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Reichsbürgerin wegen Erpressung verurteilt: Scharfe Waffen, drei tote Hunde … und Hitler überm Bett

10/07/2015
komische_gestalt

„Echter Fürst“ wegen eines Seitensprungs von „Reichsbürgerin“ erpresst…

Tina W. (36) gehört zu den schillerndsten Figuren der reichsdeutschen Szene – allerdings schillert sie nahezu nur in der Farbe Braun: aus ihrer Verehrung für Adolf Hitler macht sie keinen Hehl, ebensowenig daraus, dass sie den Holocaust für eine Erfindung hält.

Auch sonst stand sie noch nie ernsthaft im Verdacht, eine redliche Person zu sein. So versuchte sie, esoterisch Mumpitz an den Mann zu bringen, gab sich mit „Winzer“ Weinmann (zurzeit im Knast) ab und veröffentlichte Blogs, in denen sich Wahnsinn und Rechtschreibfehler ungefähr die Waage hielten.

Im November letzten Jahres wurde Tina W. festgenommen:

Im November vergangenen Jahres rückte ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei an […] weil sich Nachbarn immer wieder […] beschwert hatten. Von Schusswaffen war die Rede, aber auch von vier frei laufenden, wenig Vertrauen erweckenden Kampfhunden. Beim Zugriff der Beamten kamen drei Tiere zu Tode […].

Nicht minder beunruhigende Funde machten die Beamten wohl in dem Hause selbst. So standen eine Kleinkaliberwaffe und ein 9-Millimeter-Einzelladergewehr griffbereit in der Garderobe direkt neben der Eingangstür, während sich in anderen Zimmern allerlei Utensilien nationalsozialistischen Ursprung fanden. In einem Schlafzimmer soll sogar ein Porträt Adolf Hitlers seinen festen Platz gehabt haben. Neue Westfälische

Da Tina W. keine Meldeadresse vorweisen konnte, wurde sie kurzerhand hops genommen. Ein Prozess stand nämlich an:

Was gestern Staatsanwalt Frank Stegen vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Paderborn vortrug, das hat mit Herz-Schmerz-Träumen nicht viel zu tun. Er ist überzeugt, dass ein Paar, das 2013 im alten Forsthaus Hermannsborn lebte, Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe erpresste.

Hauptrequisit des Falles ist ein Mobiltelefon, auf dem 1.000 Kurznachrichten gespeichert seien soll sein sollen. Geschrieben hat die Nachrichten […] der Bückeburger Adelige [Adel Wikipedia]. Behauptete jedenfalls Tina W. laut Anklage, als sie […] bei dem Fürsten vorsprach. 

Sie verlangte 235.000 EUR von Alexander zu Schaumburg-Lippe, wenn er die Veröffentlichung der Nachrichten verhindern wolle. Tina W. erhielt nun – im Juli 2015 – eine Gefängnisstrafe von einem Jahr auf Bewährung, ihr Komplize (Torsten R., ehemaliger Anwalt, ebenfalls Reichsbürger) kam mit 9 Monaten etwas günstiger davon.

Links:

Sonnenstaatland: Diskussion im Anti-Reichsdeppen-Forum

Westfalen-Blatt: Die größte Lügnerin

Neue Westfälische: Bewährungsstrafe für Erpresserin des Prinzen zu Schaumburg-Lippe

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8 Kommentare leave one →
  1. 10/07/2015 20:46

    Hat dies auf FSMoSophica rebloggt.

    • Tofkas01 permalink
      10/07/2015 23:04

      Tina W. soll erst 36 sein? Ich hatte die schon auf Ende 40 geschätzt.

      • 11/07/2015 19:20

        Möglicherweise führt Reichsdeppentum zu einem beschleunigten Alterungsprozess. Da gibt es beispielsweise diese „Dame“ namens „Wolfslyrik“, die ist angeblich 1976 geboren, sieht aber aus wie 70+.

  2. Pantyhose permalink
    11/07/2015 16:25

    Schade, dass Tina W. nicht die Gelegenheit erhält, sich körperlich zu ertüchtigen. Ein wenig Bauchmuskeltraining würde ihrem Hohlkreuz gut tun.

  3. Inge permalink
    11/07/2015 19:52

    Obwohl die Frau Ehlen alias Wolfslyrik schon eher was die……naja….geschlossene Unterbringung ist…..Wie Baujahr 76 sieht sie aber wirklich nicht aus…..

  4. Gerntroll permalink
    13/07/2015 19:37

    @inge: Nein, eher wie um die 50 und schwer Drogenabhängig.
    @reichsdeppenrundschau: Mal wieder ein Beweis für seinen Größenwahn.
    Sich mit Martin Luther auf eine Stufe zu stellen bedarf bei einem Hilfskoch, gescheitertem Jeansverkäufer und Tätowierer schon eine gehörige Portion Irrsinn.

  5. 14/07/2015 18:31

    Hoppla?! Ist es etwa das Sonnenstaatland jene Gemeinde, welche dem Königreich Fitzek beitreten wollte??

    Link: Fitzek wird gewalttätig und stiehlt Kamera

    Zitat:

    „Souverän“ wie der Imperator nun einmal ist, sind ihm nicht nur die Gesichtszüge erst eingefroren um dann völlig zu entgleisen, nein, er wurde auch -seiner alten Gewohnheit folgend- handgreiflich. Zusammen mit seinen in Kadavergehorsam ergebenen Restvasallen beging er Sachbeschädigung und entwendete vorübergehend eine Kamera.

    Bevor die Polizei eintraf konnten die königliche Truppe, die sich so unköniglich verhält, allerdings flüchten.

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