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Ehemaliges Führungsmitglied der „Republik Freies Deutschland“ wird mit Haftbefehl gesucht

09/10/2013
Haftbefehl_Kathrin_K.

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Gerade erst berichtete dieses Blog über Kathrin K., Detlev Hegeler und Peter Frühwald … und über die Schlammschlacht, die sich die drei lieferten.

Von Bedrohung, Sachbeschädigung und von (wie in der Reichsbürger-Szene üblich) Zechprellerei war die Rede. Kathrin K., sich mit ihren Kindern augenscheinlich im Frauenhaus befindend, stellte sich in einem Interview mit Detlev Hegeler („WakeNews) als argloses Opfer dar:

Peter Frühwald, „Präsident“ des Ulk-Staates Freies Deutschland, hätte sie quasi gegen ihren Willen zu seiner Stellvertreterin ernannt. Doch bald gab es (wie ebenfalls in der Reichsbürger-Szene üblich) Streit, und spätestens ab September 2012 sei Kathrin K. auf der Flucht vor der Frühwald-Clique gewesen. Detlev Hegeler rief deshalb in seinem Videoclip zu Spenden für Kathrin K. auf, so als gäbe es in Deutschland keine Sozialämter und Jobcenter. Von Kathrin K. hörte man danach nicht mehr viel – außer ihrer eigenwilligen Erkenntnis auf Facebook, dass sie eigentlich eine Indianerin sei.

Gestern, am 8. Oktober 2013, erschien auf dem Nachrichtenportal der Thüringer Allgemeine/Thüringer Landeszeitung jedoch ein aufschlussreicher Artikel. Es geht unter anderem um eine Frau, die offenbar bis ins Jahr 2007 hinein als Buchhalterin in der Solarbranche tätig gewesen war. Hierbei sei es zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen, was nun zu einem Strafverfahren vor dem Amtsgericht Gera geführt hat.

Angeklagt waren bzw. sind der ehemalige Geschäftsführer des Solarunternehmens sowie die Buchhalterin:

Auf dem Geschäftskonto lag nicht mehr die eine Million Euro, die als Sicherheit für einen Solarpark auf einer Mülldeponie dienen sollte, sondern nur noch 5,43 Euro […] Erst auf Nachfrage räumte er ein, dass jene Buchhalterin und Mitgesellschafterin seine Frau war. In der Firmenbilanz tauchen Weinbestellungen über mehrere Tausend Euro auf. Auch sonst lebte sie auf großem Fuß.

Die angeklagte Ex-Buchhalterin erschien allerdings nicht zum Termin:

Eingetroffen war inzwischen eine Entschuldigung der Angeklagten. […] Die Frau schreibt, sie werde massiv von der rechten Organisation „Republik Freies Deutschland“ bedroht und beantrage Zeugenschutz. Ihre Kinder hätten einen Tötungsversuch mit ansehen müssen. Sie könne helfen, Subventionsbetrug im großen Stil aufzuklären und habe eine externe Festplatte mit brisanten Daten „in sicheren Händen“, heißt es.

Auch auf die Videos, die ein gewisser „Fridolin Freiheit“ bei YouTube veröffentlichte, wird eingegangen:

In Saalfeld hingegen wird sich erzählt, dass die Angeklagte selbst als Außenministerin der Reichsbürger auftrat und in Saus und Braus lebte. Zudem existieren Videos im Internet, dass die Frau als Zechprellerin im heimischen Hotel- und Gaststättengewerbe aufgefallen sein soll.

Gegen die ehemalige Buchhalterin und „Außenministerin des Freien Deutschland“ liegt nunmehr ein Haftbefehl vor:

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Hollandmoritz jedenfalls stellte einen Haftbefehl aus. „Die Begründung für das Nichterscheinen kam zu spät und ist nicht ausreichend“, sagte er.

Quelle aller zitierten Stellen: 
otz.de - Betrug mit Scheinrechnungen: Ex-Buchhalterin aus Saalfeld wird nun per Haftbefehl gesucht
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