Skip to content

Kriminelle Reichsbürger: Messer als Argumentationshilfe

07/11/2013
Moz_reichis1

Bild anklicken, um den Artikel der Märkischen Oderzeitung zu lesen!

Das mutmaßlich kriminelle „Deutsche Polizeihilfswerk“ scheiterte nach kurzer, erfolgloser Existenz, und aus Verzweiflung darüber wurden die ehemaligen Bandenmitglieder auf der DPHW-Homepage aufgefordert, nunmehr auf eigene Faust Straftaten zu begehen.

Ein Ex-DPHWler nahm den Appell offenbar für bare Münze. Die Märkische Oderzeitung berichtete heute:

Immer häufiger werden Behörden in Brandenburg von sogenannten Reichsbürgern belästigt und bedroht. Bei einer Veranstaltung in Beeskow (Oder-Spree) schulte der Verfassungsschutz die Beamten im Umgang mit den dubiosen, oft rechtsextremen Gruppierungen.

Michael Rose fasst die Begegnung mit einem besonders aggressiv auftretenden Reichsbürger in einem Satz zusammen: „Es war gruselig“, sagt der Leiter des Straßenverkehrsamtes im Kreis Oder-Spree. Der Mann habe sich als Mitglied des „Deutschen Polizeihilfswerks“ ausgewiesen, legte ein Messer auf den Schreibtisch und ließ seinen Hund durch das Büro laufen.

Rose rief sofort die Polizei, der Besucher erhielt eine Anzeige.

Die Zeitung definiert kurz, um was für eine Personengruppe es sich bei den Reichsbürgern handelt:

„Die lähmen unsere Verwaltung, akzeptieren keine Bußgeldbescheide“ […] Sie alle eint die krude Auffassung, die Bundesrepublik Deutschland sei kein rechtmäßiger Staat. Und sie glauben an den Fortbestand des Deutschen Reiches.

Auch auf das heimliche Mitfilmen von Gesprächen, mittlerweile ein „Hobby“ innerhalb der Reichsdeppen-Szene, wird eingegangen:

Ein Reichsbürger wollte einen Staatsanwalt mit versteckter Kamera filmen. Gegen ihn läuft derzeit ein Strafverfahren.

Sonnenstaatland.com, Reichling’s Blog, die Reichsdeppenrundschau und andere Blogs weisen seit längerem darauf hin, dass die sogenannten Reichsbürger fast immer in rechtsextremistische Kreise involviert sind. Der Artikel der Märkischen Oderzeitung bestätigt diese Einschätzung:

Zudem ist nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes häufig die Nähe zu rechtsextremem Gedankengut erkennbar. […] „Viele äußern unverblümt antisemitisches und volksverhetzendes Gedankengut“ […] Immer häufiger würden auch Bezüge zur Neonazi-Szene festgestellt. Drohbriefe einer in Brandenburg aktiven „Reichsbewegung“ erhielten jüdische und islamische Gemeinschaften.

Der Verfassungsschutz vermutet, dass es in Brandenburg 100 Reichsbürger gibt – Tendenz steigend. Dennoch scheint man sich effektiv gegen die braunen Wirrköpfe schützen zu können:

Die Kreisverwaltung Oder-Spree will die Verlautbarungen nicht länger hinnehmen. „Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie“, sagt Dezernent Rolf Lindemann. Reichsbürger erhielten keine Antwort mehr auf ihre Post sowie Hausverbote in den Ämtern. „Seitdem ist Ruhe.“

Die Zeitung veröffentlichte zudem einen Kommentar zum Thema, verfasst von Henning Kraudzun:

Moz_reichis2

Bild anklicken, um den Kommentar zu lesen!

No comments yet

Systemkonforme Meinung abgeben:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s