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Volksbetrug.net von Vergangenheit eingeholt

26/01/2014
demo_nazi

Ähnlich hübsch frisiert wie dieser junge Mann nahm auch Alexander Singendonk aka „Ironleafs“ an einer Neonazi-Demo teil

Einen interessanten Fund machten vor kurzem die Kollegen von Sonnenstaatland.

Eine ZDF-Reporterin interviewte im Dezember 2003 einige Teilnehmer einer Neonazi-Demo. Die Befragten, die erwartungsgemäß wenig intelligent wirkten, machten keinen Hehl aus ihrem Hass auf Juden. Plötzlich sprang ein hysterisch wirkender junger Mann ins Bild. Er trug eine Armbinde mit der Aufschrift „Ordner“, verbot seinen „Kameraden“ den Mund („Seid ihr nicht ganz dicht?!“) und attackierte gleichzeitig das ZDF-Team. Bei diesem jungen Mann, und das ist das Interessante, handelt es sich um Alexander Singendonk, ein hochaktiver Reichsbürger, der aktuell die Nicks „Eisenblatt“ und „Ironleafs“ verwendet. Er betreibt ein Blog, einen YouTube-Kanal und ist mitverantwortlich für das „Volksbetrug“-Forum, das sich innerhalb der Reichsbürger-Szene einer gewissen Beliebtheit erfreut.

Alexander S. bezeichnet jeden, der ihn kritisiert, als „Nazi“, und die Bundesrepublik Deutschland sei ein „Nazi-Staat. Und das, obgleich sein eigenes Blog als auch das von ihm mitbetreute Volksbetrug-Forum nur so vor rechtsradikalen Inhalten strotzen. Auch durch den ZDF-Bericht wird die perfide Heuchelei des Alexander S. deutlich. Bei der Organisation, für die er sich damals so ins Zeug legte, handelte es sich um die „Berliner Alternative Süd-Ost (BASO)“, die im Jahr 2005 wegen „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ verboten wurde.

Alexander Singendonk, davon ist auszugehen, war fanatischer Anhänger der Neonazi-Truppe. Allein sein Auftritt in dem ZDF-Bericht zeigt, dass er sich hundertprozentig mit der „BASO“ identifizierte – eine kriminelle Bande, die nicht nur dem Nationalsozialismus nahe stand, sondern auch der SA nacheiferte, indem sie den Straßenkampf suchte und rassistische Gewalttaten verübte:

Mitglieder der Gruppe waren in den vergangenen zwei Jahren immer wieder an Übergriffen gegen MigrantInnen und Linke beteiligt. So schlug ein Mitglied der BASO einen vietnamesischen Imbissbesitzer krankenhausreif; andere Mitglieder „verzierten“ einen leerstehenden Bunker über und über mit Hakenkreuzen und nutzten ihn als Treffpunkt. Außerdem nahmen sie immer wieder auch an Aktionen von anderen Berliner Neonazigruppen teil. Gute Kontakte bestanden vor allem zur Kameradschaft Tor und zum Märkischen Heimatschutz (MHS). Quelle: apabiz.de

Alexander Singendonk hat sein Wirken für die BASO nie thematisiert, sich entsprechend auch nicht vom Nationalsozialismus distanziert. Man darf wohl mit Fug und Recht annehmen, dass er sein Betätigungsfeld lediglich deshalb in die Reichsbürgerszene verlegt hat, weil er glaubt, seine menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ideen dort besser umsetzen zu können.

LINKS:

Thomas Rassloff / Flickr: Berlin 6.12.2003 Nazidemo. Auf auf Bild 30 ist „Ironleafs“ gut zu erkennen, obwohl er damals noch ein paar Härchen mehr auf dem Kopf hatte – er trägt ein Plakat der Neonazi-Truppe „Berliner Alternative Süd-Ost (BASO)“ vor sich her.

Netz gegen Nazis: Berliner Alternative Süd-Ost (BASO)

apabiz: Berliner Neonazi-Gruppen verboten

Eisenfraß: Die Antisemiten um Eisenblatt träumen vom bewaffneten Widerstand

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