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Alexander Benesch über Peter Fitzek: Das Königreich Deutschland wird in Flammen untergehen!

26/07/2013

fitzek_schwer_getroffen

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Dass dieses Sprichwort zutreffend ist, erfährt Peter Fitzek zurzeit am eigenen Leib.

Mit Peter Fitzek und seinem halluzinierten „Königreich Deutschland“ geht es stetig und steil bergab. Fitzek ist schwer angeschlagen, eigentlich ist er so gut wie erledigt.

Den Kritikern der „reichsdeutschen“ Szene war seit langem klar, dass das Possenspiel des Wittenbergers nicht allzu lange andauern würde. Doch nun melden sich auch andere Stimmen zu Wort, denn wenn der Bär im Sterben liegt, macht jeder gern Jagd auf ihn. Anfang Juli verfasste der Verschwörungstheoretiker Alexander Benesch einen Kommentar zum Thema Fitzek. Ein Text, der in seiner Schärfe und Klarheit durchaus überraschend ist, denn Benesch ist eigentlich nicht für seine realistischen Situationsanalysen bekannt. Zudem zeigt der übermäßige Gebrauch des Kürzels „BRD“ welcher Fraktion er im Grunde genommen angehört. Weitere Informationen gibt dieser PSIRAM-Artikel: Infokrieg.tv

Was Benesch über Fitzek schreibt hat dennoch Hand und Fuß. Benesch ist eloquenter als Fitzek und auch wesentlich intelligenter.

Der Berufsesoteriker aus Wittenberg, der sich in einer Zeremonie zum König seines eigenen kleinen Reiches krönen ließ, machte sich im Polyester-Fake-Hermelin-Mantel selbst zum Clown […]

Peter Fitzek hat […] das Geld anderer Leute ausgegeben, das jene wohl nie wieder sehen werden. Seine gescheiterte Privatrechtsgesellschaft ist ein bizarres […] Experiment dessen Beobachter wir sein können.

(Er versuchte) […] das BRD-Recht zum eigenen Vorteil auszunutzen wo es geht, es aber zu umschiffen wo es möglich ist.

Benesch erteilt der Behauptung Fitzeks, er habe ein eigenes „Reich“ erschaffen, dessen Staatbürger er sei, eine entschiedene Absage:

Fitzek ist ein ganz normaler Bürger der Bundesrepublik Deutschland. […] aus dem Fenster zu rufen “Ich spiele da nicht mehr mit!” […] ändert nichts an der Tatsache.

Fitzeks Vereine müssen herhalten als Vehikel für allerlei großspurige Projekte, wie ein eigener Staat, eigene Krankenkasse und die eigene Bank. Selbst der Status dieser Vereine ist ein abstruses Kapitel für sich. Mit dem gewohnt kruden Kauderwelsch aus Amateur-Juristerei und Bürgerrechtsrhetorik versucht er zu erklären, dass […] (er) nur Schlupflöcher ausnutze.

Auch wird erkannt, dass es dem „Königreich Deutschland“ an der notwendigen finanziellen Konsolidierung fehlt:

Ein Staat braucht Geld – mehr als Fitzek mit seinem kleinen Esoterikladen trotz Steuerverweigerung verdienen kann. […] 

Zum Thema „Neudeutsche Gesundheitskasse“ und „Königliche Reichsbank“:

Man gibt Fitzek Geld […] und erhält im Gegenzug schwammige Leistungsversprechen […]

Fitzeks „Neudeutschland“ ist in Wirklichkeit eine „Neu-DDR“, und im Sozialismus war es üblich, Probleme nicht zu beheben, sondern sie wegzureden. Weil Fitzek ein besonders eifriger DDR-Schüler war, darf man weder ihn noch seine irrwitzigen Projekte kritisieren:

Ein Sozialismus mit Monarchie oben drüber. […] Der “oberste Souverän” hat sich […] sein kleines Reich geschaffen, in dem er seine Fantasien ausleben kann, wo ihm möglichst niemand widersprechen kann

Als es ein paar Leuten zu viel wurde, sah der impotente Souverän gar nicht mehr so souverän aus […]. Mahlende Zähne und sein Gesichtsausdruck verrieten den brodelnden Hass auf alle, die an seinem Fantasiebild rütteln. Als Reaktion rief er seine Palastwache und erklärte: “Keiner verlässt den Raum.”

Nicht nur Fitzeks despotisches Auftreten ist das Problem, sondern auch seine Unfähigkeit, die Firma „Königreich Deutschland“ gewinnbringend zu führen:

Wie schon (bei) unzählige Gurus vor ihm, entsteht kein Mehrwert, sondern es müssen immer wieder neue Leute gefunden werden, die sich überreden lassen, ihr Geld dort  (in Fitzeks Projekte) hineinzuschießen.

Kommt Fitzek der Aufforderung nicht nach (Bankbetrieb und Krankenkassenbetrieb zu schließen), werden weitere Maßnahmen der Behörden greifen […]. Strafrechtliche Maßnahmen und zivilrechtliche Klagen können Fitzek bis ans Ende seines Lebens beschäftigen.

Nun wartet also „alle Welt“ darauf, wie und wann es mit Peter Fitzek und seinen Projekten zu Ende geht. Wird der Schlussstrich im stillen Kämmerlein gezogen? Oder wird Fitzek mit den Armen auf dem Rücken, die Hände gefesselt, von einem Einsatzkommando der Polizei aus dem Gebäude gezerrt?

Er selbst jedenfalls wird, genau wie seine Anhänger, niemals die Verantwortung für das eigene Scheitern übernehmen. Alexander Benesch bringt diesen Sachverhalt treffend auf den Punkt:

Auch wenn das “Königreich Deutschland” im Flammen untergehen wird, die Verantwortlichen, Mitläufer und Zujubler werden sich keine Fehler eingestehen. Die Lehre und der Anführer werden weiter als makellos gelten, als Vorboten auf noch großartigere Dinge, als Märtyrer.

Alle zitierten Textstellen stammen von dieser Seite: 
http://recentr.com/2013/07/peter-fitzeks-realexperiment-das-scheitern-der-privatrechtsgesellschaft-konigreich-deutschland
9 Kommentare leave one →
  1. 26/07/2013 11:03

    Ich kann mir sogar jetzt schon die Antwort von Peterchen ungefaehr ausmalen:

    „Ich habe Herrn Benesch ein Angebot gemacht,…..
    Er hat jetzt die Entscheidung in seiner Hand! Frieden oder
    Krieg!

    Er wird entweder dieses Angebot akzeptieren und den Deutschen
    jetzt endlich die Freiheit geben, oder wir werden diese Freiheit
    uns selbst holen! …

    Und so bitte ich dich, mein deutsches Volk:

    Tritt jetzt hinter mich, Mann für Mann, Frau um Frau!

    In dieser Stunde wollen wir alle einen gemeinsamen Willen fassen,
    Er soll stärker sein als jede Not und als jede Gefahr.

    Und wenn dieser Wille stärker ist als Not und Gefahr, dann wird
    er Not und Gefahr einst brechen.

    Wir sind entschlossen !

    Herr Benesch mag jetzt wählen !“

    Quelle: http://www.ns-archiv.de/krieg/1938/tschechoslowakei/wollen-keine-tschechen.php

    • 26/07/2013 11:21

      Eigentlich könnten die Wettbüros nun Wetten darüber annehmen, wann man Fitzek festnehmen lassen wird. Er hat doch allen Ernstes über seinen bisherigen, illegalen Saftladen „Engelswelten“ den Schriftzug „Königliche Reichsbank“ anbringen lassen:

      Wandschmierereien in der Lutherstadt Wittenberg

      Dummheit? Größenwahn? Provokation?

      Vermutlich alles zusammen … Denke, die BaFin wird nun eine einstweilige Verfügung erwirken und dem Spuk ein Ende bereiten. Irgendwann muss ja mal Schluss mit lustig sein.

      • 26/07/2013 13:14

        Woher hat der Fitzek eigentlich die Knete und die Anhänger? Ich meine, ernsthaft jetzt. Wenn zu mir einer kommen würde und sagen würde, er sei der oberste Souverän eines ausgedachten Königreiches, ich würde ihm nicht mein Erspartes geben, soviel steht fest.
        Wie schafft er es, Leute aufzutreiben, die das machen?

      • 26/07/2013 14:23

        Laut des berühmten „Keiner verlässt den Raum!“-Videos hat er gar keine Knete sondern lediglich einen Haufen Schulden, fast 600 000 EUR. Somit läuft alles, was er treibt, auf Pump, und wenn nicht bald tüchtig Kohle in den Laden kommt, dann bricht alles zusammen wie ein Kartenhaus.

        Deswegen hampelt er ja so wild mit seiner „Königlichen Reichsbank“ rum, weil er mit den zu erwartenden Spareinlagen (noch soll es gar keine geben) seine blödsinnige „Mission“ fortsetzen will. Er glaubt ja allen Ernstes, ausgerechnet die Deutschen seien ein auserwähltes Volk und er wiederum von Gott dazu erkoren, Deutschland zu Glanz und Gloria zu führen.

        Warum manche Typen, obwohl sie nur dummes Zeug labern, eine beachtliche Anzahl von Anhängern vorweisen können, ist wohl nur sozialpsychologisch zu erklären. Siehe auch hier:

        Charles Mansons Philosophie gründete auf einer rassistischen Denkweise, nur Weiße waren als Mitglieder erwünscht. Obwohl Manson verkündete, dass Frauen keine Seelen hätten und lediglich als Dienerinnen des Mannes eine Daseinsberechtigung besäßen, waren es besonders die weiblichen Mitglieder der Gruppierung, die immer wieder neue Bewerberinnen anlockten. Teilweise war der Andrang so groß, dass Manson per Los entschied, wer bleiben durfte oder zu gehen hatte.

      • 30/07/2013 21:37

        falls die Bafin doch keinen Spass verstehen sollte – hätte da eine „Alternative“:
        http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQFp2gswecmxCfTGOXlBPrdismi1jS8SSYshuOSO9fESFsK5_ClZcsw0uM

  2. Karl-Heinz permalink
    27/07/2013 15:44

    Benesch kenne ich erst seit einpaar Jahren und schätze seine guten Analysen durchaus. Man muss ihn ja auch nicht gleich auf allen Händen tragen, denn bei einigen Punkten was seine Weltanschauung betrifft bin ich nicht seiner Meinung.
    Den „Psiram“-Artikel habe ich mir auch mal durchgelesen. Entweder steht dort sehr viel Blödsinn, oder er hat sich wirklich sehr geändert. Also er ist derzeit das komplette Gegenteil von Rechts und Esoterik. Die AZK hatte er in einer Sendung sogar auch sehr kritisiert. Mittlerweile hasst ihn sogar schon die ganze Esoterikerszene, weil er ziemlich stark die Esoterik kritisiert.
    Kritische Artikel hatte er übrigens schon mehrere über die Reichsideologen geschrieben und in seinen Sendungen angesprochen.
    Benesch zählt sich zu den „Libertären“ und ist somit klar gegen Rechts, aber auch gegen Links(z.B. Stalin-Kommunismus). Ich glaube deswegen versuchen ihn einige Linke in die Neonazi-Ecke zu schieben, weil sie ungern kritisiert werden.

    • kugelschreiber permalink
      12/03/2014 16:46

      Da muss ich dir definitiv zustimmen. Alex Benesch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass permanent versucht seinen Lesern/Zuhörern ein akkurates aktuelles Weltbild zu liefern. Letzten Endes ist er aber ein Menschen und somit nicht unfehlbar. Im Gegensatz zu vielen anderen ist er aber einer, der Irrtümer zugeben kann. Das war vor sieben Jahren noch nicht so. Er hatte sich allerdings ziemlich schnell von diesem AZK-Mist distanziert. Man wird eben auch reifer. Auch hat er seit Jahren nichts mehr mit Nicolas Hofer zu tun.

      http://recentr.com/2013/12/wie-lug-und-betrug-in-den-alternativen-medien-wirklich-funktioniert/ hier wird sich unter anderem zu Nicolas Hofer, der AZK oder Rima Laibow geäußert.

  3. Übersetzungsarbeiten für das Königreich Deutschland permalink
    29/07/2013 21:57

    http://www.neudeutschland.org/index.php/news/items/uebersetzungsarbeiten-fuer-das-koenigreich-deutschland.html

    leben auf einem anderen Stern. Peinlich. Wozu er sich überhaupt solche Mühe macht, als künftiger Herrscher der Welt sprechen doch danach alle Deutsch.

    König Herr Peter Fitzek ist also von der NWO

  4. echt? permalink
    05/09/2013 19:19

    Meine Wette: Am 11.09.2013 wird Feuer und Schwert auf Wittenberg nieder prasseln. Da soll die Reichsbank eröffnen „komme was wolle“. Ein wichtiges Datum – geschaffen für den Endsieg des Imperators.

    Bewudert echt?

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