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Peter Fitzek: Kaum Neues vom „Weinenden König“…

08/12/2016
Königreich Deutschland

„Königreich Deutschland“, die Abzocker-Sekte des Peter Fitzek

Pünktlich am Nikolaustag konnte Peter Fitzek ein denkwürdiges Jubiläum feiern. Ein komplettes halbes Jahr Knast lag nun hinter ihm. Seine Chancen, auch die Weihnachtsfeiertage über im Gefängnis zu verbringen, stehen bislang nicht schlecht.

Peter Fitzek ähnelt einem Tanzbären, wenn er nach wie vor mit Fuß- und Handfesseln im Gerichtssaal aufmarschiert. Er versucht die peinliche Demütigung mit seinem penetranten Dauergrinsen zu überspielen, und später, wenn seine Hände befreit sind, hämmert er auf sein Notebook ein, um wenigstens den Anschein zu erwecken, die Situation irgendwie unter Kontrolle zu haben.

Und er versucht sich als das zu präsentieren, was er allzu gerne sein möchte – als Ankläger. So fragte er vorgeladene Zeugen (Beamte der BaFin, den staatlich bestellte Abwickler Rechtsanwalt Oppermann) mehrfach nach irgendwelchen „Verantwortlichen“. Es geht ihm dabei um Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen in den Räumlichkeiten der Königreich-Deutschland-Sekte.

„Verantwortlich sein“ heißt für Fitzek stets auch „verantwortlich gemacht werden“  – was allerdings nur für andere gilt, nicht etwa für ihn selbst. Die Vorsitzende Richterin freilich sieht keinen Raum für derartig Gockelverhalten, zumal Fitzeks Fragen nichts mit dem zu haben, was man ihm vorwirft: Untreue!

Auch weiterer Blödsinn wurde fix vom Gericht abgebügelt. Ein verblendeter Anhänger schreibt im „KRD-Blog“:

Peter (Fitzek) beginn damit, neue Beweisanträge zu stellen: (So) soll seitens des Gerichts festgestellt werden, […] dass die Schreiben der BaFin aufgrund der fehlenden Formalitäten (sic!) lediglich Entwürfe waren.

[…] zum zweiten (Beweisantrag) kommt es schon nicht mehr. In meiner Erinnerung reden seine Anwälte und auch die Vorsitzende Richterin plötzlich abwechselnd auf ihn ein. Ich beobachte Peter (Fitzek) genau. Er sitzt auf seinem Platz und ist ungewöhnlich still.

Kein Wunder, denn König Fitzek ist platt wie eine Flunder. Er ist es seit Jahren gewohnt, dass Anhänger ihm bedächtig lauschen, ihm jede Lüge, sei sie auch noch so grottendumm, abnehmen. Nicht das Maß aller Dinge zu sein, ist eine Erfahrung, von der er glaubte, sie nie wieder machen müssen.

Erst einen Augenblick später, als Peter (Fitzek) zu sprechen beginnt und weint, wird mir klar, dass ich gerade innig mit ihm mitfühle …

„Wie ich hier vor Gericht und in der Öffentlichkeit derzeit dargestellt werde,  belastet mich emotional sehr! Dass es [das Geld] nicht in meiner Tasche ist, würde ich gern mal darlegen wollen, stattdessen muss ich hier still dasitzen und zuhören, welche Dinge da über mich verbreitet werden. Am Tag der Aussagen der BaFin-Zeugen hatte ich bis 19:30 Uhr Tränen in den Augen.“

Tränen jämmerlichsten Selbstmitleids. Fitzek hält seine Geldgier für eine heilige Tugend … und seine Verschwendungssucht für eine gottgegebene Begabung. Kein Wunder, dass bei einem derartigen Selbstbild heiße Tränen zu fließen beginnen. Er hat ja nur Gutes getan.

Wie es seinen engsten Anhängern vor Ort, in Wittenberg, geht, interessiert Fitzek offenbar weniger. Er hat sie den Berichten zufolge mit keinem Wort erwähnt. Auch für die Anleger, die er um Hunderttausende erleichtert hat, findet er kein Wort des Bedauerns.

Fitzek hat nur ein Thema, und das heißt Fitzek.

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6 Kommentare leave one →
  1. Gefistete Stimme permalink
    09/12/2016 18:29

    Don Quijote kämpft öffentlich gegen sein Unterbewußtes samt geknickter Erwerbsbiografie („Seht her ! Was hätte aus mir alles werden können“) während seine Dulcinea daheim Pralinen frisst. Echt sinnfrei-aristokratisch mit einem Hauch von DDR-Proletariat.
    Margot und Erich grüßen mit gebrochenen Herzen aus dem Jenseits….“Halte durrch, Pehhter!“ ( Regieanweisung: Fistelstimme )

  2. Ulla permalink
    11/12/2016 18:10

    Nur zur Information ! Peter Fitzek schult während seiner Haft zum Weinkönig um. Er baut sich im Rahmen der tätigen Reue eine neue Perspektive auf. Er weint also nicht wirklich.
    Er möchte dem Gericht nur zeigen, dass er den Gesellenbrief als Weinkönig fast in der Tasche hat. Das verbessert seine Sozialprognose und reduziert .ggf das Strafmaß.

  3. Mitlesender permalink
    16/12/2016 08:50

    Na, das wird dann aber ein Weinachtsfest für Peter werden!

    • Alf permalink
      16/12/2016 22:56

      Und Sylvester werden zu seinen Ehren ein paar Heuler abgebrannt 🙂

Trackbacks

  1. Besorgte Nachrichten, KW 49/2016 « Wir sind besorgte Bürger!

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