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Die BaFin lässt pfänden … während sich Peter Fitzek versteckt!

08/07/2014

Dass sich Peter Fitzek gern jeglicher persönlicher Verantwortung entzieht ist weithin bekannt. Einmal schickte er seine „Bankerin“ Saskia B. vor, um sich gegenüber einem SPIEGEL-online-Team verleugnen zu lassen.

Saskia B. zog den Chef der Wittenberger Eso-Sekte mit einer Lüge aus der Affäre: Er sei gerade  im Gespräch mit dem „zukünftigen Konsul von Venezuela“. Inzwischen hat sich die junge Frau vom „Königreich Deutschland“ abgewandt. Fitzeks Angst vor unerwarteten Besuchern scheint indes nicht ganz unbegründet zu sein – als er bei einer ersten Polizeirazzia Widerstand leistete, wurde er von den Einsatzbeamten kurzerhand zu Boden geworfen und mit Handfesseln fixiert.

Aufgrund seiner körperlichen Defizite (recht klein geraten, von schmächtiger Statur) kämpft Fitzek lieber gegen Frauen. So attackierte er die Lehrerin seines eigenen Sohnes … und griff überdies dessen Schuldirektorin an. Eine Angestellte des Rathauses Wittenbergs wurde von Fitzek körperlich verletzt, als sie nicht auf dessen unverschämte Forderungen einging – ein Übergriff, der eine (weitere) Vorstrafe nach sich zog.

So verwundert es nicht, dass er am 7. Juli 2014 nicht zugegen war, als die (angekündigte) Abholung eines gepfändeten Bechstein-Flügels erfolgte. Das Hauptzollamt rückte bei Fitzek an, um das Musikinstrument mitzunehmen, doch vom „Monarchen“ war weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen schaute dessen unterwürfigster Paladin (Martin Sch.) aus dem Fenster des 1. Stocks, während ein weiteres Faktotum den Beamten die Tür öffnete.

Mit dem „Königreich Deutschland“ ist seit geraumer Zeit nicht mehr viel los. Zum letzten „Tag der offenen Tür“ kamen nur knapp 20 Besucher, und  im „Staatsgebiet“ selbst lebt noch ein Dutzend Personen. Letztere halten sich mit den Geldern über Wasser, die sich Imperator Fitzek durch verschiedene krumme Touren angeeignet hat – sei es durch die „Königliche Reichsbank“ oder durch seine „Neudeutsche Gesundheitskasse“.

Beide Geschäftsideen zeichnen sich dadurch aus, dass die Gelder, die der jeweilige Kunde zur Verfügung stellt, in dubiosen Kanälen verschwinden, sobald Fitzek sie kassiert hat. Deutsche Behörden reagierten bisher mit nicht nachvollziehbarer Nachsichtigkeit auf derartiges Spitzbubentum. Allerdings hat Fitzek dahingehend eine Schlappe einkassiert, als das er sich nicht mehr traut, seine „Königliche Reichsbank“ auch als solche zu benennen. Nachdem die Polizei den ehemaligen Schriftzug übermalt hatte, wies er seine Vasallen an, nur noch „Königliche Reichsb….“ an das Schaufenster zu schreiben. Offenbar hat Fitzek Respekt vor den Maßnahmen der Polizei und der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), denn diese hatte ihm untersagt, sich als Banker auszugeben.

Wie geht es mit Peter Fitzek weiter? Eine Chance gegen die BRD (um im Karl-Eduard-von-Schnitzler-Jargon zu bleiben) hatte er nie. Fitzek schwimmen die Felle davon – seine ehemals erfolgreichen „Seminare“ locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, und der Schuldenberg wird immer unübersehbarer. Ob er an die eigene Propaganda glaubt (er sei Gottes Sohn und dazu bestimmt, die Demokratie in Deutschland zu beseitigen) ist schwer zu sagen. Die neueste Großtat des zukünftigen Führers unseres Landes bestand jedenfalls darin, die von der Polizei angebrachten Klebestreifen abzureißen – kann man sich hier ansehen.

Interessant jedenfalls, dass ein offensichtlich mental verwirrter Mann wie Peter Fitzek  im Deutschland des 21. Jahrhunderts so lange Zeit ungestört schalten und walten konnte. Vielleicht findet das Narrenspiel im Jahr 2014 ein Ende. Zu hoffen wäre es.

BILD-Zeitung: Flügel weg! Wieder Razzia beim König!

Mitteldeutsche Zeitung: Fitzek schuldet dem Staat 1,9 Millionen EUR

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6 Kommentare leave one →
  1. gerntroll permalink
    08/07/2014 19:44

    Irgendwie hört und sieht man auch nichts mehr vom Imperator Größenwahn.
    Vor längerer Zeit (vieleicht 6 Wochen) sah ich ihn am Wittenberger Marktplatz. Die hinteren Räume der „Reichsbank“ bzw deren Schaufenster hatten/haben einen neuen Schriftzug: „Reformationszentrum ; die andere Stadtinformation“

    • 09/07/2014 15:46

      Nun ist er wieder aufgetaucht. Todesmutig hat er die von der Polizei angebrachte Klebefolie wieder entfernt. Eine Großtat, die eines Weltenlenkers würdig ist. Habe den Artikel entsprechend aktualisiert.

  2. Knalle Giersch permalink
    09/07/2014 23:51

    Der Hermelinmantel wurde übrigens nicht gepfändet. Der hängt seit Längerem wieder im Fundus der Augsburger Puppenkiste. Der gehört nämlich dem Kalle Wirsch.

  3. vulturecorp permalink
    12/07/2014 23:57

    Na endlich, dachte ich als ich das gesehen habe. Ansonsten scheint man da wohl auch nicht mehr so viel zu hören wie vorher.

    Gut so. Ich nutze da einfach mal den beliebten Spruch dieser Leute sinngemäß: KRD wird abgewickelt.

    • 13/07/2014 17:39

      Ansonsten scheint man da wohl auch nicht mehr so viel zu hören wie vorher.

      Auch anhand der Statistiken dieses Blog lässt sich feststellen, dass das allgemeine Interesse an Fitzek merklich nachgelassen hat. Durchschnittlich gibt es 400 – 600 Klicks täglich, bei Fitzeks „erster“ Razzia schossen die Zugriffszahlen noch auf über 4000 hoch. Nun, nach der erneuten Pfändung und trotz eines längeren TV-Berichts in den letzten Tagen, stiegen die täglichen Klicks auf „nur“ etwas über 1000 an.

      Fitzek tritt auf der Stelle; ein Möchtegern-Messias, der als Klebestreifen-Abreißer und Frauenverklopper in die „Geschichte“ eingehen wird.

  4. 24/07/2014 09:16

    Echt Irre sag ich da nur, habe mir gestern mal die Zeit genommen und das Schreiben welches er an die BaFin geschickt hat durchgelesen. Ist auf seiner Homepage als PDF hinterlegt. Das Schreiben hat echt an die 20 Seiten und ist so verwirrend geschrieben da wird man irre 🙂

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