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Reichsbürger treten immer wieder als Junkies und Drogendealer in Erscheinung

23/03/2015
Drogensüchtiger Reichsbürger

Bild anklicken, um den Artikel der OZI zu lesen!

Ein älterer Artikel dieses Blogs handelte vom „Permakultur-Hof“, einer angeblich alternativen Wohngemeinschaft im ländlichen Lüchow-Dannenberg. Frech brachten die Bewohner ein Schild an der Außenseite ihres Pachtgrundstücks an:

„…kein Hoheitsgebiet der BRD GmbH!“

Dass hielt diese Leute freilich nicht davon ab, sich ihr Leben ausgerechnet von der „BRD GmbH“ alimentieren zu lassen, auf Grundlage des SGB II. Auch der Pachtzins für das Grundstück wurde vom verhassten deutschen Staat beglichen. Aber die Zuwendungen der „BRD GmbH“ reichten offenbar nicht für das Leben aus, dass sich die „Permakultur-Hof“-Bewohner so vorgestellt hatten. Darum stieg man ins Drogengeschäft ein, was bald ans Tageslicht kam:

(Die Polizei) untersuchte die Gebäude und hob dabei eine Cannabis-Plantage aus. In verschiedenen Räumen wurden Hanfpflanzen entdeckt, auch bereits verpackte Drogen und die notwendigen Gerätschaften, um Marihuana herzustellen. […] Die Polizei stellte Pflanzen, Drogen und Gerätschaften sicher und transportierte sie ab. Mit auf die Reise gingen die vier Bewohner […]. Mehr zufällig kam das Treiben der Bewohner ans Licht. Ein Gerichtsvollzieher hatte zuvor vergeblich versucht, seine Arbeit zu machen.

Reichsdeutsche Dealer

Eine unendliche Geschichte: Reichsbürger als Drogenkonsumenten und Drogenhändler.

Auch ein Mitglied des aufgelösten DPHW (einer Art „Reichsbürgerwehr“) wurde im Straßenverkehr unter Drogen stehend angetroffen – und festgenommen:

Eine Anhängerin der mutmaßlich kriminellen Organisation war […] mit dem Wagen unterwegs. Das Auto wurde von der Polizei angehalten, die Fahrerin kontrolliert. Statt eines Führerscheins und eines Personalausweises zeigt sie einen DPHW-Pass sowie ein weiteres Reichsdeppen-Dokument vor. Auf Rückfrage der Beamten hin gab die Frau den üblichen Reichsbürger-Blödsinn von sich: Sie hätte eine „Personenstandserklärung“ abgegeben, sei außerdem „kein Personal der BRD“.

Jüngst war es der aggressiv agierende Reichsbürger Michael Dienelt (inzwischen wegen mehrfachen Einbruchsdiebstahls in Haft), dem von ehemaligen Freunden sowie seiner Ex-Partnerin vorgeworfen wird, Crystal Meth konsumiert zu haben. Im brandenburgischen Neuruppin wiederum war ein völlig bekokster Staatsleugner mit dem Auto unterwegs, der, als ihn die Polizei gestellt hatte, seine reichsdeutschen Spielzeugausweise vorzeigte:

Bekokster Reichsbürger

Nicht viel im Kopf, dafür jede Menge weißes Pulver in der Nase …

In Aurich muss nun ein weiterer Reichsbürger ins Gefängnis, weil er mit Drogen handelte:

Wegen des Handels mit Drogen ist am Montag ein Auricher […] zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Der 39-Jährige hatte sich zuvor der Festnahme widersetzt, da er als erklärter „Reichsbürger“ den deutschen Rechtsstaat nicht anerkenne. Diese Gruppe behauptet, das Deutsche Reich habe bis heute Bestand. Daher hätten die Gerichte keine Legitimation. Mit einer Waffe hatte sich der Auricher im Februar dem ersten Haftbefehl wegen eines Drogendelikts widersetzt. Um die Sicherheit der Polizisten zu gewährleisten, wurde der Mann daraufhin von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in seiner Wohnung festgenommen und vor Gericht gebracht.

Die Affinität der Reichsbürger zum Drogenmissbrauch ist ungebrochen. Das Gefährliche daran ist, dass die politisch-gesellschaftlichen Wahnvorstellungen dieser Leute durch die verbotenen, teilweise bewusstseinsverändernden Substanzen noch verstärkt werden.

drogen_hitler

Betäubungsmittelmissbrauch in der Vergangenheit: Schon diese beiden Reichsbürger waren extrem drogensüchtig.

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4 Kommentare leave one →
  1. Ranko permalink
    23/03/2015 14:56

    reichsdeppentum ist auch eine droge, guckst du das:

  2. Tofkas01 permalink
    25/03/2015 21:43

    Der großteil dieser Reichsdeppenideologie soll ja auch von den Althippies der „freemen on the land“ aus den USA stammen. Solche Ideen werden also bevorzugt im Drogenrausch erfunden.

  3. N. N. permalink
    26/04/2016 19:26

    https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin

    Insbesondere während der Blitzkriege gegen Polen und Frankreich 1939/40 fand Methamphetamin millionenfache Verwendung. Unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten, Hermann-Göring-Pillen und Fliegermarzipan diente das Mittel zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten. In der Zeit von April bis Juni 1940 bezog die Wehrmacht mehr als 35 Millionen Tabletten Pervitin.
    Als dann am 25. Oktober 1940 in der Münchener Medizinischen Wochenschrift (MMW) ein Beitrag erschien, in dem Pervitin für beinahe alles von See- und Bergkrankheit und verzögerter Rekonvaleszenz bis hin zu organischen Hirn- und Rückenmarkstörungen empfohlen wurde, sah sich die Reichsgesundheitsführung veranlasst, den Psychiater Ernst Speer als bekannten Kritiker des Medikaments mit einer Gegendarstellung zu berufen, die ebenfalls in der MMW erschien.
    Ab Mitte 1941 war das Medikament durch das geänderte Reichsopiumgesetz nicht mehr frei, sondern nur noch auf Rezept erhältlich. Dadurch reduzierte sich der Einsatz der Droge merklich.

    Sowohl Bundeswehr als auch Nationale Volksarmee (NVA) lagerten Pervitin für den Ernstfall bis zu den 1970er Jahren ein. Es war Bestandteil der Verpflegung für Fallschirmjäger und wurde bei Übungen ausgegeben. Die NVA produzierte Pervitin in einer Fabrik in Königsbrück bis 1975; es wurde danach durch APo-Neuron abgelöst. Bei Piloten war Pervitin für den Notfall vorgesehen, und der Verbandsatz der NVA enthielt bis 1988 Pervitin. Auch nach 1945 wurde der Wirkstoff vom US-Militär zur Leistungssteigerung eingesetzt, beispielsweise während des Vietnamkriegs.
    Im Sport soll Pervitin als Doping­mittel genutzt worden sein (siehe auch: Fußball-Weltmeister 1954). Der österreichische Bergsteiger Hermann Buhl benutzte Pervitin auf Anraten des Expeditionsarztes bei seiner Erstbesteigung des Nanga Parbat 1953. Der deutsche Boxer Jupp Elze hatte sich 1968 vor seinem Kampf um die Europameisterschaft gegen Juan Carlos Duran mit Pervitin aufgeputscht und ging als erster deutscher Profisportler in die Geschichte ein, der an den Folgen von Doping starb. Elze hatte 150 Kopftreffer erlitten, die er vermutlich nur wegen des durch Pervitin herabgesetzten Schmerzempfindens aushalten konnte, fiel ins Koma und starb an einer Gehirnblutung.
    Das Fertigarzneimittel Pervitin blieb bis 1988 im Handel.

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  1. Die spannenden Abenteuer eines besoffenen Reichsbürgers | reichsdeppenrundschau

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