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Peter Fitzek – der König der Bettler … und seine verlogenen Untertanen

15/02/2015
Koenig_der_Bettler

Peter Fitzek, erfolgloser Unternehmer und noch erfolgloserer Staatsgründer…

Als die Behörden Ende letzten Jahres den größten Teil seines unredlich erworbenen Eigentums  einkassierten, tönte Peter Fitzek herum, dass das „Königreich Deutschland“, dessen „Oberster Souverän“ er zu sein glaubt, im Januar 2015, spätestens aber im Februar 2015, „wieder volle Fahrt“ aufnehmen werde. Eine Prognose, die sich bis heute nicht erfüllte. Fitzek hat sich von der letzten Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung nicht mehr erholt.

Als großen Sieg feiern er und seine Anhänger allerdings, dass sie die Domain koenigreichdeutschland.de unter ihre Kontrolle gebracht haben, nachdem es dem staatlich bestellten Abwickler gelungen war, die Internetpräsenz vorübergehend stillzulegen. Alles in allem scheint es in Wittenberg aber nur wenig Grund zur Euphorie geben.

Fest steht, dass Fitzek nicht so weitermachen kann wie bisher. Der Großteil jener Gelder, die er mit seinen illegalen Bank- und Versicherungsgeschäften eingenommen hatte, dürfte inzwischen von ihm zweckentfremdet und damit aufgebraucht sein. Möglicherweise liegen noch größere Beträge auf ausländischen Konten, wobei Fitzek nicht ohne weiteres auf die Mittel zugreifen kann. Und seine deutschen Konten sind blockiert – insofern der staatliche Abwickler die entsprechenden Bankverbindungen eruieren konnte.

Die Fitzek-Sekte leidet entsprechend unter einem erheblichen finanziellen Engpass. Die von Fitzek veranstalteten „Seminare“ waren früher eine lukrative Einnahmequelle, heute locken sie keine Katze mehr hinter dem Ofen hervor. Der „Oberste Souverän“ muss die Handvoll Frauen und Männer, die sich noch unmittelbar bei ihm in Wittenberg aufhalten, durchfüttern. Und das kann er nicht.

Unlängst schickte er einen seiner Anhänger, einen jungen Mann, fort. Der kehrte in die nordrhein-westfälische Kleinstadt zurück, aus die er gekommen war – und schreibt nun querulatorische Briefe an die bedauernswerten Mitarbeiter der dortigen Behörden.

Fitzek steht indes vor einem Scherbenhaufen. Die von ihm genutzten Immobilien müssen mit Strom, Gas und Wasser versorgt werden. Offenbar haben er und seine Anhänger von Anfang an in völlig verantwortungsloser Art und Weise Energie verschleudert:

Schulden_Fitzek

Ganzheitliche Energieverschwendung im „Königreich Deutschland“. Quelle

Die Zeche für die Misswirtschaft sollen mal wieder andere zahlen, nämlich jene Anhänger, die nicht in der Wittenberger Sekten-Zentrale wohnen. Und es gibt durchaus Menschen, die weiterhin in den von Fitzek verfassten Pamphleten einen „höheren Sinn“ zu erkennen glauben … und deshalb Frischgemüse, Computerzubehör und 50-EUR-Scheine nach Wittenberg schicken. Ob derartige Unterstützung ausreicht, um Fitzeks extravaganten Lebensstil weiterhin zu ermöglichen, ist fraglich.

Was das Leben am „königlichen Hofe“ angeht, so ist dieses fast ausschließlich von Streitigkeiten und Kleinkriegen in Schriftform geprägt. Offensichtlich gedenkt Fitzek, als ein König in die Geschichte einzugehen, der sich den eigenen Staat im Internet zusammengebettelt hat … und sich sein Reich durch gehässig geschriebene Briefe erstreiten musste.

Abgesehen von Privatkriegen und Bettelaktionen scheint das Märchen-Erzählen ein wichtiges Thema im „Königreich Deutschland“ zu sein. So antwortete einer der engsten Vertrauten des „Obersten Souveräns“ dem staatlich bestellten Abwickler auf die Frage hin, welche Bankverbindungen denn noch bestünden, dass er dies nicht „so aus seinem Kopfe heraus“ beantworten könne. Der Abwickler ließ in seinem Antwortschreiben durchblicken, dass er die Antwort des Fitzek-Jüngers für eine bewusste Lüge hielt. (Die Dokumentation des Schriftverkehrs wurde inzwischen von der „Königreich Deutschland“-Seite entfernt).

Das Lügen beherrschen die „königlichen Untertanen“ also mindestens genauso gut wie gewisse Spitzenpolitiker der ach so geschmähten Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Staat wird ohnehin bald gut genug sein, um die ehemaligen „Staatsangehörigen“ des „Königreichs Deutschland“ mit Sozialleistungen zu versorgen. Auch Peter Fitzek wird wohl alimentiert werden müssen … und er wird krakeelen, dass sein „Königreich“ bis zu jenem Augenblick, in welchem sich die böse „BRD“ einmischte, wunderbar funktioniert habe. Manch einer betrügt halt nicht nur andere, sondern auch sich selbst.

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11 Kommentare leave one →
  1. Lass krachen permalink
    17/02/2015 00:59

    Sehr geehrter Herr Kr.,

    Ihrem Antrag entsprechend wird wie folgt entschieden.

    Sie stammen aus einem sicheren Drittstaat. Hierzu zählen alle Staaten auf dem Gebiet der Europäischen Union. Nach Artikel 16a Abs. 2 des Grundgesetzes ist ein sicherer Drittstaat ein solcher, in dem Menschenrechte und Grundfreiheiten gewährleistet sind.
    Ihrem Asylantrag, und Ihrem Antrag zur Arbeitsgenehmigung wird deshalb nicht entsprochen. Da das Königreich Deutschland nach territotialen Maßstäben aufgelöst wurde, werden Sie umgehend nach Syrien abgeschoben.

    Denkbar wäre dort eine Tätigkeit als Gotteskrieger oder Berufsquerulant, doch die Wahl sei Ihnen gemäß ihrer Qualifikation selbst übelassen.

    Ihre Abschiebung wird umgehend vollzogen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ausländerbehörde der BRD – GmbH

  2. Astrid permalink
    17/02/2015 14:32

    Ich habe einen Stromabschlag von 25 € monatlich. Jetzt dachte ich zuerst diese Idioten hätten mit Strom geheizt um auf knapp 3000 € im Monat zu kommen, aber eine Zeile tiefer stehen dann noch bis zu 7500 € Gasverbrauch pro Monat !? Haben die tatsächlich für eine handvoll Leute sämtliche Gebäude voll beheizt und beleuchtet oder haben die einen Stromgenerator aufgestellt der Strom verbraucht statt welchen herzustellen ? Wäre nicht verwunderlich. Deren Autos fahren ja auch mit Wasser.

  3. Gerntroll permalink
    17/02/2015 20:29

    Nun, Peterle glaubt an freie Energie. Hat da aber was mit kostenfrei verwechselt. 😉

  4. Gerntroll permalink
    17/02/2015 20:32

    Oder aber er versucht es wie die Geissens; die sparen ja auch beim Strom. Je mehr sie verbrauchen desto mehr sparen sie. Nur hat das Kasperle nicht den Verbrauch geschafft ab dem er richtig Geld bekommt um sein Reich zu finanzieren.

  5. König mit Rechenschwäche permalink
    18/02/2015 12:51

    Standort Apollensdorf, ehemaliges Krankenhaus, 8300 qm Nutzfläche, keine Isolierung, Fenster einfach verglast, hohe Räume.

    Sowas kauft nur ein Größenwahnsinniger der nicht rechnen kann.

    Im Jahre 2010 gekauft, 4 Jahre später schon wieder unter dem Hammer.

    http://www.mz-web.de/wittenberg-graefenhainichen/kreis-wittenberg-einstiges-krankenhaus-ist-verkauft,20641128,17656384.html

  6. Fitzekfan permalink
    19/02/2015 14:54

    Ich bewundere diese Fitzekbrüder – also auf die Idee muss man erstmal kommen

    „oder Pate für eine ganze Kostenposition werden“

    *Respekt 😉 *

    Bin gespannt ob einer die Position:

    Staatsflotte einmal zum Essen ausführen 500,00 EUR Interval einmal wöchentlich!

    bucht!

    • Staatshymne zum Abschied permalink
      20/02/2015 12:27

      Fitzek Fitzek Fatze

  7. Gert R. Lauken permalink
    11/03/2015 13:16

    Fitzek hat nunmehr einen Antrag auf „einstweiligen Rechtsschutz“ gegen die Aktionen der BaFin sowie gegen weitere Maßnahmen im Zuge der letzten Razzia beim VG Halle gestellt.

    Der geniale Rechtssachverständige Fitzek übersieht aber, dass sich der Sitz der BaFin in Bonn bzw. Frankfurt a.M. befindet und deshalb die dortigen Verwaltungsgerichte bemüht werden müssen. Sein Antrag beim VG Halle ist insoweit unzulässig.

    Soweit er sich gegen Beschlagnahmungen auf strafprozessualer Grundlage richtet, ist das AG zuständig. Auch insoweit ist der Antrag unzulässig.

    Soweit sich Fitzek gegen Maßnahmen des Finanzamts zur Wehr setzt, muss er vors Finanzgericht ziehen. Auch insoweit ist sein Antrag damit unzulässig.

    Ergo: Das VG Halle muss keine große Mühe auf den Fall aufwenden.

    GL

    • 13/03/2015 17:52

      Danke, Gert, für die Infos! Habe auch in einige der Schreiben gesehen, die Fitzek für seine Anhänger geschrieben hat, und die diese dann an den Abwickler Oppermann geschickt haben – inhaltlich ein echtes Gruselkabinett, zusammengebastelt aus nahezu sämtlichen reichsdeutschen Wahnvorstellungen.

  8. koppe permalink
    14/03/2015 10:03

    Momentan steht es 2:1 für Oppermann, weil königreichdeutschland.de ist wieder dicht!

    • Lass den Oppa, Mann ! permalink
      16/03/2015 19:12

      http://koenigreichdeutschland.ch/de/
      leider nicht .-)

      Klingt dort alles irgendwie nach Tiger und Bär. Der Klappentext kurz zusammengefasst:

      Tiger und Bär sind dicke Freunde und sie fürchten sich vor nichts, weil sie zusammen wunderbar stark sind. All ihre Panama-Abenteuer in einem Band: Oh, wie schön ist Panama ,Komm, wir finden einen Schatz ,Post für den Tiger , Ich mach dich gesund, sagte der Bär ,Guten Tag, kleines Schweinchen ,Riesenparty für den Tiger

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