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MDR berichtet vom 1. Prozesstag gegen Peter Fitzek

20/10/2016

Am 20.10.2016 kam Peter Fitzek mit Fuß- als auch mit Handfesseln zu seinem Prozess am Landgericht Halle – nicht ganz unamüsant zu sehen, wie der eitle Wittenberger sich ungelenk bewegte und verzweifelt versuchte gute Mine zum – für ihn – bösen Spiel zu machen.

Die anwesende Presse beschrieb ihn als selbstsicher und gelassen, bei genaueren Hinsehen aber wirkte Fitzek eher fahrig und keineswegs so siegessicher wie bei anderen Verhandlungen. Auch rhetorisch war er auf dem Rückzug. Auf einmal geht es ihm gar nicht mehr darum „die BRD abzuwickeln“, er wolle lediglich „das System“ zum Guten verändern. Und Reichsbürger, so distanziert sich Fitzek, seien doch „Ewiggestrige“. Das behauptet ausgerechnet einer, der sich sonst ein Deutschland in den Grenzen von 1937 wünscht – ein Deutschland mit einem politischen System, welches sich seiner Vorstellung nach an jenem der untergegangenen DDR zu orientieren hat.

In einem ist sich Peter Fitzek also zumindest treu geblieben: er ist und bleibt ein schamloser Lügner. Ansonsten spielt er Vabanque – er will das Gericht davon überzeugen, dass er ein durch und durch guter Kerl ist, der niemanden hintergangen hat. Und zu jenen Hunderttausenden, die er in bar abgehoben und an unbekannten Orten deponiert hat, will er so gar nichts sagen. So bleibt der Verdacht, dass das Geld nach wie vor vorhanden ist und er sich davon – nach dem ermogelten Freispruch, auf den er hofft – ein schönes Leben machen kann. Dass er sich im Falle eines Scheitern ins Ausland absetzen wolle, hat er gegenüber einer Zeitung vor geraumer Zeit zugegeben.

Wie unrealistisch Fitzeks mutmaßlicher Plan ist, lässt sich an dem Angebot der Vorsitzenden Richterin erkennen: Selbst bei einem vollumfänglichen Geständnis kann er mit 3,5 Jahre Freiheitsentzug rechnen.

LINK:

Mitschnitt vom Prozessauftakt durch Anhänger des „Königreichs Deutschland“

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5 Kommentare leave one →
  1. Verschlagener Peter permalink
    21/10/2016 14:28

    Naja, für 3-4 Jahre mehr Knast, wovon dann wieder pi mal Daumen die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wird, 1,3 Millionen aus der Hand zu geben ? In ein paar Jährchen lassen sich keine 1,3 Mios verdienen. Jede „Wohlverhaltensphase nach Privatinsolvenz“ dauert länger. Bloß danach steht man pleite da. Er macht das umgekehrt. Wenn er die Kohle in Form von Gold verbuddelt hat, kann ihm der wackelige Euro gleichgültig sein.

    Fitzek ist ein verschlagener Hund. Steckt euch den „Free Peter“ in den Hintern. Der will im Knast bleiben und anschließend kassieren.

    • 21/10/2016 17:25

      Der will im Knast bleiben und anschließend kassieren.

      Davon gehe ich auch aus, obwohl ich vermute, dass er sich bezüglich des zu erwartenden Strafmaßes erheblich irrt.

      • Verschlagener Peter permalink
        22/10/2016 03:10

        Wenn es nur um Untreue ginge und die von einer Gesamtschadensumme ausgehen, kann er nur maximal 5 Jahre bekommen; die nach zwei Dritteln, oder frühestens nach der Hälfte zur Bewährung ausgesetzt werden können. a.) 3.3 oder b.) 2,5 Jahre Haft…….ansonsten maximal 15 Jahre :-))

  2. Mork vom Ork permalink
    21/10/2016 16:56

    Der Justizzombie scheint nun beim Sonnenstaatland vorstelltig geworden zu sein. Stil und Handyallergie deuten darauf hin.

    https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?PHPSESSID=kl499r1q09ngv4puqdqd8bblv0&topic=3641.msg103647#msg103647

    • 21/10/2016 17:28

      Leser „Justizzombie“ kann sich äußern, wo und wann er mag. Zwischem dem Sonnenstaatland und der RDR bestehen keinerlei Konkurrenzen – im Gegenteil! -, so dass es tatsächlich egal ist, auf welcher Plattform die Leser ihre Beobachtungen mitteilen.

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