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„Reichsbomber“ Daniel S. – wurde er von Peter Frühwald gehirngewaschen?

06/04/2014
reichsbomber

Bild anklicken, um den Artikel in der Berliner Zeitung zu lesen!

Dass die sogenannten Reichsbürger nicht gerade mit übermäßiger Intelligenz gesegnet sind, ist nichts Neues, dass sie sich ihre einstige Szenen-Karriere nur durch „Gehirnwäsche“ erklären können, hingegen schon.

Daniel S. sollte bereits im Juli 2013 der Prozess gemacht werden. Doch der inzwischen Vierzigjährige flüchtete aus der geschlossenen Abteilung einer Berliner Nervenheilanstalt und tauchte anschließend in Polen unter.

S. wird vorgeworfen, in Berlin-Neukölln unerlaubt sprengstofffähiges Material gehortet und Behördenmitarbeiter massiv bedroht zu haben. Er soll sich zudem geweigert haben, Steuern zu zahlen, weshalb schon nach 15 Jahren die Steuerfahndung auf ihn aufmerksam geworden sei. Nach seiner Flucht wurde Daniel S. zwar recht schnell von der polnischen Polizei eingefangen, aber obskurerweise – trotz des in Deutschland vorliegenden Haftbefehls – bald wieder freigelassen. Offenbar hegen polnische Behörden fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch immer Ressentiments gegen den deutschen Staat. Laut ZEIT online habe man erst einmal überprüfen wollen, was die Deutschen von Daniel S. überhaupt wollen. Ein Gebaren, das an das schulpflichtige Mädchen Antonya erinnert, welches von ihren Eltern ebenfalls nach Polen verbracht wurde, obwohl man ihnen das Sorgerecht längst entzogen hatte. Die polnischen Behörden sind bis heute nicht Willens (oder in der Lage), das Mädchen zurück nach Deutschland zu verbringen.

Was Daniel S. angeht, so haben sich die Berliner Behörden jedenfalls durchsetzen können. Der (angeblich ehemalige) Reichsbürger steht nunmehr vor Gericht und versucht sich halbherzig aus der Affäre zu ziehen. Irgendwie sei damals alles gar nicht so Böse gemeint gewesen, das mit den Chemikalien wäre doch sowieso nur halb so schlimm. Und wenn er überhaupt etwas angestellt habe, dann seien daran die Reichsdeutschen Schuld – die hätten ihm nämlich das Gehirn gewaschen und somit zu strafbaren Handlungen angestachelt.

Daniel S., seinerzeit Anhänger Peter Frühwalds und der mutmaßlich kriminellen und inzwischen de facto aufgelösten Organisation DPHW, war unlängst in einem TV-Bericht zu sehen, welchen die Kollegen von Sonnenstaatland inzwischen auf YouTube veröffentlicht haben. Er wirkt darin keinesfalls so, als sei er gehirngewaschen worden … die gelblich-blasse Gesichtshaut und die Augenringe könnten aber durchaus einen längeren Cannabis-Missbrauch vermuten lassen. Dass Gericht will indes klären, ob Daniel S. psychisch krank ist. Grundsätzlich dürfte jeder, der den unsinnigen Ausführungen eines Peter Frühwald Glauben schenkt, nicht zurechnungsfähig sein. Letztlich muss diese Frage natürlich aber von erfahrenen Gutachtern beantwortet werden.

WEITERE LINKS:

Bericht vom ersten Prozesstag gegen Daniel S. (Anti-Reichsdeppen-Forum)

300 kg Pyrotechnik gehortet (Berliner Morgenpost)

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