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Joseph Goebbels, Rüdiger Klasen und das „heilige Russland“

09/07/2017
Rüder Klasen Hoffmann und Joseph Goebbels

Zwei Hetzer mit ausgeprägter Russland-Liebe: Rüdiger Klasen-Hoffmann und Joseph Goebbels

Joseph Goebbels war keineswegs der brillante Rhetoriker, als der er von manch einem Historiker dargestellt wird. Er verstand es jedoch, seine irren und hasserfüllten Gedanken fast fehlerfrei aufzusagen.

Goebbels war ein Goebbels für (geistig) Arme. Rüdiger Hoffmann (alias Rüdiger Klasen) ist ein Goebbels für noch Ärmere – ein Goebbels der Schwachsinnigen, der Wohlstandsverwahrlosten und der politisch Asozialen.

Mit unglaublicher Ausdauer bläht er seine sich ständig im Kreis drehenden Gedanken in die (YouTube-)Welt. Sein Gefasel ist so selten dämlich und unfassbar langweilig, dass jeder halbwegs gescheite Mensch augenblicklich wegklickt, sobald er ein Hoffmann/Klasen-Machwerk im Internet erblickt. Selbst Videoclips von Modern Talking oder Coldplay erscheinen angesichts der Äußerungen eines Rüdiger Hoffmanns wie eine Erlösung und angenehme Unterhaltung.

Nicht nur die Dummheit und das abstoßende Gelaber verbinden Hoffmann-Klasen und Joseph Goebbels, sondern auch die unerschütterliche und für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbare Russland-Geilheit. Goebbels musste einst mühevoll von Hitler davon überzeugt werden, dass der Angriff auf das heilige Russland eine tolle Sache sei, während Klasen-Hoffmann heutzutage davon halluziniert, dieses „heilige Russland“ zu einem Angriffskrieg auf Deutschland anstiften zu können.

Klasen-Hoffmann ist tatsächlich ein staatenloser (in seiner eigenen Gedankenwelt: vaterlandsloser) Geselle, jederzeit bereit, alles und jeden zu verraten. Auch mit seiner angeblichen Entnazifizierung lief es bisher nicht so sonderlich, der ehemalige NPD-Funktionär ist und bleibt ein brauner Lümmel.

In einer gerechteren Welt würde irgendjemand die Zeit bis zum Tage seiner Geburt zurückdrehen, damit das arme Würstchen noch einmal ganz von vorne anfangen kann. Da das zum Glück nicht geschehen wird, hier noch abschließend die Sicht des Rüdiger Klasen Joseph Goebbels auf das „heilige Russland“, wie sie von der Weltnetz-Plattform Wikipedia übermittelt wird:

Das „heilige Russland“

Goebbels war von einer schwärmerischen Liebe zu Russland erfüllt. Das bolschewistische System hielt er für nur vorübergehend. Dann aber würde Russland vorangehen auf dem Weg zu einem idealen Sozialismus. Dieser würde auch einen neuen, den „kommenden“, Menschen erschaffen. Dieses Geschehen sollte in einer engen Wechselwirkung mit Deutschland ablaufen, möglicherweise auch in einer kriegerischen Auseinandersetzung. Aber nicht um Land oder Macht sollte gekämpft werden, sondern „um die letzte Daseinsform“.

Nach der Konfrontation mit Hitler verschwand dieses bislang so häufige Thema aus seinen Artikeln und aus seinem Tagebuch. Als Gauleiter übernahm Goebbels dann vorübergehend Hitlers Linie. Aber bereits 1929 wollte er Deutschlands Expansion in überseeischen Kolonien sehen, nicht in Russland. Als Propagandaminister folgte er wiederum Hitler, doch vor Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges im Jahr 1941 erwartete er dort wiederum den „echten Sozialismus“, und in den letzten Kriegsjahren drang er ständig auf eine humanere Besatzungspolitik

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3 Kommentare leave one →
  1. D-es-C-H permalink
    09/07/2017 18:10

    Bezüglich Russland mags zeitweise stimmen (da diente in den 20ern aber einigen Russland als Projektionsfläche und G. kam ursprünglich eh vom sozialistischen Flügel der Partei, war den Strasser-Brüdern zunächst näher als Hitler), aber ansonsten würd ich sagen:
    Hess ist die Blaupause für die meisten dieser Gesellen, Hess.

    Eso, Verschwörungstyp, alternativ-medizinisch unterwegs, brachte sein eigenes makrobiotisches Essen in die Reichskanzler mit, fanatischer Schreihals wenn er auf der Bühne stand aber weinerlich und voll Selbstmitleid wenn Gegenwind kam, Hypochonder, sinnloser Aktionismus als letzte Option etc.
    Hier das brachte er in Nürnberg raus; das ist mMn eher das Kaliber aktueller VTler:

    „…daß meine Umgebung während meiner Gefangenschaft sich in einer eigenartigen und unverständlichen Weise mir gegenüber verhielt, in einer Weise, die darauf schließen ließ, daß diese Menschen irgendwie in einem geistig anomalen Zustand handelten. Diese Menschen und Personen meiner Umgebung wurden von Zeit zu Zeit ausgetauscht. Dabei hatten einige der Ausgetauschten und neu zu mir Kammenden eigenartige Augen. Es waren glasige und wie verträumte Augen. Dieses Symptom hielt aber nur wenige Tage an; dann machten sie einen völlig normalen Eindruck. Sie waren von normalen Menschen nicht mehr zu unterscheiden.
    Nicht nur ich allein habe diese eigenartigen Augen bemerkt, sondern auch der damals bei mir befindliche Arzt Dr. Johnston, ein britischer Militärarzt, ein Schotte.
    Es kam nämlich im Frühjahr 1942 ein Besucher zu mir, der ganz offensichtlich mich zu provozieren suchte und sich in einer eigenartigen Weise mir gegenüber verhielt. Dabei hatte auch dieser Besucher diese eigenartigen Augen. Hinterher frug mich Dr. Johnston, was ich von diesem Besucher hielte. Ich sagte ihm, ich hätte den Eindruck gehabt, daß er aus irgendeinem Grunde nicht geistig vollkommen normal war, worauf Dr. Johnston nicht etwa, wie ich erwartet hatte, protestierte, sondern seinerseits zustimmte, ob mir nicht diese eigenartigen Augen aufgefallen seien, diese wie verträumten Augen.
    Dr. Johnston ahnte nicht, daß er selbst, als er zu mir kam, genau die gleichen Augen hatte.“

    Das könnte so oder ähnlich, find ich, auch von so manchem unserer Kundschaft kommen.
    Sowas wär Goebbels nicht mal eingefallen. Der berechnende Zynismus dieses Herren, sein Opportunismus, aber auch seine Konzepte bedingen eine Reflektiertheit, die den emotionaleren Charakteren wie Hess oder meinetwegen auch Rüdi abgeht.
    Ein Hess las Norstradamus.
    Goebbels fand an Nostradamus nur interessant, wie man ihn verwenden könnte um die Moral der Franzosen zu untergraben.
    Hess liess sich von Horoskopen, Sinnsprüchen usw. beeinflussen.
    Goebbels liess nach Hess´ Englandflug Horoskope verbieten.
    Usw.

    Warum wollte G. zB. eine andere Besatzungspolitik? Nicht Russland oder den Russen zuliebe sondern um Leute und nützliche Idioten wie Wlassow zu stärken.
    Weil er begriffen hatte, dass man bei der Invasion gegen die „slawischen Untermenschen“ komplett übersehen hat, dass etliche Russen usw. erst durch die harten Massnahmen der Deutschen zum „Grossen Vaterländischen Krieg“ hinter Stalin gebracht wurden – die für einen Sturz Stalins aber anfangs mit geschickter Behandlung evtl. motivierbar gewesen wären. Um dann nach dem Sieg, darüber braucht es keine Illusionen, im Generalplan Ost keinen Platz gefunden hätten, ausser als Opfer. Etliche Ukrainer und Balten hatte man schliesslich erfolgreich für die Mordpläne einspannen können.

    Nicht, dass ich diesen Mordpropheten, Hetzer, Judenhasser (kaum einer kam da an ihn ran) und letztlich Killer der eigenen Kinder irgendwie weisswaschen will. Aber er spielte Emotionen eher als dass er von ihnen gesteuert war. Goebbels war eiskalt und vorsichtig geworden durch die internen Machtkämpfe, die ihn erst nach Stalingrad wieder bedeutenden Einfluss nehmen liessen.
    Ein Rüdi lässt sich da mehr, aus meiner Sicht, von dem Gefühl der eigenen Bedeutung, wegtragen. Viel weniger berechnend, mehr Bauchmensch.

    Ich seh und hör jedenfalls eher Hess bei diesen Leuten als Goebbels.
    Mir ist klar, dass man die Quellen usw. (hier: Spandauer Tagebücher, Nürnberger Protokolle, Goebbel TB, Goebbels „Pressekonferenzen“ etc.) auch anders interpretieren kann.
    Aber wenn ich Deinen Beitrag als Aspekt einer Diskussion sehe ist das hier eben ein anderer. Ich find in diesem Fall: Das Bild hängt schief.

    • kairo permalink
      02/08/2017 20:41

      Im Jahre 1942 hatte Rudolf Heß sicherlich keinen britischen Militärarzt in seiner Umgebung. Steht das wirklich in der Quelle?

  2. Richard Sharpe permalink
    10/08/2017 13:33

    Warum nicht?

    Hess England-Flug war 1941, 1942 befand er sich also in englischer Gefangenschaft.

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