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Erneut Mitglieder der DPHW-Bande zu Haftstrafen verurteilt

14/01/2016
dphw_strafverfahren

Sie wollten die deutsche Polizei infiltrieren …. und landeten vor Gericht.

Vier Ex-Mitglieder des mittlerweile aufgelösten DPHW („Deutsches Polizei-Hilfswerk“) wurden heute verurteilt. „Alexander R. (41, Kellner), Mathias S. (47, Mechaniker) und Bernd O. (60, Ex-Volkspolizist) kassierten 15 Monate Haft. Jens R. (45, arbeitslos) muss 10 Monate hinter Gitter.“ (BILD)

Bereits am 15.12.2015 wurde ein ehemaliges Mitglied der DPHW-Bande zu einer 22-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Betroffene kündigte daraufhin an, in die Berufung gehen zu wollen. Die Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung berichtet heute Vormittag über die Fortsetzung der Verhandlung:

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Dresden wird den Angeklagten gemeinschaftlich begangene Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung – zum Teil auch in Form der Beihilfe – vorgeworfen. Sie hatten einen Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtes Meißen in Bärwalde bei Radeburg „festgenommen“ und bedroht.

In einem ersten Prozess am 15. Dezember war der einzige erschienene Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt worden. Von den heute angeklagten fünf DPHW-Mitgliedern sind ebenfalls nur vier erschienen. Die fünfte Angeklagte wird noch gesucht. Sollte sie nicht herangeführt werden können, soll der Prozess jedoch trotzdem stattfinden.

Am späten Nachmittag dann berichtete das Blatt über den weiteren Verhandlungsverlauf:

Es sind nur vier der fünf Angeklagten da, die einzige Frau fehlt. Richter Andreas Poth hat jedoch vorgesorgt. An allen Wohnorten der fünf Angeklagten hat er Polizei stationiert, sodass diese schnell vorgeführt werden können, falls sie nicht erscheinen. Doch im Falle der Frau gelingt das nicht. Sie ist weder zu Hause anzutreffen, noch auf ihrer Arbeitsstelle und auch nicht an einer dritten Adresse.

Auch die Anwesenden versuchen sich herauszuwinden:

Alle vier geben sich als ahnungslose Biedermänner. Sie wollen nur mehr oder weniger zufällig in die Aktion geraten und nicht selbst aktiv gewesen sein. Sie relativieren, wimmeln ab. Und alle vier streiten mehr oder weniger vehement ab, den „Reichsbürgern“ anzugehören. Aus Schreiben der Angeklagten an Behörden, unter anderem an das Gericht, wird aber deutlich, dass sie der Reichsbürgerszene angehören.

Reichsbürger haben eine auffallende Affinität zur DDR, darauf wurde in diesem Blog schon mehrfach hingewiesen. Auch in diesem Fall ist es nicht anders:

Einer war zu DDR-Zeiten zwölf Jahre Polizist, hat angeblich 1990 auf eigenen Wunsch gekündigt. „Ich war ein überzeugter DDR-Bürger, kam mit dem neuen Dienstherrn nicht zurecht‘“, sagt der Mann, der zwei Studienabschlüsse hat. Einen als Kriminalist, einen als Diplom-Staatswissenschaftler. Ob er wirklich aus freien Stücken die Polizei verließ, oder einer Stasi-Überprüfung entgehen wollte, ist offen. Jedenfalls schlug er sich danach als Finanzberater, später als Makler und Bauträger durch. Inzwischen hat er einen Offenbarungseid geleistet, ist arbeitslos. Ein anderer flüchtet im Juni 1989 aus der DDR, kommt 1992 zurück und ist ebenfalls arbeitslos.

Ein Ex-DPHWler versuchte es mit einer besonders primitiven Ausrede:

Einer der Angeklagten filmte die Aktion mit dem Gerichtsvollzieher mit seinem Handy. Seine Begründung dafür: „Ich wollte damit dokumentieren, dass ich bei den Taten nicht dabei war.“

Es bleibt zu hoffen, dass die konsequente Verurteilung krimineller Reichsbürger nicht durch eine etwaige Berufungsverhandlung  zunichte gemacht wird.

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5 Kommentare leave one →
  1. Giorgio permalink
    15/01/2016 12:16

    Herr Fitzek, die Einschläge kommen näher! 🙂

    • Luzifer permalink
      19/01/2016 17:42

      Nichtsdestotrotz läuft bei ihnen auf allen Kanälen: „Wir haben gewonnen.“ 🙂

      Webseite, Blog, Forum, Facebook … wozu wird das benötigt? Es steht überall nur dasselbe. Und beim Forum von schwach frequentiert zu sprechen, ist eine glatte Übertreibung.

      Bleibt der KRD-Blog. Ab und zu schreibe ich einen Kommentar. Es werden aber nur solche Kommentare freigeschaltet, von denen man glaubt, etwas damit anfangen zu können. Fragen oder Erklärungen, die ans Eingemachte gehen, haben keine Chance.

      Ich frage mich, ob Gaidetzka das bestimmen darf, ober ob der Oberfiduzzi persönlich durchwinken muss. Die Typen haben mehr Angst als Verlandsliebe und können nur in ihrem abgeschotteten Biotop überleben.

      Ist nur zu hoffen, dass sich der Richter an den Urteilen, die über die Reichshilfssheriffs verhängt wurden, ein Beispiel nimmt und dem Königspudel richtig einen einschenkt.

      Besonders angetan hat es ihnen das Sonnenstaatland. Jeder Kritiker ist mit absoluter Sicherheit ein Sonnenstaatländer. Ich bin zwar keiner, fühle mich aber geehrt. 🙂

      • 19/01/2016 19:31

        Der KRD-Blogbetreiber hat sicherlich die berühmte „Schere im Kopf“ stets parat, wenn es darum geht, welche Kommentare bei ihm veröffentlicht werden dürfen und welche nicht. Dann gab es ja noch den „Nasenform“-Kommentar von Fitzek, wo dem großen Meister erst zeitverzögert auffiel, wie offen antisemitisch er sich da geäußert hatte, und wo dann wohl nur ein Wink von ihm genügte, und der schmierige Beitrag wurde wurde im KRD-Blog ganz flott geändert: Peter Fitzek als Völkischer Beobachter

  2. Tofkas01 permalink
    16/01/2016 00:48

    „Einer der Angeklagten filmte die Aktion mit dem Gerichtsvollzieher mit seinem Handy. Seine Begründung dafür: „Ich wollte damit dokumentieren, dass ich bei den Taten nicht dabei war.““

    HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHHAHAHAHAHAHAH!!!!!!!! Also das hat gerade für einen Heiterkeitsausbruch bei mir gesorgt.

Trackbacks

  1. DPHW: Volker Schöne erneut zu Haftstrafe verurteilt | reichsdeppenrundschau

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