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Peter Fitzek, die königliche Heulsuse

20/10/2016
Peter Fitzek die Heulsuse

Referiert am 1. Verhandlungstag über seine vermeintliche Großartigkeit und vergießt dabei wollüstige Tränen.

Seit heute steht Peter Fitzek in Halle vor Gericht, die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, weit über eine Million Euro veruntreut zu haben. Gleich am ersten Tag vergoss der „König von Deutschland“ heiße Tränen des Selbstmitleids.

Zuvor hatte Fitzek im Gerichtssaal versichert, was für ein guter und selbstloser Mensch er doch sei. Die positive Selbstreflexion führte dann wohl zu dem tränenreichen Gefühlsausbruch. Unerwähnt blieb ebenfalls nicht, dass Fitzek – wie er selber meint – im Auftrag Gottes unterwegs ist. Er wäre der Handlanger des Schöpfers, so versicherte er dem Richter wortwörtlich.

Die „Süddeutsche Zeitung“ weist in ihrer Online-Ausgabe darauf hin, dass er hinsichtlich dieser selbst gestellten Aufgabe auch schon mal zugelangt hat:

… Kampfsportler Fitzek ist schon wegen Körperverletzung aktenkundig geworden: 2010 verletzte er eine Mitarbeiterin im Rathaus Wittenberg während eines Streits am Arm. Das dortige Amtsgericht verurteilte ihn daraufhin wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Noch während der Verhandlung versuchten seine Anhänger den Richter „festzunehmen“, weil dieser nicht das Recht habe, Fitzek, ein „souveränes Staatsoberhaupt“, zu verurteilen.

In einer aktuellen Botschaft, die auf den Werbeseiten des „Königreich Deutschland“ verbreitet wird, vergleicht sich Peter Fitzek mit Jesus. Offenbar ist ihm dabei entgangen, dass der christliche Messias eher weniger dafür bekannt ist, Frauen zu verprügeln und fremdes Geld zu verprassen.

Was den letzten Punkt angeht, so ist Fitzek vielleicht tatsächlich unschuldig. Denn Leute, die so dumm sind, einem Mann Geld zu geben, der in einem verlassenen Krankenhaus König und Heiland spielt, sind schließlich selber schuld wenn sie ihr Bares niemals wiedersehen.

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One Comment leave one →
  1. Buähhh permalink
    20/10/2016 23:28

    Jetzt liegen bei Wasser und Brot die Nerven blank. In Ketten geschmiedet, ein Bett aus Stroh und Ratten knabbern des nachts am fettigen Zopf. „Buhähhh“, schallt es durch die Gemäuer der JVA, was einst ein König war.

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