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Ein veritabler Kotzbrocken

24/10/2017
Polizistenmörder Wolfgang Plan

Grinsender Mörder: Wolfgang Plan

Diejenigen, die den deutschen Staat leugnen, machen viel Getue um ihr Menschsein. Sie seien nicht „auf hoher See verschollen“, „keine Person“ … sondern eben „Mensch“. Und so gesehen viel menschlicher als all jene „Schlafschafe“, die noch nicht „aufgewacht“ seien.

Diese Leute sind eben ganz anders als die Bundesrepublik Deutschland, die ihren Bürgern Sozialleistungen zukommen lässt wie kein Staat jemals zuvor, die andere Länder massiv mit Entwicklungshilfe unterstützt, und die großzügig Migranten einreisen lässt, um diese vor Krieg, Krisen und Armut zu schützen.

Wie aber genau ist es um die moralische Überlegenheit der zitierten Staatsleugner bestellt? Was tun Reichsbürger, Selbstverwalter und DDR-Fans im Einzelnen, um ihrer selbst attestierten Nächstenliebe Ausdruck zu verleihen?

Nun, sie pöbeln in plumper Regelmäßigkeit Angestellte des deutschen Staates an; sie verletzen, wie Peter Fitzek es getan hat, Kinder in Straßenverkehr und werden gegenüber Frauen gewalttätig. Drohen, nötigen und beleidigen gehört zum Tagesgeschäft.

Und sie schießen – das ist der Höhepunkt reichsdeutscher „Menschlichkeit“ – auf Polizeibeamte, verletzen und töten sie. Adrian Ursache und Wolfgang Plan sind diesbezüglich die Vorreiter jener Szene, die vom Verfassungsschutz (tagesformabhängig) auf 10.000 bis 15.000 Personen geschätzt wird. Die Reichsdeppenrundschau geht von 40.000 Personen aus … und von bis zu 100.000 Befürwortern und Sympathisanten.

Unabhängig davon, wie die Zahlen aussehen mögen: Aus der Szene hat sich bislang niemand von der Schießwütigkeit eines Adrian Ursache und eines Wolfgang Plan distanziert. Im Gegenteil! In verschiedenen Foren und in den einschlägigen Blogs halluziniert man von einer staatlicher Verschwörung. Die Täter, so meint man, hätten nur aus einem gewissen Notstand heraus gehandelt.

Adrian Ursache wird wohl für einige Jahre hinter Gittern verschwinden, Wolfgang Plan wurde heute zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Die vor Gericht vorgebrachten Ausflüchte halfen den beiden Revolverhelden bisher nicht wirklich weiter.

Wolfgang Plan hat besonderen Symbolwert für die reichsdeutsche Szene und deren moralische Verkommenheit. Er ist das Sinnbild des selbstgefälligen, selbstgerechten Staatsleugners – ein veritabler Kotzbrocken, der sich herausnimmt, rücksichtlos auf alles eindreschen zu dürfen, was ihm nicht in den Kram passt. Gleichzeitig mochte er (ebenfalls szenetypisch) nicht auf eine depperte Selbsterhöhung verzichten:

Reichsdeutsche Wichtigtuerei

Die wahnhafte Selbstbeweihräucherung des Wolfgang Plan (zum Vergrößern anklicken).

 

Rechtsanwältin Susanne Koller lächelt verzückt, als ihr der Polizistenmörder Wolfgang Plan die Hand reicht.

Wolfang Plan wurde gestern aufgrund seiner am 19. Oktober 2016 an einen jungen Polizeibeamten begangenen Bluttat verurteilt.

Dass die lebenslange Haft in der reichsdeutschen Unterstützer-Szene auf Unverständnis stößt, war nicht anders zu erwarten. Dass Plans Rechtsanwältin Susanne Koller eine bizarr wirkende Begeisterung für ihren Mandanten entwickelte, stößt hingegen unangenehm auf:

Die Verteidigerin will nun umgehend Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Sie bezeichnete das Urteil politisch motiviert. Vor Journalisten sagte sie, „uns wurde zugetragen, es bestand eine gewisse Erwartungshaltung der Politik und Behörden über den Ausgang des Verfahrens“. Dieser habe das Gericht offenbar nicht standgehalten. Quelle

Dass Anwälte vom Wahn ihrer Mandanten angesteckt werden können, ist spätestens seit den 70er-Jahren bekannt, als sich gewisse Juristen mehr oder weniger mit den kranken Ideen der RAF-Terroristen solidarisierten. So gesehen mag man sich einfach damit begnügen, dass Frau Koller im Laufe des Verfahrens einen Koller bekam.

Nomen est omen? In Fernsehinterviews machte Frau Koller des Öfteren den Eindruck, als ob sie einen Koller habe…

Wolfgang Plan selbst hat Glück gehabt. Das Gericht mochte in seinem häuslichen Amoklauf keine besondere Schwere der Schuld erkennen. Damit kann er nach 15 Jahren wieder auf freien Fuß kommen.

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10 Kommentare leave one →
  1. Susanne permalink
    24/10/2017 12:51

    Ich kann das Bild „Die wahnhafte Selbstbeweihräucherung des Wolfgang Plan“ leider nicht zum Vergrößern anklicken.

    Wie darf man dich eigentlich persönlich ansprechen, du Reichsdeppenrundschauherausgeber?

    Gruß
    Susanne

    • 24/10/2017 15:10

      Zu 1: Jetzt müsste es funktionieren.
      Zu 2: Einfach hier etwas Passendes heraussuchen 🙂

      • Susanne permalink
        24/10/2017 16:36

        Zu 1: Danke. Ein Knaller!
        Zu 2: Gut. Was ich auch wähle, ich werde dich nur auf Knien rutschend ansprechen …

    • Drxdsdrxds permalink
      24/10/2017 19:06

      Einer? Die Reichsdeppenrundschau ist ein ganzes Redaktionsteam!

      • 29/10/2017 17:34

        Die Reichsdeppenrundschau ist ein ganzes Redaktionsteam!

        Nicht zu vergessen, unser Redaktionshochhaus in New York sowie unser Hubschrauber, der sogar unter Wasser fliegen kann. Da erblasst ein Mathias Langer vor Neid…

  2. 24/10/2017 20:32

    Zum letzten Satz, den solltest du abändern in: Kann nach 15 Jahren einen Antrag auf Bewährung stellen, aber da diese Anträge in fast jedem Fall abgelehnt werden, wird er wohl mindestens 18 Jahre im Knast verbringen.

  3. Susanne permalink
    14/11/2017 11:48

    off topic: Peter Fitzek ist einer der drei Finalisten für ‚Das goldene Brett vorm Kopf 2017‘
    https://blog.gwup.net/2017/11/14/das-goldene-brett-2017-die-finalisten-stehen-fest/

    Nun bekommt er endlich die Anerkennung, die er sich so ersehnt hat …

  4. Susanne permalink
    24/11/2017 18:25

    Fitzek hat tatsächlich ‚Das goldene Brett vorm Kopf 2017‘ gewonnen: https://blog.gwup.net/2017/11/23/das-goldene-brett-2017-and-the-winner-is-peter-fitzek/

    Kompliment!

  5. Luzifer permalink
    27/11/2017 14:52

    Zitat:

    „Vor Journalisten sagte sie, „uns wurde zugetragen, es bestand eine gewisse Erwartungshaltung der Politik und Behörden über den Ausgang des Verfahrens“.“

    So etwas heisst heute:

    „Hat die Ente durchgestellt.“

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