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Königreich Deutschland – Abgesang auf eines der lächerlichsten Projekte der letzten Jahre

28/06/2013
krone

Ein Königreich Deutschland hat es nicht gegeben und wird es niemals geben!

Peter Fitzek spricht häufig vom „alten System“ (Bundesrepublik Deutschland) welches durch ein „neues System“ (Königreich Deutschland) abgelöst werden müsse. Abgesehen davon, dass die Bundesrepublik Deutschland geschichtlich gesehen noch blutjung ist, handelt es sich doch gerade bei der Monarchie um eines der ältesten „Systeme“ überhaupt.

Noch vor einigen Wochen verkündete Fitzek, Material veröffentlichen zu wollen, welches die Bundesrepublik Deutschland „definitiv zersetzen“ werde. Er kündigte überdies an anderer Stelle ein offensiveres Vorgehen an und stellte den baldigen Durchbruch seiner „Neudeutschen“ in Aussicht. Allesamt heiße Luft und hohle Worte: Fitzek kann bis heute keine Erfolge vorweisen – es sei denn, man betrachtet es als Erfolg, Immobilien anzumieten und sich aufgrund dessen hoch zu verschulden. Auch ist es kein besonderes Kunststück, einige Hundert Menschen von der Existenz eines „Königreichs Deutschland“ zu überzeugen. Naive Personen, die jeglichen Unfug zu glauben bereit sind, hat es schon immer gegeben.

Was es mit dem von Fitzek verwendeten Begriff „Zersetzung“ auf sich hat, lässt sich in der Wikipedia nachlesen. Das Einzige allerdings, was sich momentan zersetzt, ist sein „Neudeutschland“-Projekt. Auf der hauseigenen Homepage versuchte man eine Weile stetige Fortschritte zu suggerieren, indem man alle Nase lang „Neuigkeiten“ veröffentlichte. Aber der gegen Fitzek gerichtete Polizeieinsatz im April dieses Jahres scheint sich verheerender auf das sektenartige „Neudeutschland“-Gebilde ausgewirkt haben als allgemein angenommen.

So werden keine „Seminare“ mehr angekündigt, lediglich „Regionalstellentreffen“ für den kommenden Monat. Das zurückliegende Hochwasserunglück versuchte man noch als PR-Maßnahme auszuwerten. Fitzek-Anhänger zogen „Königreich Deutschland“-Hemden an und filmten sich beim Sandsäcke tragen. Das Ergebnis wurde bei YouTube veröffentlicht. Aber diese Aktion vermochte das Ruder nicht mehr herumzureißen. Mit „Neudeutschland“ geht es definitiv zu Ende.

Fitzek hat sich selbst ins Abseits katapultiert, indem er sich von Anfang an über die bestehende Gesellschaftsordnung stellte. Dass er dabei doch einige Anhänger um sich scharen konnte, macht das bevorstehende Desaster nicht leichter für ihn: eine Blamage wird umso größer, je mehr Publikum vorhanden ist. Zweifellos wird er die Schuld nicht bei sich, sondern im Versagen der anderen suchen.

Peter Fitzek hat nie verstanden, dass die Deutschen zwar gern schimpfen und jammern, insgesamt aber sehr zufrieden mit ihrem Staat sind – wozu sie übrigens auch allen Grund haben. Gleichzeitig ist er auf esoterisches Geschwurbel hereingefallen, wie beispielsweise jenes, dass man mit der „Kraft der Gedanken“ alles erreichen könne. Außerdem hielt er sich – völlig unverständlicherweise – für eine Lichtfigur, die dazu berufen sei, Deutschland in eine neue Zukunft zu führen.

Das konnte nur in die Hose gehen.

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3 Kommentare leave one →
  1. Gert R. Lauken permalink
    30/06/2013 12:16

    Der Hinweis auf die Regionalstellentreffen ist interessant. In Dresden fungiert als „Regionalstellenleiter“ Robert S., den man anhand der angegebenen Handynummer leicht als Inhaber eines Autorverwertungsunternehmens identifizieren kann. Zu Robert S. gibt es im Netz – aus nicht erkennbaren Gründen – eine merkwürdige und nicht durchschaubare Kampagne um eine angebliche Stasi-Tätigkeit, Insolvenz und vorgebliche Straftaten. Wirkt jedenfalls alles nicht besonders vertrauenerweckend.

    Fitzek selbst zeichnet seine Schreiben (wie das auf seiner Homepage veröffentlichte an die Bafin) neuerdings übrigens als „Peter“.

    • Susanne permalink
      30/06/2013 16:50

      „Peter“, lol. In Anlehnung an „Peter I.“? Anderseits ist eine 13-stellige(!) Telefonnummer so garnicht dem obersten Souverän würdig. Das müsste doch sowas knackiges wie „+990 1“ sein. Zu dumm, dass das souveräne Königreich von der Infrastruktur der Deutschen Telekom abhängig ist.

Trackbacks

  1. Peter Fitzek windet sich vor Strafgericht wie ein Wurm | reichsdeppenrundschau

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