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„Reichsbürgerin“ erhält Strafbefehl über 1500 EUR / Aufrufe zu schweren Straftaten im Blog „Der Honigmann sagt …“

23/07/2013

Strafbefehl

Wie es aussieht, hat „Reichsbürgerin“ Susanne K. noch einen ordentlichen Nachschlag bekommen. Das Amtsgericht Altenburg erließ einen Strafbefehl über insgesamt 1500 EUR – hinzu kommen Verfahrenskosten und Auslagen. Wahlweise kann die Strafe auch „abgesessen“ werden – hierbei würde es sich um 50 Tage Haft handeln.

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig und somit auch noch nicht vollstreckbar. Ein Scan des diesbezüglichen amtlichen Dokuments wurde im „Der Honigmann sagt…“-Blog des Ernst Köwing veröffentlicht.

Titel des Artikels:  „Susanne ist heute (18.7.) verhaftet worden…..mit Nachtrag v. 20.7.13“

Susanne K. wird vorgeworfen, während eines Verfahrens am Amtsgericht den Vorsitzenden Richter beleidigt zu haben. Der Straftatbestand der Beleidigung ist laut Wikipedia eigentlich nicht typisch dafür, einen Strafbefehl nach sich zu ziehen.

In Köwings Blog wird nach wie vor zu Spenden aufgerufen – vorgeblich, um die offenen Geldstrafen der Inhaftierten zahlen zu können. In den Kommentaren wird wie gewohnt gegen den Staat gehetzt und überdies zu Straftaten aufgerufen. So verlangte ein gewisser Werner am 19.07.2013 um 18:29 Uhr, dass „gehandelt“ werden müsse, „notfalls mit Waffen“. Und ein User, der unter dem Namen Ulrich Denninger schreibt, empfahl am 20.07.2013 um 17:10, „etwas mit einem Benzinlaster“ zu unternehmen. Er verwies dabei ausdrücklich auf ein Campingplatzunglück in Spanien, wobei es sich um das Tanklastzugunglück von Los Alfaques handeln dürfte, bei dem 217 Menschen ums Leben kamen. Insofern dürfte es sich bei Denningers Äußerung um einen strafrechtlich relevanten Aufruf zu einem Terroranschlag handeln.

Letztlich verantwortlich für derartige Leserkommentare ist Ernst Köwing. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Justiz dem friesischen Rentner nicht Einhalt gebieten kann – die Ermittlungen sollen ja seit geraumer Zeit am Laufen sein. Auch stellt sich die Frage, weshalb keine richterliche Anordnung erlassen wird, mit der Auflage, das Hetzblog „Der Honigmann sagt …“ vom Netz zu nehmen. Zurzeit wird dort eine widerwärtige Serie veröffentlicht, die den Titel „Der Landesverrat des Wiederstandes“ trägt. Darin wird hypothetisch angenommen, dass Hitler den Zweiten Weltkrieg hätte gewinnen können, wenn es keinen deutschen Widerstand gegeben hätte. Unverhohlen wird dabei ein Sieg Hitlers für wünschenswert erklärt, während hingegen die deutschen Widerstandskämpfer auf das Übelste verunglimpft werden.

Artikel aktualisiert am 24.07.2013 um 10:15 Uhr.
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13 Kommentare leave one →
  1. 23/07/2013 11:14

    Dem Imker-Blog ist zu entnehmen, dass die Deppin angeblich wegen nicht gezahlter 600 Euro für 6 Monate in der JVA bleiben darf. Wie bei den Reichsdeppen üblich, sind deren Informationen fragwürdig und lückenhaft, aber es ist davon auszugehen, dass es sich bei den 6 Monaten NICHT um eine Ersatzfreiheitsstrafe handelt. Denn 6 Mobnate entsprechen 180 Tagen. Bei 600 Euro wäre die Tagessatzhöhe 3,33 Euro. Ein solch niedriger Tagessatz kommt eigentlich nicht vor. Ich gehe also davon aus, dass wegen der Holocaustleugnung eine Bewährungsstrafe von 6 Monaten ausgeurteilt wurde. bei den 600 euro handelt es sich vermutlich um eine Bewährungsauflage. Da diese nicht erfüllt wurde, wurde die Bewährung widerrufen und die 6 Monate werden vollstreckt.

    Wie gesagt, da die Informationen nur aus Deppenhand vorliegen, handel es sich nur um eine Vermutung, aber bei der derzeitigen Informationslage ergibt alles andere keinen Sinn…

    Die Holocaustleugnung ist also (vermutlich) deutlich härter bestraft worden, als die Beleidigung….

    • 23/07/2013 11:41

      Danke für den Eintrag, das ist wirklich eine interessante und folgerichtige Überlegung! Es stimmt, es steht insofern alles auf wackligen Beinen, da fast nur Infos aus der Reichsdeppen-Szene vorliegen. Dort sagte man, dass Susanne K. auch nach einer etwaigen Zahlung der 600 EUR nicht freikäme, was dafür spricht, dass sie in Wirklichkeit wegen eines anderen Sachverhalts inhaftiert wurde. Mal sehen, vielleicht nehme ich die „Richterschelte“ wieder aus …

      • 23/07/2013 12:45

        Die Behauptung, dass sie auch bei Zahlung der 600 euro nicht rauskommt, ist einweiteres Indiz dafür, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, denn eine nachträglich gezahlte Bewährungsauflage ändert nichts am Widerruf…

      • 23/07/2013 13:48

        nö!!!!
        bitte lass die drin 🙂

        und noch was zu dieser: Richter/innen sind eigentlich überaus „geduldige“ und tolerante Wesen, bei denen schon einiges zusammenkommen muss, bis ihnen der Kragen platzt – hab ich als ehrenamtlicher Schöffe selber erlebt. Da gibt es vorher x Verwarnungen und Ermahnungen, sich im Gerichtssaal zu mässigen! Auch Beschimpfungen und „Kraftausdrücke werden von ihnen eher toleriert – es ist ja schliesslich eine besondere Situation, vor Gericht zu stehen.
        Wenn aber mal eine „rote Linie“ überschritten wird, dann wird es, wie im Fall von Frau S. um so heftiger, weil dann natürlich ALLES gesagte in das Urteil einfliesst!
        Dieses hat Frau S. mal ganz „eindrücklich“ bewiesen – vielleicht auch als „Warnung“ an andere Reichsdeppen…

        btw in den Kommentaren vom „Bienchen“ gibt es einen Bericht (finde sie leider gerade nicht), der über eine Unterlassungserklärung berichte, es bitte zu unter lassen, auf die Seiten vom Honigmännchen zu verlinken (es geht wohl um eine von den GV Partys und namentlichen Nennung der beteiligten Beamten).
        Da frage ich mich schon, was unsere Justiz so treibt: Nicht den „Verursacher“ des Beitrags zu verfolgen, sondern denjenigen, der auf ihn „verweist“??? Haben die kein Telefon oder Fax Gerät (notfalls könnte man ja eins bei den Reichsdeppen konfisziertes benutzen – dürften unterdessen ja massenhaft in der Asservatenkammer lagern 😉 )

      • 23/07/2013 15:04

        Tja, im Deutschen Reich wurde man wegen einer geklauten Tafel Schokolade hingerichtet, in der Bundesrepublik Deutschland muss man schon mindestens fünf Banken am Stück überfallen, um wenigstens mal für eine Woche ein Gefängnis von innen zu sehen. Die Deutschen mögen gewiss alles Mögliche haben, auf keinen Fall aber ein Gefühl für Gerechtigkeit …

  2. Fensterputzer permalink
    23/07/2013 18:50

    Da gibt es noch einiges mehr und es wird auch nicht bei den 6 Monaten bleiben. Die Urteile sind aus Nürtingen und Stuttgart.

    • 23/07/2013 21:57

      Mario Heinz Kiesel Romanowski befasst sich auch mit Daniel Schwarz:

    • dr. seltsam permalink
      24/07/2013 11:26

      …Von Daniel S., der möglicherweise an Wahnvorstellungen leidet, gehe aus Sicht der behandelnden Ärzte keine Gefahr für die Bevölkerung aus….

      warum sitzt der mann dann im massregelvollzug? (sa §63 stgb, §126a stpo)

      idr ist der zugang auf eine geschlossene station im massregelvollzug nur über eine schleuse möglich. dh, man muss 2 verschlossene türen überwinden und benötigt dafür 2 verschiedene schlüssel bzw. einen personalisierten rfid chip und den dazugehörigen code. oftmals ist das haus, in dem sich die stationen befinden, noch zusätzlich gesichert.

      sehr obskur das ganze…

  3. drxdsdrxds permalink
    23/07/2013 19:55

    Das der „bekloppte Imker-Blog“ überhaupt noch existiert wundert wahrscheinlich nicht nur mich. Ich finde es äußerst erfrischend diese Meldung zu lesen. Wurde wirklich Zeit. Das Internet ist KEIN rechtsfreier Raum und irgendwo ist einfach eine Grenze überschritten.

    Ich hoffe das ist nicht die letzte Erfolgsmeldung.

  4. 23/07/2013 22:52

    eigentlich sollte Frau S. sich doch gar nicht beschweren! bei der Hitze ist es in den „Knastmauern“ doch angenehm kühl! (wenn ich diesen Aspekt mal ins Spiel bringen darf 😉 )

Trackbacks

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