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Staatenlos.info: Reichsbürger Rüdiger Klasen im Faktencheck

02/11/2016
DDR-Reichsbürger Rüdiger Hoffmann

Rüdiger Klasen (links im Bild) lernte in der „DDR“ den Faschismus kennen und kommt seitdem nicht mehr von ihm los.

Ein Reichsbürger reagiert auf stichhaltige Gegenargumente ungefähr so, wie ein Goldhamster auf Klavierunterricht reagiert: eher zurückhaltend.

Tauchen nämlich irgendwelche Widerworte auf, dann rasselt ein Staatsleugner/Reichsideologe sofort seine bei YouTube gelernten Phrasen herunter. Das macht er ganz vollautomatisch, ohne Nachzudenken. Kommt er trotzdem ins Schleudern, dann springt er ohne Umwege zum nächsten Thema. Ist dergestalt alles „durchdiskutiert“, fängt er – selbstverständlich ohne irgendeine Einsicht zu zeigen – mit seiner Litanei  von vorne an.

Überhaupt werden die Gegner reichsideologisch-esoterischer Steilthesen – sei es in Kommentarbereichen, sei es in Foren – umgehend und grundsätzlich mit dem Etikett „Troll“ versehen. Und von einem solchen Troll hat sich gefälligst ein jeder voller Abscheu abzuwenden.

Trolle sind überdies immer Mitarbeiter des Verfassungsschutzes … oder User, die vom Verfassungsschutz geschmiert werden. Für Reichsbürger ist es nämlich unvorstellbar, dass sich irgendein Mensch auf dieser schönen Erde positiv zur Bundesrepublik Deutschland äußert. Deshalb werden Reichsbürger ja mitunter auch als Reichsdeppen bezeichnet.

Besonders schlimm wird es bei Exemplaren, deren IQ ganz tief im unteren zweistelligen Bereich zu vermuten ist. Rüdiger Klasen ist da ein Paradebeispiel. Sobald er auch nur aus der Ferne ein Gegenargument wittert, schreit er irgendwas von „Nazis“ und holt seine Phrasendreschmaschine hervor: übrigens das einzig funktionierende perpetuum mobile, das der Wissenschaft bisher bekannt wurde.

Ein YouTube-Nutzer hat sich dennoch die Mühe gemacht, die Behauptungen von „staatenlos.info“ auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Einen ganzen Kanal widmet er der Auseinandersetzung mit dem staatsleugnerischen Unfug.

Heißluftproduzent Rüdiger Klasen/Hoffmann hat mit einem 70-Minuten-Clip reagiert – wie üblich, ohne irgendwas zu widerlegen … oder gar einen Fehler zuzugeben.

Große Anteilnahme: Gedenkgottesdienst für ermordeten Polizisten

01/11/2016
Polizistenmord in Franken, Reichsbürger

Trauergottesdienst nach Bluttat eines Reichsbürgers

1.500 Trauernde nahmen In Nürnberg Abschied von dem 32-jährigen SEK-Beamten, der von einem Staatsleugner in Georgensgmünd erschossen worden war.

Während man in der Reichsbürger/Staatsleugner-Szene den Tod des Polizisten weiterhin rechtfertigt (Täter sei „überfallen“ worden, in einer „Notwehrsituation“ gewesen) oder sogar als Erfolg im Kampf gegen die Bundesrepublik bejubelt (wie beispielsweise der in Niedersachsen lebende Mathias Langer in seinem News-topaktuell-Blog), fand in Franken eine bewegende Abschiedsfeier statt.

Teil daran nahmen Kollegen, Freunde und die Familie des 32-jährigen Polizeihauptmeisters. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann dankte in einer Rede für die große Anteilnahme.

Vor der Lorenzkirche verfolgten viele Besucher die Trauerfeier über einen Lautsprecher, da die Kirche bis auf den letzten Platz belegt war. Ebenso groß war die Schlange vor einem Kondolenzbuch, in das sich die Trauernden eintragen konnten.

Der mutmaßliche Mörder, Wolfgang Plan, ist laut SSL-Wiki ein „…deutscher Reichsideologe (und) Kampfsportler […] aus dem mittelfränkischen Georgensgmünd. Er kann u. a. als Anhänger der reichsideologischen Organisation ‚Verfassungsgebende Versammlung‘ angesehen werden.“

Innenminister Herrmann forderte, wie der Bayerischem Rundfunk zitiert, konsequent gegen sogenannte Reichsbürger vorzugehen … und ihnen etwaige Waffen abzunehmen. Bislang genossen diese Leute mit ihren Hass- und Wahnparolen in Deutschland eine gewisse Narrenfreiheit. Neuere Nachrichten zeigen, dass sich der Wind so langsam zu drehen scheint:

Großeinsatz bei Flensburg: Polizei konfisziert „Reichsbürger“-Waffen:

Ein Paar hortet zu Hause Pistolen, Revolver und Langwaffen. Die Eheleute sollen den „Reichsbürgern“ angehören. Die Polizei fordert sie auf, die Waffen abzugeben. Als sie die Aufforderung ignorieren, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an.

„Reichsbürger“ bei der Polizei:

Die Polizei will entschlossen gegen „Reichsbürger“ vorgehen. Doch es werden immer mehr Fälle bekannt, wonach die eigenen Leute der Szene nahe stehen. Es gibt gar einen regionalen Schwerpunkt.

Beamte verhaften „Reichsbürger“ vor Augsburger Gericht:

Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung: Die Staatsanwaltschaft wirft einem „Reichsbürger“ mehrere Straftaten vor. Doch der kommt einfach nicht zur Verhandlung.

Acht Monate Haft für „Reichsbürger“:

Der mehrfach vorbestrafte Hoyerswerdaer war vorsätzlich ohne Führerschein gefahren – Bewährung somit ausgereizt.

Gedenkgottesdienst für von Reichsbürgern ermordeten Polizisten

26/10/2016
Reichsbürger Mord an Polizisten

„Reichsbürger“ machen stets ein großes Getue um ihr „Menschsein“, aber den Tod eines Menschen, der ihnen nicht in den Kram passt, bejubeln und rechtfertigen sie…

Das Polizeipräsidium Mittelfranken lädt zu einem ökumenischen Gottesdienst für den getöteten 32 Jahre alten Polizisten ein.

Alle, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen wollen, sind eingeladen am
Samstag, den 29.10.2016, 15.00 Uhr, in die Kirche St. Lorenz 90402 Nürnberg, Lorenzer Platz 1.

Der Gottesdienst wird von evangelischen Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern und dem Weihbischof Bernd Haßlberger gehalten.

Neben dem Landespolizeipräsidenten Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer und dem mittelfränkischen Polizeipräsidenten Johann Rast werden Abordnungen aller Verbände der bayerischen Polizei aus ganz Deutschland sowie aus dem benachbarten Ausland erwartet.

 Im Rahmen der Gedenkfeier sprechen Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Mittelfrankens Polizeipräsident Johann Rast und Polizeidirektor Holger Stein.

An der Lorenzkirche wird auch die Möglichkeit bestehen, sich in die Kondolenzbücher einzutragen.

Zu Beginn dieser Trauerfeier, also um 15 Uhr, soll die polizeiliche Arbeit in Bayern eine Minute ruhen. Alle Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei können zu diesem Zeitpunkt, so es das Einsatzgeschehen zulässt, innehalten und ihrem getöteten Kollegen gedenken.

Quelle: in.franken.de

„TTA“: Dennis Ingo Schulz und die Springer-Presse

23/10/2016
Dennis Ingo Schulz der Reichsbürger

Absolute geistige und moralische Verkommenheit: Reichsbürger freuen sich über den Tod eines Polizisten

Dennis Ingo Schulz ist nicht nur selbsternannter Diplom-Ingenieur, sondern – und das trotz seines noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Alters – auch ein Urgestein der Reichsbürger-Szene.

Bekannt ist er vor allem durch seinen unsäglichen YouTube-Kanal, in welchem er häufig in einer Uniform zu sehen ist, die der der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) ähnelt. Bei seinen Auftritten grüßt nicht selten mit einem zackigen „Heil!“, das er dann plötzlich in ein „Halli-Hallo“ umwandelt.

Aus seiner braunen Gesinnung macht der in Berlin lebende Dauerarbeitslose ohnehin kein Geheimnis. Schulz ist Antisemit und Holocaustleugner, eine Art Hassliebe verbindet ihn deshalb mit Mario Romanowski, einer weiteren Schießbudenfigur der rechten Szene.

Reichsbürger genießen momentan – aufgrund der Ermordung eines bayerischen Polizisten – ein hohes mediales Interesse. Nun standen zwei Reporter der Springer-Presse unangekündigt vor Schulz‘ Wohnungstür. Und sie machten das mit ihm, was sonst Reichsbürger mit anderen machen: sie filmten ihn heimlich.

Zeitungsberichte über Schulz erschienen nunmehr in der BILD und der B.Z. Dass die mediale Aufmerksamkeit von Vorteil für ihn ist, darf bezweifelt werden.

DPHW: Volker Schöne erneut zu Haftstrafe verurteilt

21/10/2016
Haftstrafe Volker Schöne

Mr. „Dreck am Stecken“: Volker Schöne

 

Am 19.10.2016 wurde der als „DPHW“-Gründer berüchtigte Volker Schöne zu einer Haftstrafe von 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt:

Wegen Amtsanmaßung und Nötigung soll Schöne […] ins Gefängnis. Der „Reichsdeutsche“, der angeblich bei seiner Freundin lebt, von ihr Geld bekommt und arbeitslos ist, hatte etliche Drohbriefe an Polizisten, Finanzbeamte und Richter verschickt und sich auch noch als Notar ausgegeben. Die Verteidigung hatte 210 Euro Strafe gefordert, die Staatsanwaltschaft 2000 Euro.

Stattdessen kam es zu einer Freiheitsstrafe. Verantwortlich für das Urteil ist der Dresdener Amtsrichter Jochen Meißner, der zuvor in einer anderen Sache gegen Schöne und dessen DPHW-Komplizen Haftstrafen ausgesprochen hatte. Seine Urteile waren konsequent und folgerichtig, dennoch wurden sie in der Berufung allesamt einkassiert und in Bewährungsstrafen (von den Straftätern gewiss als Freispruch interpretiert) umgewandelt. Endgültig ist die Sache nicht, denn die Staatsanwaltschaft ist in die Revision gegangen.

Zweifellos wird Volker Schöne – als sozialschmarotzender „Staatskritiker“, der er nun einmal ist – auf Kosten des Steuerzahlers gegen das Urteil vorgehen. Hoffentlich verzichtet das Berufungsgericht aufgrund der aktuellen Ereignisse diesmal darauf, die überaus gerechtfertigte Haftstrafe erneut in ein harmloses Bewährungsurteil umzuwandeln.

Quelle:

Frankfurter Rundschau: „Zunehmende Beklopptendichte“

MDR berichtet vom 1. Prozesstag gegen Peter Fitzek

20/10/2016

Am 20.10.2016 kam Peter Fitzek mit Fuß- als auch mit Handfesseln zu seinem Prozess am Landgericht Halle – nicht ganz unamüsant zu sehen, wie der eitle Wittenberger sich ungelenk bewegte und verzweifelt versuchte gute Mine zum – für ihn – bösen Spiel zu machen.

Die anwesende Presse beschrieb ihn als selbstsicher und gelassen, bei genaueren Hinsehen aber wirkte Fitzek eher fahrig und keineswegs so siegessicher wie bei anderen Verhandlungen. Auch rhetorisch war er auf dem Rückzug. Auf einmal geht es ihm gar nicht mehr darum „die BRD abzuwickeln“, er wolle lediglich „das System“ zum Guten verändern. Und Reichsbürger, so distanziert sich Fitzek, seien doch „Ewiggestrige“. Das behauptet ausgerechnet einer, der sich sonst ein Deutschland in den Grenzen von 1937 wünscht – ein Deutschland mit einem politischen System, welches sich seiner Vorstellung nach an jenem der untergegangenen DDR zu orientieren hat.

In einem ist sich Peter Fitzek also zumindest treu geblieben: er ist und bleibt ein schamloser Lügner. Ansonsten spielt er Vabanque – er will das Gericht davon überzeugen, dass er ein durch und durch guter Kerl ist, der niemanden hintergangen hat. Und zu jenen Hunderttausenden, die er in bar abgehoben und an unbekannten Orten deponiert hat, will er so gar nichts sagen. So bleibt der Verdacht, dass das Geld nach wie vor vorhanden ist und er sich davon – nach dem ermogelten Freispruch, auf den er hofft – ein schönes Leben machen kann. Dass er sich im Falle eines Scheitern ins Ausland absetzen wolle, hat er gegenüber einer Zeitung vor geraumer Zeit zugegeben.

Wie unrealistisch Fitzeks mutmaßlicher Plan ist, lässt sich an dem Angebot der Vorsitzenden Richterin erkennen: Selbst bei einem vollumfänglichen Geständnis kann er mit 3,5 Jahre Freiheitsentzug rechnen.

LINK:

Mitschnitt vom Prozessauftakt durch Anhänger des „Königreichs Deutschland“

Nach Mord an Polizisten: Pressekommentare zur geistigen Beschränktheit der Reichsbürger und Staatsleugner

20/10/2016

Reichsbürger tötet Polizisten

Ein Polizist ist von einem Reichsbürger ermordet worden. Der Polizeibeamte erfüllte seine Pflicht, diente seinen Mitbürgern, seinem Staat: Deutschland. Das Magazin „Focus“ folgert in Bezug auf die Reichsbürger-Bewegung: 

Es ist nicht die erste Gewalttat von Anhängern dieser Szene, die sich selbst „Patrioten“ nennen, aber ihrem Land nichts als Hass und Gewalt entgegenbringen.

Tatsächlich sind Reichsbürger die Feinde Deutschlands. Es sind Menschen, die sich gegenseitig – vorwiegend via Internet – in eine regelrechte Hass-Euphorie hineinsteigern. Menschen, die gegen ihre Mitbürger hetzen, die das Land spalten wollen. Selbst hier im Kommentarbereich des Blogs versucht dieses Gesindel aktuell die verabscheuungswürdige Bluttat ihres „Volksgenossen“ zu rechtfertigen. Solche Kommentare werden nicht veröffentlicht. Die meisten dieser Leute sind unbelehrbar, ihre Dummheit und ihr kranker Wahn lässt keinerlei kritische Selbstreflexion zu.

Der „Focus“ hat eine Presseschau mit zutreffenden Kommentaren bezüglich der Reichsbürger-Bewegung zusammengestellt: hier klicken!

Unser Mitgefühl gilt indes den Angehörigen, Freunden und Kollegen des getöteten Polizeibeamten!