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2 Jahre und 6 Monate Haft für Peter Fitzek … und warum das gar nicht schlimm ist

11/08/2017
König Peter Fitzek

Peter Fitzek spielt „Oberster Souverän“

Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei der eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden ignoriert. Quelle

Um zu verstehen, was in Peter Fitzeks seltsamen Gehirn vorgeht, muss man keineswegs Psychologie studiert haben. Jeder Laie kann in der Wittenberger Knalltüte lesen wie in einem offenen Buch. Fitzek will keineswegs als besonders klug gelten, er möchte vielmehr, dass man ihn als begnadetes Ausnahme-Genie bewundert. Sein grotesk übersteigerter Geltungsdrang ist unübersehbar.

Gewiss hat es ihn bis ins Mark getroffen, als ein kompetenter Gerichtsgutachter ihm lediglich „durchschnittliche Intelligenz“ attestierte. Aber einer, der sich nicht nur für einen Schlaumeier sondergleichen hält, sondern auch für „berufen“, der erholt sich natürlich schnell von einem solchen Schock. Immerhin ist er ja auch noch Staatschef, König und Gottessohn … möglicherweise sogar ein Alien aus einer anderen Dimension. Ganz genau wissen das nur jene BaFin-Beamten, die Fitzeks beschlagnahmten Computer untersuchten – auf der Festplatte soll draufgestanden haben, was für ein Überwesen der dauergrinsende Wittenberger nun genau ist.

Aber wieso ist ein solch Dicker Max – nach anfänglichen Erfolgen bei einer skurrilen Anhängerschaft – derzeit und zunehmend so erfolglos? Die hohe Intelligenz und das Auserwähltsein müssen sich doch endlich einmal bezahlt machen.

Auch das kann sich ein wahnhaft Gestörter wie Fitzek leicht erklären. Jeder Widerstand, jede Pleite ist eine göttliche Prüfung – möglicherweise jedes Mal die letzte Hürde, die noch zu nehmen ist. Ein Test, ob er auch wirklich würdig und mutig genug ist, um die Welt zu beherrschen…

Deshalb ist auch das hier gar nicht weiter schlimm:

Der Wittenberger Peter Fitzek ist am Dessauer Landgericht zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Wegen mehrerer Vergehen soll der selbst ernannte „König von Deutschland“ zweieinhalb Jahre im Gefängnis verbringen. Die Richterin sah es am Donnerstagabend als erwiesen an, dass der 51-Jährige illegale Geschäfte mit einer Art eigener Krankenkasse gemacht hat, der „neudeutschen Gesundheitskasse“. Quelle

Die wichtigsten himmlischen Prüfungen sehen dann so aus:

2 Jahre und 8 Monate (AG Wittenberg)

3 Jahre und 8 Monate (LG Halle

2 Jahre und 6 Monate (LG Dessau-Roßlau)

Aber Fitzek wird überall in Revision oder sonst was, gehen. Und dann ist der liebe Gott mit ihm zufrieden. So ein tapferes Kerlchen. Dem klugen Peter werden güldene Flügel wachsen, und ein strahlendes Licht wird von ihm ausgehen. Die ganze Welt wird ihm zujubeln. Und dann kommen die Wärter, nehmen Fitzek die Zwangsjacke ab, um seine Windeln besser wechseln zu können.

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4 Kommentare leave one →
  1. H. Rot permalink
    12/08/2017 17:09

    Soll er doch die 2 Jahre und 6 Monate auch als Prüfung ansehen. Da macht ihm das Sitzen bestimmt total viel Spass.

Trackbacks

  1. Wie man mit fünf Euro am Tag „Reichsbürger“ trollt @ gwup | die skeptiker

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