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Unbedarfter RTL-Reporter lässt sich von Peter Fitzek einschüchtern

06/11/2013
Fitzek-Video

Bild anklicken, um das Video zu sehen!

Peter Fitzek hält sich für eine Art Messias und verleiht sich selbst groteske Titel: „Oberster Souverän“, „Imperator Fiduziar“ oder „Sohn des Horst’s“. Er glaubt fest daran, Deutschland zu Grenzen verhelfen zu können, wie sie 1937 bestanden hatten – ein Jahr, das bezeichnenderweise mitten in der Nazizeit lag.

Der gelernte Koch hat eigener Auskunft nach dem lieben Gott „ein Versprechen gegeben“. Und so würde man von einem Himmelsboten eigentlich ein gewisses Maß an Gelassenheit und Größe erwarten. Aber weit gefehlt: Fitzek dreht ständig durch – mal sperrt er aufmüpfige Anhänger ein, mal geht er auf wehrlose Frauen los.

Einen Beweis seiner Kleinkariertheit lieferte der „Oberste Souverän“ am 26.10.2013, am Tag der offenen Tür des „Königreichs Deutschlands“. Es ist bekannt, dass Fitzek dringend Geld einnehmen muss, sonst ist Schluss mit seinem Scheinstaat. Der „Königliche Reichsbank“ mangelt es an Kunden, überdies ist sie illegal. Nun sollen die Finanzen auf andere Art und Weise aufgestockt werden. Auf einem Werbezettel rief Fitzek zur Steuerhinterziehung auf – Gewerbetreibende könnten im „Königreich Deutschland“ produzieren, ohne dafür Steuern an den deutschen Staat entrichten zu müssen.

Alfred Porada meldete sich daraufhin zu einem Seminar im „Königreich Deutschland“ an, ohne jedoch zu erwähnen, dass er für das RTL-Magazin „Explosiv“ arbeitet. Anders als ein weiterer RTL-Reporter und ein Kameramann, die sich von Anfang an als Journalisten zu erkennen gaben. Zu sehen ist dies auf einem von Fitzek veröffentlichten Video, das mit einem Zitat John Swintons beginnt. Über den Wahrheitsgehalt der Worte, die dem ehemaligen Chefredakteurs der New York Times zugeschrieben werden, lässt sich sicherlich streiten … unzweifelhaft aber passt das Zitat gut zu den paranoiden Ansichten Fitzeks: Hinter den großen Medien stünden stets mächtige Hintermänner, verschwörerische Organisationen sowie die „Hochfinanz“.

Gleich in der ersten Szene erleben wir einen aggressiven, aufgebrachten Peter Fitzek. Er hat zu diesem Zeitpunkt bereits herausbekommen, dass Alfred Porada kein Unternehmer ist, sondern zum RTL-Team gehört. Die Anhänger Fitzeks sind in der Überzahl, und Porada hat eine erkennbare Verteidigungshaltung eingenommen. Fitzek nutzt dies gnadenlos aus, prescht körperlich nach vorn, spricht im Stakkato zu Porada, stellt ihm ständig Fragen. Der RTL-Mann lässt sich zunehmend in die Defensive treiben, seine Körpersprache verrät Unsicherheit.

der_kleine_koenig

Peter Fitzek: „Hier wird ein neuer Staat geschaffen, im Prinzip, der Interesse an den Bürgern hat, Interesse an der Freiheit der Menschen hat und nicht an ihrer Knechtung.“

Porada nickt immer wieder zustimmend mit dem Kopf, eignet sich sogar völlig unkritisch die Unterscheidung zwischen Deutschland und „Königreich Deutschland“ an. Es erstaunt, dass eine derart unbedarfte Person Journalismus studiert hat und für ein TV-Magazin wie „Explosiv“ arbeiten darf. „Sie sind von vornherein ein Betrüger gewesen!“, ruft Fitzek ihm zu. Er merkt, dass er mit Porada nahezu alles machen kann, was er will. Es folgt ein kindisches Geplänkel um den Namen des Journalisten. Der habe sich in einem Formular „Porad“ statt „Porada“ genannt.

Porada willigt ein, sich auszuweisen. Er lässt sich zu seinem Wagen dirigieren, wirkt weiterhin eingeschüchtert, seine Gestik ist beschwichtigend und abwehrend (Minute 3:52). Tatsächlich zeigt er Peter Fitzek seinen Ausweis, hält ihn sogar in dessen Kamera (4:18). Fitzek genießt seine Macht über diesen Mann in vollen Zügen; sein Grinsen dabei kann man nicht anders als gehässig und sadistisch bezeichnen (5:00). Statt nun endlich Ruhe zu geben, hält er Porada vor, kein ehrlicher Mensch zu sein.

Ausgerechnet ein Peter Fitzek hat eine solche Äußerung nötig. Es ist noch nicht lange her, dass er sich gegenüber einem SPIEGEL-TV-Team verleugnen ließ: er befände sich gerade in einer Besprechung mit dem „zukünftigen Konsul von Paraguay“. Eine eindeutige Lüge. Und gewiss nicht die Einzige.

Der „Oberste Souverän“ will offenbar austesten, wie weit er bei Porada gehen kann. Er fingert nach dem Hals des RTL-Manns: „Ich will gucken, ob Sie ein ehrlicher Mensch sind. Aber Sie zittern schon so … im Halsbereich …“. Der RTL-Reporter macht trotz des Übergriffs keinerlei Abwehrbewegung. Er reicht Fitzek sogar zum Abschied die Hand (7:51). Der nimmt sie und sagt: „Sie zittern immer noch! Weil Sie lügen und weil Sie ein unehrlicher Mensch sind, zittern Sie!“

Wenn Porada tatsächlich zitterte, dann möglicherweise, weil er Angst vor Peter Fitzek hatte – weil er spürte, dass mit diesem Menschen etwas nicht stimmt. Vielleicht war ihm auch bekannt, dass Fitzek bereits wegen Körperverletzung vorbestraft ist. Im Video ist zu sehen, wie es Fitzek zum Schluss hin sogar gelingt, den RTL-Kameramann und den zweiten Reporter einzulullen. Der Kameramann meint, dass er das im „Königreich Deutschland“ Erlebte spannend gefunden habe, dass das Verhalten des RTL-Teams hingegen nicht koscher gewesen sei (8:00). Fitzek grinst selbstzufrieden und bietet dem Kameramann einen Job im „Königreich“ an.

In dieser Hinsicht muss man Alfred Porada, der insgesamt ein schwaches Bild abgab, eines lassen: Zum Schluss (16:25) wurde er sich bewusst, mit was für einer Bande er es hier zu tun hatte, wie sehr sein Team die ganze Zeit über manipuliert worden war. Mit einem energischen „Punkt!“ unterbrach er das mittlerweile fast freundschaftliche Geplänkel seiner Kollegen mit dem Möchtegern-Monarchen.

Porada hat erkannt, dass jegliche Diskussion mit Reichsbürgern reine Zeitverschwendung ist.

Link

Artikel auf Sonnenstaatland zum gleichen Thema: Peter Fitzek und die „Systemmedien“

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31 Kommentare leave one →
  1. Wilki permalink
    07/11/2013 14:20

    Ist das schon bekannt?

    http://koenigreichdeutschland.de/de/akkreditierung.html

  2. Luzifer permalink
    07/11/2013 17:00

    Da hat sich RTL wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Die müssten doch langsam wissen, wie Fitzek tickt und jemand schicken, der selbstbewusst auftreten kann und sich vor allem mit der Materie auskennt.

    Dass es der Reporter mit der Angst bekam, kann ich ihm nachfühlen. Es ist ja inzwischen allgemein bekannt, dass Fitzek zu gewalttätigen Ausbrüchen neigt.

    Lustig war auch, als Fitzek von körperlichen Anzeichen faselte. Er sollte mal in den Spiegel schauen, wenn er kurz vor einem seiner Tobsuchtsanfälle steht.

    Ist dieses Video schon bekannt? Ab Minute 18 plaudert Merkwürden ein wenig aus dem Nähkästchen.

    Als Kind und Jugendlicher sei er oft gehänselt worden, erklärt Fitzek. Über die Gründe kann man nur Mutmassungen anstellen. Es scheint mir jedoch nicht zu weit hergeholt, sich Fitzek als dummes Kind mit Minderwertigkeitskomplexen vorzustellen. Die Folge war der Versuch, diese Unzulänglichkeiten mit Gewalt zu kompensieren. Fitzek entwickelte sich zum Schläger, der Leute auch schon mal „prophylaktisch verprügelte“, wie er sich ausdrückt.

    Sein Hang zur Gewalt und der Wunsch, andere Menschen beherrschen zu wollen, ist wohl diesen Umständen geschuldet. Was sie natürlich in keiner Weise rechtfertigt.

    • 07/11/2013 18:25

      Danke für den Hinweis!

      Lustig war auch, als Fitzek von körperlichen Anzeichen faselte. Er sollte mal in den Spiegel schauen, wenn er kurz vor einem seiner Tobsuchtsanfälle steht.

      Du spielst sicher auf den „berühmten“ mahlenden Unterkiefer an, bevor Fitzek eine sich anbahnende Hofrevolution im Keim erstickte, indem er die Beteiligten kurzfristig ihrer Freiheit beraubte.

      Als Kind und Jugendlicher sei er oft gehänselt worden, erklärt Fitzek.

      Es hat das, glaube ich, auch gegenüber dieser BILD-Autozeitschrift erwähnt. Sein Nachname wurde damals böse verballhornt. Falls er wirklich mal im Gefängnis landen sollte, muss er damit rechnen, dort wiederum gehänselt zu werden. Von Mitgefangenen, die kräftiger sind als er.

      • Luzifer permalink
        07/11/2013 18:43

        Ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass Fitzek mit seiner Art, Menschen belehren zu wollen, bei den Knastis gut ankommt.

  3. TOFKAS01 permalink
    07/11/2013 22:43

    Man könnte auch sagen: Bei allem wo RTL keine Jugendlichen in irgendwelchen gescripteten Shows ausbeuten kann sind sie überfordert. ZDF Neo hat das damals mit diesem auf Youtube zu findenden „Wild Germany“-Beitrag wesentlich souveräner gehandhabt.

  4. best boy permalink
    08/11/2013 10:26

    Dem Reporter scheint es an jeglicher Selbstachtung zu mangeln. Nachdem Fitzek ihm bereits zweimal den Handschlag verweigert hat, reicht er ihm dann nochmal die Hand. Da muss er sich nicht wundern dass Fitzek wieder eine dumme Bemerkung macht.

  5. Waldhonig permalink
    09/11/2013 17:38

    Also nach meinem Gefühl greift Ihr in diesem Artikel ganz schön daneben!

    Punkt 1: Fitzek hat in einem Punkt Recht, nämlich, dass das RTL-Team NICHT ehrlich war und sich mit einem falschem (abgeänderten) Namen „eingeschlichen“ hat. Das gibt der Kameramann selbst zu. Wer unter falschem Namen auftritt, der lügt. Es spielt es keine Rolle, wie stark er seinen Namen verändert hat. (Der Vorname passt ja auch nicht)

    2. Ich hatte ich einen völlig anderen Eindruck vom Reporter. Er versucht, sich auf Fitzeks Schiene zu begeben, um auf diese Weise mehr raus zu kriegen, Motto: „Nehmen wir mal an, Sie hätten ein Königreich, dann wäre doch immer noch…“ Es ist doch klar, dass er nicht weiterkommt, wenn er auf Konfrontation geht. Ich sehe ihn gar nicht so sehr in der Defensive, er weiß halt, dass er beim Namen gelogen hat, da gibt es nichts zu diskutieren. Davon abgesehen versucht er, weiter Fragen über Steuern zu stellen und will wissen, warum ein Zettel mit Fragen 400 € kostet. Und dass die anderen beiden keine „Fans“ geworden, aber scheinbar durchaus ein Stück Empathie für Fitzek entwickelt haben, kommt vor im Leben 😉 Es ist nicht immer alles total schwarz oder weiß.

    3. Bei der allseits bekannten fragwürdigen „Qualität“ von RTL Explosiv hätte Euch mehr Ausgewogenheit gut zu Gesicht gestanden. Ehrlich gesagt habe ich hier für KEINE Seite Sympathie. Mir würde es auch nicht passen, wenn mich einer unter falscher Identität ausfragt und sich hinterher als RTL-Schmierfink zu erkennen gibt. Dass es dem Opfer in diesem Fall (nach unserer Meinung) Recht geschieht, macht weder die Sendung noch die Methoden der Reporter besser.

    • Susanne permalink
      09/11/2013 20:31

      Ähm, Täuschen und verdeckte Recherchen sind Bestandteil journalistischer Arbeit. Das sich das RTL-Team hierbei vielleicht besonders dämlich angestellt hat, ist eine andere Sache. Es ist auch garnicht nötig, seinen echten Namen da irgendwo anzugeben (war dumm vom Reporter, darauf überhaupt einzugehen und sogar noch seinen Ausweis zu zeigen). Dem „Imperator“ gefällt es natürlich nicht, dass Journalisten auch mal hinter die Kulissen der Fitzekschen Inszenierung schauen wollen. Zum Thema „Pressefreiheit“ scheint man in dem Verein ohnehin eine recht eigenwillige Einstellung zu haben. Auf Schritt und Tritt werden die Journalisten von fitzekgetreuen Überwachern verfolgt und gefilmt. Bestenfalls sollen Journalisten erstmal noch einen Verfassungsschwur leisten, bevor sie dann eingebettet berichten dürfen (siehe Wilki).

      Übrigens, dass Fitzek augenscheinlich nichts Besseres zu tun hat, als den halben Tag lang irgendwelche RTL-Reporter vollzusenfen, zeigt ja auch mal wieder, wie souverän kleinkariert der „Oberste Souverän“ tatsächlich ist.

    • best boy permalink
      10/11/2013 20:50

      Wenn hier einer danebengreift dann bist du das Waldhonig!

      Hab unterm Video auf der Königshomepage vor drei Tagen gefragt, was Fitzek von Günter Wallraff hält. Natürlich keine Reaktion. Bei Explosiv und Extra wurden schon ein paar betrügerische Handwerker und andere Scharlatane entlarvt. Hätten die Reporter gleich gesagt „wir sind von RTL“ wäre die Wahrheit über die Betrügereien bestimmt nie raus gekommen.

      Du schreibst „Wer unter falschen Namen auftritt der lügt“. So ein Blödsinn Dann bist du der größte Lügner denn du heisst doch bestimmt nicht „Waldhonig“ oder wie?

      Wie hält es denn Fitzek mit der Wahrheit?? Da ist kein Staat für den er Staatsbürgerprüfungen und solchen Müll für Geld verkaufen kann. Macht er aber trotzdem. Außerdem erzählt er immer wieder den gleichen Reichsbürgermüll der schon 1000x wiederlegt ist und wie im Artikel schon steht bindet er den Spiegel-Leuten die Lüge auf, er wäre gerade im Gespräch mit dem Konsul von Papagei oder was weiß ich.

      Wer Wallraff nicht mehr kennt, dazu gibt es einen Wikipedia Artikel:

      http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Wallraff

    • Wilki permalink
      10/11/2013 21:26

      Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Vorfälle im Königreich, in deren Folge die Lehrfilme zum Aufbau stabiler Gemeinschaften entstanden sind. Fitzek hat sich hier zwar nicht unter falschen Angaben zur Identität, was bei ihm wohl schwierig wäre, eingeschlichen, aber einen seiner Getreuen angeleitet Tonaufnahmen davon zu machen, obwohl es wohl der Wunsch der Beteiligten war dies ohne den obersten Souverän stattfinden zu lassen. Fitzek hat das typisch freigeistige Problem, Kritik an der eigenen Person oder Sache als Diffamierung anzusehen. Ich frage mich sowieso, wo für ihn das Problem liegt. Er betont dich immer wie legal alles ist was er macht. Demnach dürfte auch ein verdeckt recherchierender Journalist nichts Schlimmes herausfinden. Er müsste sie dann auch nicht in gute und böse Journalisten einteilen. Aber das sind wohl nicht die einzigen Widersprüche im Königreich.

  6. 11/11/2013 01:10

    @Waldhonig

    Eigentlich haben Dir die Vorredner ausreichend auf Deinen (größtenteils unsinnigen) Leserkommentar geantwortet. Von mir einige Ergänzungen:

    Mir würde es auch nicht passen, wenn mich einer unter falscher Identität ausfragt und sich hinterher als RTL-Schmierfink zu erkennen gibt.

    Da gibt es doch einen erheblichen Unterschied, ob die „RTL-Schmierfinken“ (wie Du völlig frei von Vorurteilen und ungetrübt von jeglichem Schwarzweiß-Denken formulierst) eine – wie ich mal unterstelle – unbescholtene Privatperson ausfragen, oder ob sie bei einem dubiosen, vorbestraften „König von Deutschland“ recherchieren, gegen den bereits allerlei neue behördliche Maßnahmen am Laufen sind.

    Die RTL-Leute haben nicht versucht, Fitzek zu betrügen. Sie haben sogar seine unverschämten Geldforderungen beglichen.

    Anders sieht es bei Fitzek selbst aus. Er erzählt den Leuten, sie sollen ihm ihre Immobilien überschreiben, dann bräuchten sie keine Grundstückssteuer zahlen … Er erzählt Unternehmern, sie könnten bei ihm produzieren, dann würde keine Gewerbesteuer anfallen. Das sind nicht nur faustdicke Lügen, sondern Äußerungen, die dazu geeignet sind, andere Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen bzw. sie zu Straftaten anzustiften (u. a. Steuerhinterziehung).

    Das scheint Dich nicht weiter zu stören. Dich juckt, dass Monsieur Porada ein „a“ in seinem Namen weggelassen hat (vermutlich, damit man ihn nicht über Google sofort als Journalisten identifizieren kann). Seinen Vornamen hat er – das stellst Du nämlich falsch dar – korrekt angegeben: davon hat er mehrere, und es ist völlig legitim, seinem Gegenüber nur einen Vornamen zu nennen.

    Und dass die anderen beiden keine “Fans” geworden, aber scheinbar durchaus ein Stück Empathie für Fitzek entwickelt haben, kommt vor im Leben.

    Ob der zweite Reporter tatsächlich Empathie für Fitzek entwickelte, wage ich zu bezweifeln. Was den Kameramann angeht, so solltest Du Dir das Video nochmals ansehen. Der Typ wirkt auf mich nicht sonderlich helle … Vielleicht litt er auch unter einer milden Form des Stockholm-Syndroms und wollte sich mit der Einschleimerei eine blutige Nase ersparen.

    Im Übrigen wird im Artikel das Verhalten des Kameramanns und des zweiten Reporters nicht bewertet, sondern ausschließlich das geschildert, was jeder beobachten kann, der sich das Video ansieht.

    Bewertet habe ich zum Textende hin Porada, und zwar ausnahmsweise positiv, weil er einen lichten Moment hatte: Er durchschaute Fitzeks billige Masche und zog die Konsequenz daraus.

  7. Dogo permalink
    11/11/2013 22:41

    Liebes Journalisten-Küken von RTL,

    “Never argue with an idiot. They will only bring you down to their level and beat you with experience.” ( George Carlin )

    Streite nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich mit Erfahrung.

  8. Syssi permalink
    12/11/2013 21:43

    Gebt euch die Kommentare darunter – aktuell 118 – gefühlt 80% Reichsbürger…

    Gruß – Syssi

    • 13/11/2013 00:03

      Die (Reichsdeppen-)Kommentare dort schaue ich mir gar nicht erst an, in der Regel handelt es sich immer um den gleichen, längst widerlegten Blödsinn. Gerade eben habe ich selbst einen Kommentar entsorgt: „Schäuble, Gabriel, Gründungsurkunde“, das übliche Gedöns halt. Das Ulkige bei den Reichsdeutschen ist, dass sie ihre Primitivität für Klugheit halten und meinen, sie wären da einer unheimlich tollen Sache auf der Spur.

      Mit unglaublicher Ausdauer kleistern sie deshalb die Kommentarbereiche nahezu sämtliche Online-Medien zu. Über YouTube haben sie längst die Lufthoheit errungen. Verrückte halt, die immer wieder mit dem Kopf gegen dasselbe Hochhaus rennen, in der festen Überzeugung, es würde irgendwann umfallen.

  9. Gast permalink
    13/11/2013 12:52

    Die gründliche Analyse der hier erkennbaren Kommunikationsmuster sollte man eigentlich zum Pflichtseminar für alle angehenden Psychologen und Psychater machen.

    • 13/11/2013 16:50

      Der Beruf schreibt sich Psychiater.

    • best boy permalink
      13/11/2013 20:20

      Was meint Gast denn eigentlich? Dass alle Psychiater und Psychologen in der Tiefe ihres Herzens Reichsdeppen sind? Oder dass jeder Psychiater mal als Psychater anfängt?

      • 13/11/2013 20:48

        Meiner Interpretation nach ging es in dem Kommentar um die Kommunikation, die zwischen Fitzek und dem verängstigten RTL-Menschen stattfand. Was den „Psychater“ angeht, so handelt es sich wohl nur um einen Tippfehler.

      • Gast permalink
        14/11/2013 11:41

        Nein, @best boy, es ging mir damit erst mal gar nicht um diese ganze Reichsdeppenpromblematik.

        Mal anders formuliert: Obwohl nämlich Fitzek selbst Fantasienamen benutzt, ihm zu diesem Zeitpunkt eine dreimonatige Haftstrafe droht sowie ein siebenstelliges Bußgeld, nutzt er die Situation ja wieder einmal allein als willkommene Gelegenheit zur Selbstdarstellung, zur öffentlichen Meinungsmanipulation und zur Machtdemonstration. Das, darüber sind sich hier ja alle einig, würde man vorsichtig formuliert als „nicht normal“ bezeichnen. Aber auch Fitzek bezeichnet sich ja selbst ganz stolz als „nicht nomal“ und er ist schließlich auch genau deswegen „König von Neudeutschland“. Aber ist es dann gleich schon „klinisch“?

        Die Antwort dürfte in meinen Augen eher in der Art und Weise liegen, wie Fitzek hier kommuniziert. Und der Reporter demonstriert in nahezu exemplarischer Weise, wie diese Kommunikationsmuster auf das Gegenüber wirken, ja quasi „funktionieren“. (Ich konnte das Video z.B. nicht am Stück anschauen!)
        Solche Persönlichkeiten wie Fitzek (jetzt mal ohne Wertung und ohne politischen Hintergrund, man spricht von etwa 1-4% der Bevölkerung, wobei der überweigende Teil davon meist auch recht unauffällig ist und wie ein Eisberg zu 6/7 „unter Wasser schwimmt“) werden im übrigen JEDE Situation zu kontrollieren versuchen, nicht nur und wie Fitzek die öffentlich verlautbarten „Wahrheiten“ über ihr „Königreich“.

        Jemand, der noch keine echte Erfahrung mit diesem Phänomen hatte, kann sich das alles schwer vorstellen. Mir gegenüber hat mal ein mutmaßlicher Pychopath seine eigene „Lebenswirklichkeit“ sehr treffend auf den Punkt gebracht: „Wahr ist, was mir nützt.“ So denken UND handeln sie. Diese kognitive Dissonanz kann beim Opfer von echten Psychopathen schwerste Traumatisierungen hinterlassen. Auch der Reporter, der ja hier nur eine kurze absurde Szene erlebt hat, wird sich aber sicher noch den Rest seines Lebens an diesen Tag erinnern.

        Das Problem der kontrollierenen Kommunikationsmuster gilt übrigens auch für den so genannnten therapeutischen Kontext. Nur werden solche Persönlichkeiten, falls sie überhaupt mal einem Therapeuten gegenübersitzen, dort nicht so ausfällig wie im Video, sondern andere Manipulationsmethoden einsetzen: ihren oberflächlichen Charme, ihre Fähigkeit, die Schwächen des Gegenüber zu erkennen und auszunutzen und gegenenfalls geschickt eine gewisse „Mitarbeit“ vortäuschen, die faktisch das ganze Gegenteil ist. Zudem besteht noch immer eine große Unsicherheit in der allgemeinen klinischen Bewertung durch die Fachleute. Und obwohl sie in der Regel als untherapierbar gelten, wird von manchen „ehrenhaften“ Versuchen eher „unbedarfter“ Therapeuten berichtet, wo am Ende nicht der Patient irgendwie „gesund“ geworden war, sondern vor allem der Therapeut ernthaft krank wurde. Daher der Hinweis in meinem Kommentar.

  10. Tripsi permalink
    14/11/2013 00:27

    Der Neurotiker baut Luftschlösser. Der Psychotiker wohnt darin, und der Psychiater kassiert die Miete. Ist Fitzek nun Makler in eigener Sache oder wie könnte man seine Tätigkeit umschreiben ? RTL wird es im nächsten Anlauf herausfinden. An Kanonenfutter mangelt es dem Sender offenbar nicht.

    • Günni permalink
      15/11/2013 09:00

      siehe auch „Wahnformen“ bei Wikipedia, z.B.

      -Größenwahn (Megalomanie)

      Die betroffene Person hält sich für eine wichtige politische oder religiöse Persönlichkeit, die Reinkarnation großer Persönlichkeiten, für einen Gott, Propheten oder Ähnliches, wie zum Beispiel einen Superhelden. Ähnlich ist z. B. der sogenannte Sendungswahn („ich muss die Menschheit erlösen“).

      Als Sonderformen gelten:

      politischer Wahn
      religiöser Wahn (mit Heilsauftrag)
      wahnhafte Erhöhung der eigenen Person
      Heilswahn
      Weltverbesserungs- bzw. Welterneuerungswahn
      Omnipotenzwahn

  11. Günni permalink
    15/11/2013 14:51

    Reichsdeppen und deren Derivate können nicht anders, denn es fehlt ihnen krankheitsbedingt die Krankheitseinsicht.

    „Wahn ist ein Krankheitssymptom aus dem Fachgebiet der Psychiatrie. Es handelt sich um eine schwere inhaltliche Denkstörung und kommt im Rahmen verschiedener psychischer Störungen vor. Der Wahn ist eine Überzeugung, an welcher der Patient trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält.“
    ( Wikipedia – Wahn )

    Was das „Perpetuum Mobile“ und den „Wassermotor“ betrifft, siehe auch:

    „Erfinderwahn

    Eine Person hält sich für einen genialen Erfinder, entwickelt zahllose Apparaturen, die teilweise gar nicht funktionieren oder in den Augen anderer keinen Zweck erfüllen.“
    ( Wikipedia – Wahn )

    usw…….

    • Günni permalink
      15/11/2013 15:12

      Es gibt aber wahnhemmende Mittel für den Hirnstoffwechsel. Nach Wirkentfaltung der Präparate sollen manche Patienten die Hände ihrer Krankenschwestern ergriffen, und mit ungläubigem Blick gefragt haben:“Habe ich tatsächlich im Hermelinmantel auf einer Bühne gesessen und mich öffentlich krönen lassen ?“

      Noch ist ein Happy-End möglich……….aber auch eine Zwangsunterbringung wegen Selbst-, und Fremdgefährdung ( Vermögensgefährdung, Fahren ohne Füherschein, weitere Körperverletzung……usw…)

  12. Günni permalink
    15/11/2013 21:03

    Schon mal drüber nachgedacht ob du nicht vielleicht selbst Betroffener bist ?

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