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45.000 EUR futsch – Peter Fitzek bringt Rentnerin um ihr Erspartes!

08/04/2015
Fitzek_Opfer

Peter Fitzek hatte keine Skrupel, mit der Altersrücklage einer Rentnerin zu spekulieren.

Peter Fitzek besitzt die Fähigkeit, gewisse Zeitgenossen von seinen politisch-völkerrechtlichen Wahnvorstellungen zu überzeugen … und diese Leute – sofern Vermögen vorhanden – um ihre Besitztümer zu erleichtern.

Insgesamt 1,2 Millionen EUR sollen mindestens 558 „Anleger“ dem selbsternannten Monarchen aus Wittenberg überlassen haben, so ein Sprecher der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Dr. Stefan Oppermann, Fachanwalt für Insolvenzrecht, wurde mit der Abwicklung der illegalen Geschäfte beauftragt. Er soll die Gelder an die Anleger zurückzahlen, was sich schwierig gestaltet, denn trotz umfangreicher Hausdurchsuchungen und Kontosperrungen ist ein erheblicher Anteil des Kapitals unauffindbar.

Die Geschädigten hatten sich auf nicht nachvollziehbare Weise naiv verhalten. Bekannt wurde letztes Jahr der Fall des Richard G., der Peter Fitzek einen Koffer überreichte – Inhalt: 300.000 EUR! Als Richard G. die Summe zurückverlangte, wurde er mit fadenscheinigen Ausflüchten abgespeist. Peter Fitzek bastelt indes fleißig an seinem neuesten Lügenmärchen: Die Gelder wären bei ihm bestens aufgehoben gewesen, die Kapitalgeber hätten mit hohen Renditen rechnen können. Erst die BaFin habe all das nun zunichte gemacht … insbesondere der mit der Abwicklung beauftragte Dr. Stefan Oppermann.

In Wirklichkeit hatte Fitzek die Gelder seiner „Anleger“ auf verschiedene Tagesgeldkonten deponiert, um (von ihm angeblich verpönte) Zinsen zu erwirtschaften. Andere Beträge wurden munter und wahllos verprasst. An soliden Unternehmungen mangelte es hingegen: Fitzek erwies sich erneut als unfähiger Geschäftsmann, der unentwegt von außen alimentiert werden muss, damit sein Unternehmen weiterbestehen kann.

So nahm er – völlig skrupellos – 45.000 EUR von einer Rentnerin an: seiner eigenen Darstellung nach handelte es sich um die gesamten Ersparnisse der alten Frau. Wie bereits im Fall des Richard G. ist das Geld der Rentnerin inzwischen nicht mehr auffindbar. Auf der Internetseite des „Königreichs Deutschland“ wird der Fall so dargestellt, als habe nicht Peter Fitzek die Summe veruntreut, sondern Rechtsanwalt Dr. Oppermann.

Letzterer erhielt unlängst ein rührseliges Schreiben, angeblich von der Rentnerin verfasst. Es wird die Auszahlung von zunächst 20.000 EUR verlangt und auch mit Hetze gegen den deutschen Staat nicht gespart. Inhaltlich ist das Schreiben widersprüchlich: Zum einem sei der Frau von Anfang an klar gewesen, dass sie gegenüber Fitzek nie einen Anspruch auf Rückzahlung der 45.000 EUR gehabt habe, andererseits hätte sie die Summe fest als Alterssicherung eingeplant.

Oppermann reagierte zwar auf das Schreiben, zeigte sich jedoch kurz angebunden. Er wisse nicht, wo entsprechende Gelder „versteckt“ sein könnten. Die Beteiligten (gemeint ist die Fitzek-Clique) verweigere die Zuarbeit … und ignoriere überdies das Verfahren der BaFin. Peter Fitzek scheint das Schicksal dieser Rentnerin, die ihm blind vertraute, egal zu sein. Er schlachtete die Angelegenheit auf seiner Internetseite unter Zuhilfenahme polemischer Überschriften aus:

Verliert Frau ihr Haus wegen Herrn Oppermann und der Bankenmafia? Vorgehen des „Abwicklers“ weiter fragwürdig! BaFin – Handlanger des Bankenkartells!

Fragwürdig ist allein das Verhalten des Peter Fitzek. Falls die Rentnerin tatsächlich ihr Haus verlieren sollte, dann ausschließlich wegen dieses Mannes, der sich in seinem Wahn als „Staatsoberhaupt“ und „Gesandter Gottes“ ausgibt.

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10 Kommentare leave one →
  1. Gerntroll permalink
    08/04/2015 19:03

    Mich würde nicht wundern wenn er der Omma eingeredet hätte, er sei ihr Enkel.
    Gern genutzte Masche unter Betrügern.

  2. GuckGuck permalink
    08/04/2015 22:39

    Da haben sie die alte Frau als Vehikel benutzt um mal beim Herrn Oppermann anzufragen was denn so Stand der Dinge ist, gleich in der Absicht die Ergebnisse zum späteren Mische machen zu verwenden; auch als Vorwand und Beweis gedacht sich gegen andere abzusichern die ihr Geld zurückverlangen. Für „alte Frau“ ist der Brief rethorisch etwas zu geschliffen, zumal er Hintergrundwissen aufweist über das ein naiver Geldgeber nicht verfügt, sonst hätte er kein Geld gegeben. Eine halbseidene Fake-Geschichte im Namen der Frau, vielleicht sogar ohne ihre Zustimmung verfasst.

    Mal gucken was der Herr Oppermann dazu sagt, dass die Brüder gegen sein Persönlichkeitsrecht verstoßen und Fotos von ihm veröffentlichen.
    Als Oppermann würde ich da gleich eine Abmahnung für rund 1000 € draus stricken und auf den strafrechtlich relevanten Hintergrund verweisen. Ebenso wegen der offenbar versteckten Insolvenzmasse. Da wartet schon das nächste Verfahren wegen
    § 283, Abs. 1, Nr. 1 StGB auf Fitzek und seine Jünger.

    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__283.html

    Das geht so nicht ! Oppermann ist jetzt König .-)

    • 09/04/2015 20:41

      Das Schreiben wurde, da bin ich mir ebenfalls gewiss, von Fitzek oder einem seiner Vasallen verfasst (was nicht heißen soll, dass es auch Rentnerinnen gibt, die derartiges formulieren könnten). M. E. gibt es zwei Hauptmotive:

      Erstens – reine PR, Oppermann (als Handlanger des nicht existierenden deutschen Staates) hat der armen alten Frau ihren letzten Notgroschen weggenommen. Der strahlend weiße Ritter Fitzek versucht ihr nun zu helfen, indem er dieses schreiende Unrecht öffentlich macht. Davon erhofft man sich Pluspunkte in der öffentlichen Wahrnehmung.

      Zweitens – Fitzek dürfte unter Megalomanie (insbesondere Heilswahn, himmlischer Auftrag zur Weltverbesserung) leiden, und da momentan nicht alles so läuft, wie er sich das noch vor einigen Monaten vorgestellt hat, zieht er den vermeintlich logischen Schluss daraus, dass er noch mehr tun muss, um „seinem Vater“ zu gefallen. Deshalb wird er noch krasser, wie er es selbst formuliert hat. Er stachelt sich und seine Anhänger zu hektischer wie größtenteils sinnloser Aktivität an.

      Oppermann ist jetzt der König, das stimmt. Aber wer greift schon einem Pleitegeier wie Fitzek ins Gefieder – Oppermann weiß, das bei dem (offiziell) nichts mehr zu holen ist. Ein Titel zu erwirken kostet Geld, ihn zu vollstrecken auch. Daher gehe ich davon aus, dass der neue König nichts unternehmen wird. 🙂

      Größenwahn

  3. KussFrosch permalink
    08/04/2015 22:42

    Au weia, König Sockenschuss mal wieder. Normalerweise bin ich ja ein mitleidloser „Selber Schuld“-Typ, aber bei Kindern und alten Leuten hört der Spaß uff. Wer weiß, wie lange die Oma gespart hat und Fitzek macht von deren Geld einen auf dicken Max. Was muss der noch anstellen um in den Knast zu wandern???

    • GuckGuck permalink
      09/04/2015 01:30

      Da kann man nichts machen.

      „Dissoziale Persönlichkeitsstörung“

      „Eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten und eine Neigung andere zu beschuldigen.“

      ( Zit. Wikipedia )

    • 09/04/2015 20:23

      Was muss der noch anstellen um in den Knast zu wandern???

      Soweit ich weiß, hat noch keiner der ums Geld geprellten „Anleger“ Strafanzeige gegen Fitzek erstattet. Anderenfalls sähe die Sache nämlich ein bisschen anders aus. Richard G. soll sich dahingehend geäußert haben, dass er die Königreich-Idee weiterhin – jedenfalls vom Prinzip her – gut findet.

  4. Gerntroll permalink
    09/04/2015 21:19

    Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam, aber sie mahlen. 🙂

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