schon was „anstellen“) vorbeugen wollte! jetzt kommt es dafür umso „dicker“!

  4. Mahamaya permalink
    22/04/2013 14:46

    Aber all diese gemeinen Polizeiaktionen, der Firma „Polizei“ können die hartgesottenen Reichsdeppen sicher nicht erschüttern. Die warten bestimmt jeden Tag darauf, dass endlich die UFOs aus Neuschwabenland landen und mit ihnen ins innere der hohlen Erde fliegen… Schade eigentlich, wenn es keine Reichsdeppen mehr gäbe, ich hätte gar nichts mehr zu lachen…

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