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Infam! Reichsbürger gründen „jüdische Gemeinde“, um Zwangsversteigerung zu entgehen…

13/09/2013

Die „Sächsische Zeitung“ berichtete am 12.09.2013 über einen zur Zwangsversteigerung anstehenden Bauernhof. Interessant ist der Hinweis auf den Namen des Eigentümers der Immobilie:

Im Kreis Meißen verübten als Polizisten verkleidete Reichsbürger am 23. November vergangenen Jahres einen Anschlag auf einen Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtes Meißen. Als dieser auf dem morgen zur Versteigerung anstehenden Hof in Bärwalde zur Zwangsvollstreckung schritt, wurde er von falschen Polizisten festgenommen. Diese bezeichnen sich selbst als Deutsches Polizeihilfswerk (DPHW). Zu den Gründern des DPHW gehört der Besitzer des Bärwalder Bauernhofs Volker Schöne.

Einer weiteren Meldung der Zeitung zufolge wurde Schönes Bauernhof kurz vor der Versteigerung an eine „Jüdischen Gemeinde Esau“ vermietet, die „zufälligerweise“ ebenfalls im Radeburger Ortsteil Bärwalde ansässig ist. Bei dieser Gemeinde handelt es sich ganz offensichtlich um ein infames Fake, das dazu dienen soll, Schuldner vor Zwangsversteigerungen zu schützen:

Der Radeburger Verein sei allerdings in Dresden bekannt. Nach Angaben von Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, ermittelt der Staatsschutz in diesem Fall.

Der Verein, der zweifellos von Reichsbürgern betrieben wird, tritt lediglich in Erscheinung, wenn es darum geht, die Interessen von Reichsbürgern zu schützen:

Bekannt geworden war die Existenz des Vereins Esau bei einer Zwangsversteigerung am Donnerstag in Dresden. Dabei stand der Bärwalder Bauernhof des Reichsbürgers Volker Schöne zum Angebot. Schöne ist gleichzeitig Gründer des sogenannten Deutschen Polizeihilfswerks, das sich als ausführender Arm der Reichsbürger-Bewegung versteht. Die Extremisten lehnen die deutsche Gerichtsbarkeit ab und akzeptieren deren Beschlüsse sowie Urteile nicht. Oft geht es darum, Zwangsvollstreckungen zu umgehen.

Auch in Radeburg sollte mit der Vermietung des Bauernhofes an einen zuvor von Reichsbürgern gegründeten angeblich jüdischen Verein offenbar die Zwangsversteigerung verhindert werden.

Erneut zeigt sich, von welch krimineller Energie die Anhänger des gescheiterten DPHWs angetrieben werden. Da Reichsbürger grundsätzlich antisemitisch motiviert sind, ist es besonders verwerflich, dass sie sich nunmehr als Juden ausgeben, um nicht für die eigenen Fehler geradestehen zu müssen.

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8 Kommentare leave one →
  1. gompf permalink
    14/09/2013 03:25

    Recht perfides Eigentor; wird wohl damit gerechtfertigt werden, dass man sich vor der Gerichtsbarkeit „gut stellen“ wollte da „die Juden“ hier ja freie Hand haben.
    Bedeutet auch nur, dass denen die Sache schon vorher nicht ganz koscher war, obwohl „wir“ denen doch eh nichts können…:ROFL
    Zum Glück tut sich jetzt was, mein „Typ“ hat auch bald einen Termin, wurde vorverlegt.
    „Der Zweifler“ hat schon ne Tüte Chips gekauft und freut sich auf ganz großes Kino 😉

  2. Paul Spätfeld permalink
    14/09/2013 15:30

    Es wird immer bizarrer.

  3. Patrick Lassan permalink
    14/09/2013 17:32

    Bizarr ist schon die Vorstellung, eine Zwangsversteigerung abwenden zu können, indem man das Gebäude an wen auch immer vermietet. Interessant wird es, wenn derjenige, der das Haus ersteigert hat, dann Miete von dieser ‚jüdischen Gemeinde‘ verlangt.

  4. Jan W. permalink
    14/09/2013 18:05

    Die Info, dass Schöne selbst der Bauernhof gehört, war mir neu. Aber es war ja zu ahnen, dass der Zahlungsunwillige zum engeren Kreis der Bande gehören musste.
    Gibt es eigentlich irgendeinen Hinweis darauf, dass die Pseudo-Polizei auch nur ansatzweise ihrer behaupteten Tätigkeit jenseits der Reichsdeppenideologie nachgegangen ist?

    Das mit der „Gemeinde“ ist wirklich eine der übelsten Dreistigkeiten seit Kanthers „jüdischen Vermächtnissen“: dahinter steckt doch die Vorstellung, Juden ließe man alles durchgehen. Schöne und Co. scheinen diese Kernthesen des Antisemitismus wirklich verinnerlicht zu haben.

    • cundar permalink
      16/09/2013 19:56

      „… dahinter steckt doch die Vorstellung, Juden ließe man alles durchgehen. Schöne und Co. scheinen diese Kernthesen des Antisemitismus wirklich verinnerlicht zu haben.“ So wie ich die einschätze, fanden die das wahrscheinlich auch unglaublich lustig: „Jetzt schlagen wir den Juden mit seinen eigenen Waffen, harharhar.“ *Würg*

      • 16/09/2013 23:35

        Gut auf den Punkt gebracht. Exakt das dürfte es sein, was sich Schöne und seine Bande bei dieser widerwärtigen Aktion gedacht haben.

    • TOFKAS01 permalink
      17/09/2013 20:09

      „Gibt es eigentlich irgendeinen Hinweis darauf, dass die Pseudo-Polizei auch nur ansatzweise ihrer behaupteten Tätigkeit jenseits der Reichsdeppenideologie nachgegangen ist?“

      Kurze Antwort: Nein, gibt es nicht. Es gab noch nicht einmal irgendwelche Tätigkeiten außerhalb der „Gerichtsvolzieher-überfallen-Schiene“. Wenn sie wenigstens mal nachts Streife in der U-Bahn gelaufen oder nachts an den Drogenpunkten gesichtet worden wären hätte man ihnen wenigstens Mut zubilligen können. Aber selbst da war nichts nachweisbares vorhanden.

  5. noldor9 permalink
    14/09/2013 19:06

    http://www.sz-online.de/nachrichten/juedische-gemeinde-distanziert-sich-von-baerwalder-verein-2663289.html

    Esau-Sprecher Thomas Uwe Wetzig aus Freital gehöre nicht zur Dresdner Gemeinde, teilte gestern Verwaltungsleiterin Johanna Stoll mit.

    Schon wieder so ein „Unternehmensberater“?

    http://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/01705/3070343139/UWE_WETZIG_UNTERNEHMENSBERATUNG.html

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