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Mario Romanowski im NSL-Forum unerwünscht

02/08/2013

Zwischen dem NSL-Forum und der NSU-Bande besteht durchaus ein Unterschied: NSL bedeutet Neuschwabenland und NSU Nationalsozialistischer Untergrund.

Allerdings gibt es auch Gemeinsamkeiten. Im NSL-Forum begrüßt man sich schon mal mit „Heil!“ oder spricht von „…unserem Führer Adolf Hitler“ – bei den NSU-Mordgesellen dürfte das gewiss nicht anders gewesen sein.

Neben Dr. Axel Stoll ist ein gewisser Peter Schmidt der Obermacker des  NSL-Forums. Ein feister Mann im gesetzten Alter, der fest davon überzeugt ist, dass es einen geheimnisvollen Ort namens Neuschwabenland gibt – dorthin hätten sich die von ihm bewunderten Nazitruppen zurückzogen, nachdem die Alliierten sich erdreistet hatten, den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Die Wehrmacht bastele seitdem an Reichsflugscheiben und anderen Wurfgeschossen – sogar Adolf der Bekloppte könnte noch am Leben sein. Das jedenfalls hofft und glaubt Peter Schmidt.

Er hofft und glaubt jedoch nicht allein: In unregelmäßigen Abständen trifft er sich mit Gleichgesinnten – da hocken dann  6 bis 11 Gestalten in wechselnden Lokalitäten, um den eigenen Wahnvorstellungen zu frönen. Und dank Mario Romanowski, dem Anchorman des NSL-Forums, kann jedermann einen Blick in diese bizarren Veranstaltungen werfen. Zu Mario Romanowski muss man nicht viel sagen.  Er ist aufgrund seiner YouTube-Videos bekannt wie ein bunter Hund, gilt mithin als Schießbudenfigur der Reichsdeppen-Szene. Lange Zeit lief er wie ein braver Dackel neben Schmidt und Stoll her, doch nun erhielt er einen Dämpfer.

In einem – inzwischen gelöschten – Clip teilte er mit, dass er von einem „Scheinkameraden“ als „Feind des deutschen Volkes“ bezeichnet wurde. Das NSL-Forum soll nun kommerziell vermarktet werden, und er, Mario Romanowski, sei daher aufs Abstellgleis geschoben worden. Seine Filmerei sei nicht mehr erwünscht. Man darf getrost vermuten, dass es sich bei dem „Scheinkameraden“ um Peter Schmidt handelt. Und der mag ja an allen möglichen Unfug glauben, aber nicht daran, dass man die NSL-Treffen kommerziell auswerten kann.  Schmidt könnte Romanowksi aus einem anderen Grund auf dem Kieker haben.

Am 12. Juli 2013 las Schmidt aus einem selbstverfassten Manuskript vor, in welchem er behauptete, dass MultiKulti am Ende sei.  Es sei Schluss damit, die …

… Vermischung mit Ausländern aus aller Welt, z. B. mit Menschen aus Asien und aus Schwarzafrika zu befürworten, zu fördern und zu erwarten.

Schmidts Äußerung war nicht nur vom Inhalt her widerlich. Wusste er doch genau, dass Romanowski, der neben ihm saß und alles mitfilmte, mit einer Frau liiert ist, die aus der Äußeren Mongolei stammt. Mehr noch – die beiden haben gemeinsame Kinder, zwei heranwachsende junge Mädchen. Schmidt brachte Mario Romanowski somit bewusst in eine unmögliche Situation. Doch der war einfach zu tumb, um die Kränkung überhaupt zu realisieren. Reichsbürgern mangelt es nicht nur erheblich an Intelligenz, in ihren Kreisen herrscht zudem eine Ehrlosigkeit, die auch vor den eigenen Pappkameraden nicht Halt macht.

Artikel aktualisiert am 17.12.2013
18 Kommentare leave one →
  1. noldor9 permalink
    02/08/2013 16:48

    „Da hocken dann 6 bis 11 Gestalten in wechselnden Lokalitäten, um den eigenen Wahnvorstellungen zu frönen.“

    Es ist ja noch nicht solange her, seit die Gestalten die Lokalitäten wechseln durften. 🙂

    Aber die Wahnvorstellungen wechseln nicht.

    • 02/08/2013 17:51

      Die hängen doch jetzt immer beim Inder, oder einem anderen exotischen Restaurant, rum … Ob das nach Schmidts Definition nicht auch eine unzulässige „Vermischung“ ist?

  2. 02/08/2013 17:50

    Na, ich weiß nicht. Das ist sicher eine Mischung (höhö), aus vielen Gründen. Den finanziellen Aspekt würde ich nicht ganz ausschließen wollen. Immerhin hat Schmidt auch den Vortrag „Wo Schachtschneider irrt“ nicht auf YouTube hochgeladen, sondern separat als Reichskompaktscheibe verkauft.
    Sollte Schmidt tatsächlich harte Reichsmark für die Aufzeichnungen haben wollen, kann man das NSLF getrost als tot bezeichnen. Und das ist ja auch, so unterhaltsam es war, nichts wirklich schlechtes. 😉

    • 02/08/2013 18:03

      Ich dachte, da zahlt man mit abgestandenem Warsteiner. 😉 Ansonsten sehen die Verdienstmöglichkeiten da ja nicht so dolle aus. Betrug Marios Jahreshöchstumsatz, als er weinerlich um Spenden bettelte, nicht gerade mal 11,43 EURONEN?

      • 02/08/2013 21:08

        Mario hat da kaum was verdient, das stimmt. Mario hat selbst schonmal versucht, die NSL-Treffen auf DVD zu verkaufen. Ging natürlich nach hinten los, er hatte einen zahlenden Kunden, wenn ich mich recht entsinne. Ich weiß allerdings nicht, ob er die 80€ wiederbekommen hat, die mal ein Troll von seinem Konto der Berliner Tafel gespendet hat. 😉
        Den Schachtschneider-Vortrag hat Schmidt auch von jemand anderem aufzeichnen lassen, nicht von Mario. Das war der erste (mir bekannte) Abend, wo Mario ausgeladen wurde. Wo Schmidt den Vortrag vertreibt und was die Scheibe kostet, weiß ich allerdings nicht.

    • 02/08/2013 19:26

      „Reichskompaktscheibe“ ist gut 😉

  3. 02/08/2013 19:29

    Aber ich habe an eine andere Motivation gedacht:
    Eventuell stört den Schmidt mittlerweile, dass durch Mario das ganze NSL-Forum ins Lächerliche gezogen wird. Das wäre zwar auch ohne Mario lächerlich, aber das weiß der Schmidt ja nicht.

    • 02/08/2013 23:05

      Ich glaube auch, dass Schmidt von Marios Gequatsche genervt ist. Der hört sich lieber selber reden.
      Sicherlich ist einigen von euch dieser YT-Kanal bekannt: https://www.youtube.com/user/NSLForumDeutschland dort werden in HD (teilweise ziemlich professionell zusammengeschnitten) zwei NSL-Treffen gezeigt.

    • 02/08/2013 23:12

      @ NDR: Stimmt, das könnte ebenfalls ein Motiv sein. Mir war zuvor aufgefallen, dass Mario im Video erwähnt, er sei nicht nur als Feind sondern auch als „Verräter am deutschen Volk“ bezeichnet worden, ohne jedoch zu erläutern, worin denn dieser Verrat genau bestehen soll. Daher fand ich die Erklärung mit der „Rassenvermischung“, die Schmidt ja konsequent ablehnt, recht naheliegend. Wie dem auch sei: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Mit etwas „Glück“ können wir Mario und Peter vielleicht schon bald wieder in solch inbrünstiger Eintracht wie einst Honecker und Breschnew erleben:

      Mario und Peter

      • 02/08/2013 23:15

        Ich bezweifle, dass deren Versöhnung so sinnlich abläuft wie auf dem Bild zu sehen. 😉

      • 02/08/2013 23:27

        Hauptsache, ein etwaiger Kuss zwischen Mario und Peter wird nicht als Foto oder gar Video veröffentlicht. Solche Aufnahmen könnten die Bundesrepublik Deutschland tatsächlich in ihren Grundfesten erschüttern … 🙂

      • 03/08/2013 15:35

        Ich finde die These auch ziemlich genial. Ist mir z.B. gar nicht aufgefallen, das mit der „Vermischung mit Asiaten“. Das war bestimmt an Marios Adresse gerichtet.

  4. TOFKAS01 permalink
    04/08/2013 12:43

    Kleine egomanische Spinner unter sich. Ich glaube solche Stories kann man in jeder Saufbrüderrunde früher oder später erleben.

  5. Olli permalink
    05/08/2013 01:16

    Ich bezweifel das der Stümmelkamerad Schmidt den Schwachsinn glaubt den er erzählt,der Mario glaubt allerdings alles.
    Aber Mario sagte doch schon mal vor paar Wochen das er nicht mehr Filmen darf.

    Das Multikulti am Ende ist haben aber übrigens auch Merkel,Cameron und Sarkozy gesagt.

    • 05/08/2013 09:08

      >Das Multikulti am Ende ist haben aber übrigens auch Merkel,Cameron und Sarkozy gesagt.<

      Ich weiß jetzt nicht, auf welche Zitate Du Dich da beziehst, aber das Recht eines jeden Menschen, mit einem Partner seiner Wahl, egal welcher Herkunft und Nationalität, zu leben, hat gewiss keine der genannten Personen bestritten. Schmidtchen Schleicher ist es, der ein dieses Recht in Frage stellt.

    • 05/08/2013 13:43

      Ich denke, wenn ein bekennender Nationalsozialist in der Reichshauptstadt Berlin mit einer Frau aus der Mongolei staatlich subventioniert gegen die Bundesrepublik hetzen kann, geht es Multikulti blendend.

  6. 05/08/2013 08:06

    Wenn die ihre Treffen vermarkten wollen, sollten die es mal bei Comedy Central versuchen, da gehören solche Witzveranstaltungen nämlich hin – muss man wissen!

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