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PKW als Waffe: Reichsbürger fährt Polizeibeamten an

11/04/2016

reichs-terror

Die ununterbrochen stattfindende Hetze gegen den deutschen Staat und seine Bediensteten trägt erneut – und zunehmend – Früchte: Regelmäßig hört man von Reichsbürgern, die vor Gericht randalieren, die Gerichtsvollzieher bedrängen und Verwaltungsangestellte belästigen.

In Rostock hat der durchs Internet ausgelöste Massenwahn nunmehr einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. Ein Staatsleugner fuhr mit seinem PKW – offensichtlich vorsätzlich – einen Polizeibeamten an:

Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag mit Gewalt versucht, einer Geschwindigkeitskontrolle zu entkommen. Der 32-Jährige warf den Polizisten vor, dass für eine Verkehrskontrolle die Rechtsgrundlage fehle.
Nach Angaben der Polizei verhielt sich der Mann dabei aggressiv. Nach der Kontrolle fuhr er mit seinem Auto los, obwohl einer der Beamten noch davor stand. Der 55 Jahre alte Polizist wurde von dem Auto erfasst und rund 25 Meter auf der Motorhaube mitgerissen. Als der Fahrer bremste, fiel der Polizist vor das Auto auf den Boden und wurde dabei leicht verletzt. Bei dem 32-Jährigen soll es sich laut Polizei um einen Anhänger der sogenannten Reichsbürger-Bewegung handeln. Sie vertreten die Auffassung, dass Deutschland in der heutigen Form völkerrechtlich nicht existiert. NDR

Immer wieder behaupten Reichsbürger im Netz, dass deutsche Gesetze aus verschiedensten Gründen bedeutungslos seien – ihr Lieblingsthema ist hierbei das Ordnungswidrigkeitengesetz, kurz OWiG. Da solche Behauptungen in ihrer Konsequenz ein Aufruf zum Rechtsbruch, insbesondere zu Straftaten, sind, wäre es ratsam, die Urheber solch gezielt gestreuter Desinformation zu belangen. Es handelt sich in der Regel ja um Personen, die keine Unbekannten sind.

Doch die Reichsbürger werden in ihrem Wahn wohl noch wesentlich Schlimmeres anstellen müssen, bevor der deutsche Staat aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.

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4 Kommentare leave one →
  1. H. Rot permalink
    12/04/2016 09:06

    Was für ein gemeingefährlicher Irrer, dagegegen ist ja sogar der „krasse“ Peter Fitzek harmlos!

    • Noldor permalink
      13/04/2016 13:08

      Der „krasse“ Peter hat ja auch nur wegen einer überwucherten Kreuzung ein Kind angefahren.

  2. Steffi permalink
    17/04/2016 01:01

    Tatsächlich, so richtig böse, sind die ja irgendwie nicht. Sonst hatte da auch jemand die Dienstwaffe ziehen können wenn er sein Leben in Gefahr gesehen hätte.Das sind immer solche Väter-der-Klamotte-Aktionen die die Reichsdeppen abziehen. Alles vollkommen bestusst und mit deutschem Ernst vorgetragen.

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